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SILIKONE RAUS? Eine kritische Betrachtung

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Es gibt Zutaten, die wir aus Überzeugung gern aus den INCI-Listen unserer Kosmetik verbannen möchten. Beim Thema Haare bewegen sich Silikone für viele auf der Pole Position der NoGos – und sind in echter Naturkosmetik auch nicht enthalten. Aber sind Silikone wirklich so schlecht wie ihr Ruf? Eine kritische Betrachtung.

Schein und Sein: Das können Silikone

Werfen wir zunächst einen Blick auf ihre Beschaffenheit:  Silikone sind im Grunde farblose Kunststoffe, die meist aus Erdöl gewonnen werden. Ihr erkennt sie an den Endungen „-cone“ oder „-oxane“ in der INCI. Sie dienen in der Haarpflege vor allem als Filmbildner, das heißt sie legen sich um das Haar herum und sorgen für eine ebenmäßige Haaroberfläche. Durch das „Auffüllen“ von Unebenheiten und porösen Stellen entstehen Glanz und Kämmbarkeit. Klingt soweit ja ganz gut…

Leider bieten Silikone aber keinen echten Pflegeeffekt fürs Haar, sie sind nur schöner Schein, der gesunde Haarpracht vortäuscht. Silikone haben außerdem den Ruf, sich am Haar anzulagern und über das Abwasser die Umwelt zu belasten. In Naturkosmetik und vielen Clean Beauty Shampoos wird deswegen auf wirksame Öle, Proteine und Vitamine gesetzt. Diese können ohne die Zugabe von Silikonen einfacher in das Haar eindringen und eine nachhaltige Pflegewirkung erzielen.

Mehr als Schwarz und Weiß

Uns hat interessiert, warum der Rohstoff weiterhin in Haarpflege zum Einsatz kommt. Wir haben mit verschiedenen Herstellern und einem Umweltexperten gesprochen.

Zunächst haben wir Kontakt mit Julian Wendt aufgenommen. Er ist Leiter Kommunikation bei Wild Beauty. Das Unternehmen begann als Exklusiv-Distributeur der amerikanischen Kultmarke Paul Mitchell®, bringt heute aber mit Yours Truly auch viel Natur in deutsche und österreichische Friseursalons.

Herr Wendt: Warum ist Haarpflege von Paul Mitchell® nicht silikonfrei?

Julian Wendt, Wild Beauty: Viele veröffentlichte Studien belegen die Sicherheit von Silikonen sowie deren pflegende Eigenschaften für das Haar. Bestimmte Silikonarten lassen sich nicht so einfach aus dem Haar waschen (sogenannte nichtwasserlösliche Silikone). Die für unsere Clean Beauty verwendeten Silikone werden durch wissenschaftliche Forschung unterstützt, sind inert (verursachen keine chemischen Reaktionen) und gelten als sicher in der Anwendung.  

Sie lassen sich mit etwas Shampoo und warmem Wasser gänzlich aus dem Haar entfernen und lagern sich nicht additiv auf ihm an. Solch wasserlösliche Silikone verteilen ein Produkt gut und dienen als Transportmittel, damit die Pflegestoffe dort hingelangen, wo sie hinsollen.

Sie legen sich zudem wie eine glättende Schutzschicht auf die Haaroberfläche und lassen diese besonders glänzend wirken. Sie schützen das Haar vor dem Austrocknen, verleihen ihm Glanz, und reduzieren den Widerstand beim Kämmen, so dass es weniger bricht.

Und bei Yours Truly? Hier wird auf Silikone verzichtet. Warum?

Julian Wendt, Wild Beauty: Für Yours Truly, unsere erste hauseigene Marke, wollten wir den Clean Beauty-Standard so hoch setzen wie möglich. Da Silikone aus Verbrauchersicht jedoch negative Auswirkungen haben und diese Verbraucher vor allem hinsichtlich einer Clean Beauty-Rezeptur mit silikonfreien Produkten rechnen, haben wir uns hier gegen silikonhaltige Produkte für Yours Truly entschieden. Zwar sind wir uns der nicht-negativen Auswirkungen von Silikonen bewusst, verargumentieren hier allerdings die fehlende langfristige Pflegewirkung von Silikonen, sozusagen den „vorgetäuschten“ Heilungseffekt der Haare, ohne dass sie tatsächlich repariert werden (poröse Stellen werden lediglich gekittet und der Glanz kommt nicht „aus dem Haar“,..).

Durchaus ein Spagat, gerade in der Kommunikation. Wie lösen Sie diese Herausforderung?

Julian Wendt, Wild Beauty:  In der Kommunikation weisen wir eher darauf hin, wie am besten auf silikonfreie Pflege umzusteigen ist. Wir behalten hier aber natürlich die Marken im Hause im Hinterkopf und sprechen uns nicht nachhaltig gegen Silikone aus, sondern zeigen lediglich die Vorteile auf, wenn man sie weglässt.

Auch mit Jennifer Sand, Haarpflege-Expertin bei Moroccanoil, haben wir gesprochen. Die Trendmarke setzt auf die Kraft von Arganöl, verwendet aber auch Silikone in den Rezepturen.

Was spricht aus Ihrer Sicht für den Einsatz von Silikonen?

Jennifer Sand, Moroccanoil:  Silikone sind heutzutage sehr anspruchsvoll und haben die Fähigkeit, einen Schutzschleier auf der Oberfläche des Haares zu erstellen. Dieser Schleier ist nahezu schwerelos, schließt die natürliche Feuchtigkeit im Haar ein und schützt die empfindliche Schuppenschicht vor Umwelt- und Styling Belastungen, wie Kämmen, Bürsten und Fönhitze.

Die in Moroccanoil verwendeten Silikone sind zum größten Teil flüchtig und tensidlöslich und lassen sich leicht mit Shampoo auswaschen. Ein Build-up Effekt, also das Anhaften von Silikonen an das Haar über die nächste Haarwäsche hinaus, ist nicht zu erwarten.

Unsere Silikone sind natürlichen Ursprungs und werden aus Sand gewonnen. Sie wirken wie ein federleichter Schmierstoff, der die Oberfläche des Haars ohne Rückstände geschmeidig macht. Dank der einzigartigen Molekularstruktur (größere Moleküle mit breiteren Abständen zwischen den einzelnen Molekülen) wird eine atmungsaktive Barriere geschaffen, ohne das Haar zu beschweren.

Gibt es Unterschiede und sogar so etwas wie besonders „gute Silikone“?

Jennifer Sand, Moroccanoil: Silikone sind synthetische polymere siliziumorganische Verbindungen. Diese können kettenförmig oder linear (INCI-Name: Dimethicone), verzweigte oder ringförmige (INCI-Namen: Cyclomethicone, Cyclopentasiloxane, Cyclohexasiloxane) sein. Die Anzahl der Polymere (gleiche, wiederkehrende Siliziumabschnitte einer Verbindung) gibt an, ob ein Silikon flüssig oder wachsartig ist. Je kürzer die Kette oder je geringer die Anzahl an Siliziumatomen in ringförmigen Verbindungen, umso leichter flüchtig sind diese Öle.

Flüchtige Silikone bleiben nicht dauerhaft auf dem Haar, sondern verdunsten mit der Zeit, bleiben jedoch lange genug im Haar, um ihre positiven Eigenschaften auch während des gesamten Haarstylingprozesses inklusive Föhnen geltend zu machen.

Silikone haben aufgrund ihrer filmbildenden Eigenschaft allgemeinen den Ruf, schlecht für das Haar zu sein. Das ist falsch. Man benötigt das richtige Maß zwischen „nur vorübergehender“ und „länger anhaltender“ Pflege für das Haar, dies kann einerseits durch die Anwendungsmenge variiert werden. In vielen Produkten werden aber auch flüchtige und nicht flüchtige Silikone kombiniert, damit sie sparsam angewendet werden können und nicht vorübergehend ein überpflegter Eindruck des Haares entsteht. Daher kann man hier nicht von „guten“ oder „schlechten“ Silikonölen sprechen.

Stichwort Umwelt: Was passiert mit Silikonen im Abwasser?

Jennifer Sand, Moroccanoil:  In Folge ihrer vielseitigen Anwendungsmöglichkeiten gelangen Silikonöle und deren Folgeprodukte auch ins Abwasser, und aufgrund ihrer Wasserunlöslichkeit galten Silikonöle lange als schwer biologisch abbaubar. Daher steht z.B. Ökotest der Verwendung von Silikonölen sehr kritisch gegenüber und der Begriff „schlechte“ Silikonöle wurde dadurch verstärkt. Neueste Studien einiger Hersteller ergaben, dass die Belastung durch flüchtige sowie nicht flüchtige Silikone als irrelevant anzusehen ist. In den Studien wurde festgestellt, dass sich die Abwässer nicht negativ auf deren Behandlung auswirken. Der entstehende Klärschlamm wird entweder verbrannt, deponiert oder als Dünger verwendet. Bei der Verbrennung werden die Silikonbestandteile in amorphes Siliziumdioxid umgewandelt. Ansonsten entstehen aus den Silikonbestandteilen im Klärschlamm durch Oxidationsprozesse Kohlendioxid, Kieselsäure und Wasser.

Hierzu haben wir uns die Experten-Meinung von Arnold Schäfer, Prozessführung Klärwerke bei HAMBURG WASSER, eingeholt. Herr Schäfer, ist es korrekt, dass Silikone im Abwasser gar nicht so problematisch sind, wie allgemein angenommen?

Arnold Schäfer, HAMBURG WASSER: Silikone sind chemisch Poly(organo)siloxane. Prinzipiell ist das nicht verkehrt, dass Silikone im Abwasser nicht so problematisch sind. Aber sie gehen bei der Abwassereinigung zu einem Großteil in den Klärschlamm über. Dieser Schlamm wird dann in den Faulbehältern ausgefault und aus dem organischen Anteil des Schlammes entsteht Faulgas. Leider wandern die Siloxane in Teilen ins Faulgas – bei uns waren es zeitweise 40 mg/m³ Faulgas. Wenn das Faulgas dann energetisch in Blockheizkraftwerken genutzt wird, entsteht Siliziumdioxid. Das ist auf gut Deutsch Quarzsand. Und Sand im Verbrennungstrakt ist für einen Gasmotor oder eine Turbine gar nicht witzig. Deshalb müssen wir die Siloxane im Faulgas mit Hilfe von Aktivkohlefiltern wieder herausholen. Das geht, ist aber aufwendig und verbraucht Ressourcen, wie z.B. Aktivkohle und Strom für die Entfeuchtung des Gases vor dem Filtern. Wir sind deshalb schon länger im Austausch mit der Industrie und haben zur Reduktion aufgefordert. Mittlerweile liegt der Siloxangehalt nur noch bei 10 mg/m³ Faulgas, ist also deutlich reduziert, doch auch das müssen wir mit Aktivkohle herausfiltern.

Mit Silikonen verhält es sich also wie mit so einigen Abwasser-Inhaltstoffen (Pharmazeutika, Plastik etc.): Besser, sie kommen erst gar nicht ins Abwasser, sofern man das vermeiden kann. Ansonsten müssen wir sie mühevoll, energie- und kostenintensiv herausfiltern. Ein umweltschädlicher Stoff ist Silikon aber nicht.

Verzicht ist also mit Blick auf Nachhaltigkeitsaspekte und die aktuelle Energiekrise die bessere Wahl. Doch was sind die Alternativen? Welche Rohstoffe bieten ähnliche Eigenschaften (oder vielleicht sogar bessere) als die synthetischen Klassiker? Oder sind Silikone unersetzlich in Sachen Performance?

Jennifer Sand, Moroccanoil: Es gibt mittlerweile eine Menge an alternativen Ölen, natürliche wie auch synthetische. Es kommt immer darauf an, in welchen Produkten sie für was verwendet werden.

Schwieriger ist es, alternative Lösungen für leicht flüchtige Silikonöle zu finden, welche zum Beispiel in Haarspitzenfluids oder Haarölen zu finden sind. Denn die meisten natürlichen Öle hinterlassen sichtbare und fühlbare Rückstände, die so nicht gewollt sind, weil sie sich einfach nicht vollständig „verflüchtigen“. Hier muss man meist auf synthetische Öle zurückgreifen. Großer Knackpunkt der Alternativen ist jedoch der Preis, der meist mindestens dreimal so teuer ist wie für Silikonöle.

Günstig sind Alternativen demnach nicht – doch es gibt sie. lavera zum Beispiel setzt auf das Superfood Quinoa, wie uns Experten im Gespräch verraten haben.

Dr. Henrike Neuhoff, Leitung Bereich Wissenschaft lavera: Quinoa enthält besonders viele hochwertige Proteine und essentiellen Aminosäuren, darunter Lysin, das sonst fast nur in Fleisch und Fisch vorkommt. Die kleinen wertvollen Aminosäuren können bis in das Haarinnere gelangen und die Haarstruktur von Innen stärken. Die größeren Proteine legen sich schützend auf das Haaräußere, den sogenannten Cortex und tragen dort zu Glanz, Geschmeidigkeit und Kämmbarkeit bei.

Besonders anschaulich erklärt Sabine Kästner-Schlemme, Unternehmens PR & Nachhaltigkeit die Funktion: Gepaart mit Aminosäuren und einem Pflegestoff, basierend auf Guarkernmehl bei den Shampoos und Rapsöl bei den Spülungen, dockt sich die positiv geladene lavera Wirkstoffkomposition an die „negativen“ kaputten Stellen des Haares wie ein Magnet an. Es ist also ein naturbasierendes „intelligentes“ sich selbst steuerndes Pflegesystem – das nach dem Schlüssel-Schloss Prinzip agiert und gezielt an den Haarstellen, die Pflege benötigen, aktiv wird, ohne das Haar zu beschweren.

Ja oder Nein?

Es geht also mit – und auch ohne Silikone. Die Entscheidung trifft jeder selbst. Solltet Ihr Euch gegen den Rohstoff entscheiden, ist es auf jeden Fall sinnvoll, die komplette Haarpflege auf silikonfrei umzustellen: Nur so baut Ihr die ummantelnde Schutzschicht nicht immer wieder neu auf. Als Umstellungszeitraum solltet Ihr 2-3 Wochen rechnen und ein tiefenreinigendes Shampoo anwenden. Sind dann alle Silikonreste entfernt, erwarten Euch echter Glanz und Volumen. Sogar die Trockenzeit langer Mähnen wird sich verkürzen und Stylings lassen sich mit weniger Hitze umsetzen. Auch Eure Kopfhaut wird Euch danken, denn sie kann dann wieder so richtig „durchatmen“. Hier geht’s zum Trendthema Scalp Care.

BOTTICELLI WAVES & ROOT CLIPPING

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Beach Waves waren gestern: Auch der diesjährige Lockentrend präsentiert sich sanft wogend und natürlich, nur feiner und romantischer. Während bei Botticelli Waves das Volumen der Längen im Vordergrund steht, bringt der Hair Hack Root Clipping Push in den Ansatz.

Im Trend: Romantische Locken

Bei Botticelli Waves trifft Kunst auf Haarpracht: Namensgeber ist der italienische Maler Sandro Botticelli, der in der Frührenaissance das Werk „Die Geburt der Venus“ schuf. Den unvergleichlichen Look seiner Figur, mit wilden, Gesicht und Körper umspielenden Löckchen, greift dieser Haartrend nun auf.

Damit wir dem Badezimmer ebenso mühelos gestylt entsteigen wie die römische Göttin im Gemälde ihrer Muschel, braucht es keine Perfektion: Die sanften, kleinen Wellen dürfen uns locker über die Schulter fallen und sogar etwas kraus aussehen. Im Unterschied zu klassischen Beach Waves sollen Botticelli Waves nur näher beieinanderliegen und feiner sein. Dazu wird das Haar in schmale Strähnen geteilt und mit einem Wellen-Kreippeisen bearbeitet – oder schlichtweg nass geflochten. Letzteres ist sicher die schonendste Methode, die das Ergebnis praktisch über Nacht liefert. Auch das Styling mit Lockenwicklern oder -stab ist denkbar, je nachdem ob Ihr Euch den Look eher wellig oder lockig wünscht. Und Naturlocken? Die werden mit reichhaltigen Rohstoffen wie Arganöl gebändigt und in Form gebracht.

Für die Haltbarkeit Eurer Trendkreation greift am besten zu Produkten, die Lockenlooks strukturieren und festigen:

Afrolocke Haaröl

Das leichte, rein natürliche Haaröl macht Locken geschmeidig und hilft, die Feuchtigkeit im Haar zu halten. Es pflegt weich, ohne zu beschweren. Die besondere Kombination von reichhaltigen Ölen aus Kalahari-Melonen, Chiasamen, Argansamen und Sacha-Inchi sowie weiteren kostbaren Ölen verleiht zudem einen traumhaft gesunden Glanz.  50 ml, 12,90 € UVP.

Morroccanoil Curl Control Mousse

Als Erfinder und Pionier luxuriöser Haarpflege-Produkte ist Moroccanoil zum Laufsteg-Hit unter Mode- und Beautyinsidern geworden. Das Mousse ist ein innovatives, mit der Signaturzutat Arganöl angereichertes All-in-One Styling-Produkt, das Halt gibt und elastische, seidig-glänzende Locken zaubert. Es wurde für die Bedürfnisse von gewelltem und stark gelocktem Haar entwickelt und verleiht Frisuren durch seine „Memory“-Eigenschaften langanhaltenden, sanften und natürlichen Halt. Die benötigte Feuchtigkeit dringt zudem tief in die Haarfaser und stärkt von innen. Naturrein ist diese Rezeptur nicht. Näheres über den Einsatz von Silikonen bei Moroccanoil lest Ihr im Interview. 150 ml, 21,00 € UVP

Ansatzsache

Wer bereits mit Naturlocken gesegnet ist und nach einer Methode sucht, beim Lufttrocknen Volumen ins Spiel zu bringen, für den ist der Root Clipping Trend genau richtig. Dazu „hebt“ Ihr den Ansatz einfach mit ein paar Friseur-Klammern (Clips) in einzelnen Partien am Scheitel etwas nach oben. Wenn Ihr zwei Clips je Strähne über Kreuz ansetzt, können die Klammern nicht kippen und bleiben garantiert in Abstand zum Ansatz. Unter dem Stichwort findet Ihr jede Menge Videos auf Youtube oder Tiktok. Für den nötigen Halt empfehlen wir ein Mousse oder eine Frisiercreme mit Volumen-Effekt.

Kastenbein und Bosch Haarwichse Frisiercreme

Das Beste zweier Welten vereint: Die Frisiercreme in Bioqualität sorgt einerseits für Halt wie ein mittelstarkes Haargel, andererseits bleibt das Haar flexibel und nachbearbeitbar wie bei einer Stylingcreme. Außerdem lässt sich mit ihr ein beeindruckender Volumeneffekt kreieren, der auch plattes und feines Haar zu einem echten Hingucker macht und Locken definiert. Anwendbar auf feuchtem und trockenem Haar. 50 ml, 19,90 € UVP

WILDSCHÖN Naturshampoo Konzentrate

Natürliche Haarpflege bedeutet Verzicht auf Silikone, künstliche Schaumbildner und viele andere zweifelhafte Inhaltsstoffe. Das Startup Wildschön geht noch einen Schritt weiter und präsentiert Shampoo-Konzentrate, die auch ohne Konservierungsstoffe und Emulgatoren auskommen. / Jenny

„Clean Shampoo“ steht auf jedem der Fläschchen, die wir in allen drei Sorten als PR-Samples erhalten haben. Bei näherem Hinsehen wird klar, dass die duftenden und pflegenden Pflanzenrohstoffe zudem Bio-Qualität haben und die Rezepturen vegan sind. Ein schönes Package, kombiniert mit einer ganz eigenen Idee: Wildschön Naturshampoos sind hochwertige Konzentrate, die auf Konservierungsstoffe, Emulgatoren und einen Großteil der sonst üblichen Verpackung verzichten. Denn: Für jede Anwendung wird die nötige Menge frisch angemixt.

Easy: die Anwendung

Wem jetzt ein komplizierter Prozess in den Kopf kommt, der irrt: Es werden pro Waschgang einfach 15 ml Konzentrat in die passende Applikatorflasche gegeben und mit Leitungswasser aufgefüllt. Dann heißt es: „Shake it, Baby!“ und der Pflege-Cocktail für bis zu 5 Haarwäschen wird aufgeschüttelt. Wie beim Haarefärben kommt die duftende Mixtur nun scheitelweise auf die nasse Kopfhaut, wird wie gewohnt einmassiert, bis in die Spitzen verteilt und anschließend sorgfältig ausgespült.

Das Anwendungserlebnis ist unkompliziert und irgendwie außergewöhnlich. Schließlich mischt man sein Shampoo nicht alle Tage selbst. Zudem empfinde ich die leichte Textur super angenehm und man hat trotz minimaler Produktmenge richtig viel im Anwendungsfläschchen, was langem Haar zu Gute kommt. Und die Düfte sind einfach phänomenal: Orange + Salbei, Lavendel + Fichte, Rosmarin + Bayrum (westindischer Lorbeer) – das sind die drei super erfrischenden Sorten, die auch noch einen leichten Cool-Down-Effekt für die Kopfhaut mitbringen. Jede Sorte ist grundsätzlich für jeden Haartyp geeignet und Ihr habt ganz nach Euren persönlichen Vorlieben die freie Wahl. Die Sorte Orange + Salbei eignet sich aber besonders bei schuppigem und trockenem Haar, während Lavendel + Fichte fettendes Haar gut in den Griff bekommt und Rosmarin + Bayrum speziell dünner werdendes Haar sowie eine sensible Kopfhaut mit Nährstoffen versorgt.

Als perfekte Ergänzung gibt es zu jedem Shampoo noch die passende Zusatzpflege: Das Wildschön Clean Hair Oil in den Sorten Orange + Salbei und Lavendel + Fichte kann als Haarkur oder Leave-in Pflege für die Haarspitzen angewendet werden, das Wildschön Clean Hair Tonic in der Sorte Rosmarin + Bayrum ist speziell für die Kopfhaut (Link Scalp Care)  Massage gedacht. Es soll die Durchblutung steigern und das Haarwachstum anregen.

Fazit

Ich kann das Mix-It-Konzept der jungen Marke jedem ans Herz legen, der gern mal eine neue Art der Shampoo-Anwendung probieren möchte und zugleich von den Vorteilen hinsichtlich Konservierung und Emulgatoren profitieren will. Duft, Anwendung sowie Haargefühl machen Spaß, und das Design finde ich sehr ansprechend.

Good to know

Einzig das Papier-Etikett der Applikatorflasche ist auf Dauer wahrscheinlich etwas ungünstig, weil irgendwann die Füll-Markierung verblassen wird. Da man dieses Fläschchen aber bei Bedarf für nur einen Euro mitbestellen kann, fällt das nicht wirklich ins Gewicht.

Jedes Konzentrat mit 150 ml Füllmenge liefert 1,5 (!) Liter Shampoo. Da ist der Preis von 29,95 € UVP durchaus angemessen. Die Pflegeöle und das Tonic kosten je 19,95 € für 30 ml. Hier reicht pro Anwendung für die Haarspitzen schon eine Menge von 1-2 Tropfen. Wer Wildschön ausprobieren möchte, ordert die flinken Fläschchen am besten online oder schaut bei unserem Instagram-Gewinnspiel vorbei.

Eure Jenny

SCALP CARE – Wo gesundes Haar beginnt

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Schönes, kräftiges Haar beginnt an der Wurzel. Umso seltsamer erscheint, dass für unsere Haut unzählige Produkte zur Auswahl stehen – geht es aber um die Pflege unserer Kopfhaut, ist das Angebot eher rar. Oder doch nicht?

Immerhin: Wenn es um den Launch neuer Haarpflegeprodukte ging, hat unsere Kopfhaut In den letzten Jahren mehr und mehr Aufmerksamkeit bekommen: Shampoos, Masken und sogar Seren sind mittlerweile verfügbar. Aber viele dieser Spezialprodukte kennt kaum jemand – und von der Fürsorge, die wir unserem Teint in der Regel schenken, ist Scalp Care noch meilenweit entfernt. Dabei ist genau das enorm wichtig für ein gesundes Erscheinungsbild unserer Mähne.

Pole Position Kopfhaut

Ist die Kopfhaut aus dem Gleichgewicht geraten, wirken unsere Haare dünn und kraftlos. Verlieren sie ihren Glanz, ist das ebenso ein Anzeichen für Probleme an der Wurzel wie ein fettender oder schuppender Ansatz. Die Ursachen können vielfältig sein: zu scharfe Tenside, Silikone und Mikroplastik, chemische Colorationen…

Der erste Schritt zu gesunder Kopfhaut ist die Umstellung von Pflege- (Link zu Silikone raus?), Farb- (Link zu Time to Dye) und Stylingprodukten auf natürliche Rezepturen: Dadurch kommen Haut und Haar sofort mit weniger Reizstoffen in Berührung. Milde Tenside und pflanzliche Pflegestoffe, die ein Austrocknen verhindern, machen selbst die tägliche Wäsche unproblematisch. Einige Rezepturen eignen sich sogar besonders für einen „sensitive Scalp“, weil sie auf jegliche Duftstoffe verzichten. Und darüber hinaus?

Materialkunde

Auch beim Bürsten solltet Ihr auf Natur setzen. Und zwar vor allem auf schonende Materialien: Während Metall und Kunststoff die Haare strapazieren, sind Holz und Naturhaarborsten eine gute und nachhaltigere Alternative. Profis schwören auf natürliche Wildschweinborsten, denn sie ähneln in ihrer Struktur dem menschlichen Haar. Sie reinigen gründlich, ohne den natürlichen Säureschutzmantel anzugreifen, lösen Ablagerungen auf der Kopfhaut, nehmen Fette auf und verteilen den Talg gleichmäßig bis in die Haarspitzen, um diese zu schützen. Nebeneffekt: Wer sein Haar konsequent mit Naturhaarborsten bürstet, regt die natürlichen Pflegekräfte an – und spart sich damit die ein oder andere Haarwäsche.

Down to Earth

Wie unser Teint, freut sich auch die Kopfhaut über Extra-Treatments. Masken mit Tonerden sorgen für Tiefenreinigung. Sie absobieren Verschmutzungen, stimulieren Zellerneuerung und Blutzirkulation.

DIY-Tipp: 3 Esslöffel Tonerde-Pulver mit 5 ca Esslöffel Wasser mischen und rühren bis eine homogene Masse entsteht. Für Extra-Pflege noch eine kleine Menge nährstoffreiches Öl-Serum (aus der Gesichtspflege oder spezielle Haar-Elixiere) hinzufügen. Die Mischung auf die Kopfhaut auftragen, nicht in die Haarspitzen geben. Etwa 15 Minuten einwirken lassen und bevor die Erde antrocknet mit lauwarmem Wasser ausspülen. Das Haar anschließend wie gewohnt waschen.

Leichtes Add-On

Auch (Face Care) Feuchtigkeitsspray, Tonic oder Pflanzenwasser eignen sich zur Kopfhautpflege. Besonders Rezepturen mit erfrischenden, stimulierenden oder ausgleichenden Eigenschaften sind eine gute Wahl und spenden viel Feuchtigkeit. Zutaten wie Hamamelis oder Rosmarin eignen sich prima. Einfach nach der Wäsche oder zwischendurch auf die Kopfhaut auftragen und leicht einmassieren. Sommer-Tipp:
An heißen Tagen vor allem am Scheitel aufsprühen.


Von den eingangs erwähnten Scalp Care Spezialprodukten möchten wir Euch unsere Lieblinge nicht vorenthalten:

Urtekram Sweet Ginger Flower Anti-Schuppen-Shampoo

Von wegen Anti-Schuppenpflege wäre nicht sexy: Das herrlich nach Ingwer, Ingwerblüte und Patchouli duftende Shampoo von Urtekram Nordic Beauty reinigt effektiv trockene bis schuppige Kopfhaut und hilft, Schuppenbildung entgegenzuwirken. Stärkender Gingsengwurzel-Extrakt kräftigt zudem Haar und Kopfhaut, während Bio-Aloe vera intensive Feuchtigkeit spendet. 250 ml, 7,49 € UVP

Less is More Phytonutrient Hairroot Serum

Kräftigeres, fülligeres Haar? Aber bitte natürlich! Das Serum des österreichischen Haarpflege-Spezialisten Less is More bietet eine stimulierende Kopfhautbehandlung mit einer hochwirksamen Verbindung biologischer und biotechnologischer Pflanzen-Aktivstoffe. Mit dabei: Apfelstammzellen, die nachweislich den Alterungsprozess der Haarfollikel verzögern, und Erbsensprossen-Extrakt, der das Haarwachstum reaktiviert. 30 ml, 37,00 € UVP

BRUNS PRODUCTS Nr 103a Grönlera

Die tiefenreinigende Maske ist ein absorbierendes Produkt mit antiseptischen und stimulierenden Eigenschaften. Ihr Geheimnis: grüne Tonerde. Die Rezeptur ist ideal zur Anwendung bei normaler bis fettiger Haut und Kopfhaut. Regt die Durchblutung an und stärkt Haut und Haar. 100 g, 9,50 € UVP

RESORCIN

Wie findet man Resorcin in der INCI-Liste?

Man findet Resorcin und seine Verwandten unter vielerlei Bezeichnungen in den Inhaltsstofflisten: Resorzin, Resorcin, Resorcinol, Resorcin Monoacetate, 3-Hydroxyphenylacetat, Hydroxyphenol 3, m-Dihydroxybenzene, Benzene-1,3-diol oder 1,3-Benzoldiol sind die am häufigsten verwendeten.

Was ist Resorcin eigentlich?

Resorcin ist ein farbloser, kristalliner Feststoff. Es ist leicht in Wasser löslich, ebenso in Alkohol und Glycerin. Der Stoff wirkt bakterizid, ist brennbar und wird als gefährliche Chemikalie eingestuft. Es ist gesundheitsschädlich beim Verschlucken, reizt zudem Haut und Augen. Für Wasserorganismen ist er extrem giftig

Wo wird Resorcin eingesetzt?

In der Kosmetik wird Resorcin vorwiegend zur Haarpflege eingesetzt: Es ist als Kuppler in oxidativen Haarfärbemitteln und Tönungen enthalten. Zusammen mit den Oxidationsbasen reagiert es zu unlöslichen Farbstoffen und kann Einfluss auf die Nuancierung nehmen. In Haarspülungen und Conditionern hat der Stoff eine antistatische Wirkung und sorgt für gute Kämmbarkeit. Einige Anti-Schuppen-Shampoos enthalten ebenfalls Resorcin.

In der Industrie kommt der Inhaltsstoff ebenfalls vielfältig zum Einsatz, zum Beispiel als Haftvermittler in der Reifenherstellung, als Klebstoff bei Holzkonstruktionen und zur Herstellung von Farb- und Kunststoffen.

In der Pharmazie dient es als Antiseptikum, als Desinfektionsmittel und wird in Salben zur Behandlung von Akne und Ekzemen verwendet. Darüber hinaus wird es als UV-Stabilisator eingesetzt.

Was ist so problematisch an Resorcin?

Resorcin ist in vielerlei Hinsicht umstritten: Es kann zu Allergien führen und steht außerdem unter Verdacht, für Mutationen verantwortlich zu sein – in Zellversuchen hat Resorcin Veränderungen an Chromosomen hervorgerufen. Ein Punkt, der absolut dafür spricht, während der Schwangerschaft auf chemische Haarfärbemittel zu verzichten! Die schwedische Organisation International Chemical Secretariat (Chemsec) hat Resorcin auf die SIN-List mit kritischen Substanzen in Verbraucherprodukten gesetzt. Derzeit wird geprüft, ob es auch auf die EU-Liste der besorgniserregenden Stoffe kommt.

Selbst wenn man von akuten Wirkweisen absieht, bietet dieser Stoff weiteres Risikopotential: Es kann beim Einatmen zu Übelkeit, Schwindel und geistiger Verwirrung führen. Bei Hautkontakt können Rötungen und Schmerzen auftreten. Es gilt zudem als umweltgefährlich. Da es sich leicht in Wasser löst, sind vor allem Wasserorganismen betroffen: Für sie ist Resorcin besonders giftig.

Unser Fazit

Zum Glück gibt es Alternativen! Allein die große Palette der Naturhaarfarben als Pulver oder Color Creme ist heute so breit, dass man auf modische Mixturen mit Resorcin getrost verzichten kann. Verschiedene Nuancen erzielt man bei der natürlichen Variante nämlich ganz einfach über unterschiedliche Einwirkzeiten, den Einfluss der eigenen Haarfarbe und Haarstruktur oder Geheimtipps wie schwarzen Tee zum Anrühren der Haarfarbenpulver. Und die kann man für Farbexperimente sogar noch untereinander mischen… In Haarspülungen sorgen pflanzliche Multitalente wie Klettenwurzelextrakt oder Brokkolisamenöl für Kämmbarkeit, gegen Schuppen wirken Wacholderöl, Birkenblatt- und Weidenrindenextrakt. Es geht definitiv ohne…

HAIR CARE DELUXE mit Pflanzenölen

Schon die alten Ägypter schützten ihr Haar durch Öle und fetthaltige Substanzen vor zu starkem Austrocknen. Heute wissen wir, dass die Anwendung nicht nur bei sprödem Haar hilft. Fast jedes Problem rund um den Schopf kann mit Haaröl gelöst werden – und es ist eine natürliche und Alternative für so manches Luxusprodukt.

Your Choice: Das richtige Öl für die Haarpflege

Nahezu alle fetten Öle eignen sich für den Einsatz im Haar. Olivenöl ist dabei ein Klassiker: Reichhaltig, pflegend, haltbar und vergleichsweise günstig. Kaltgepresst und goldgelb ist seine Qualität besonders gut. Einziger Nachteil beim Einsatz im Haar: Es eignet sich kaum als Leave-In-Produkt und muss gründlich ausgespült werden – sonst wirkt das Haar schnell strähnig. Einsteiger sind deshalb unter Umständen besser mit leichteren Ölvarianten wie Kokos- oder Jojobaöl beraten. Speziell feines Haar wird damit weniger beschwert und behält trotz der Extra-Pflege sein lockeres Volumen. Bei trockenen Haarspitzen ist Arganöl eine tolle Alternative. Aufgrund seiner  aufwändigen Herstellung ist es allerdings nicht ganz so preiswert –  und es sind leider viele Mogelpackungen auf dem Markt. Hier empfiehlt sich der Kauf von als Speiseöl gekennzeichneten Varianten mit Bio-Zertifikat oder von kosmetischem Arganöl mit anerkannten Naturkosmetiksiegeln.

Egal für welches Öl Ihr Euch entscheidet: In der Anwendung zeigen sie alle ganz ähnliche Talente. Und die sind vielfältig:

Intensive Pflege: Anwendung vor und während der Haarwäsche

Trockenes, glanzloses Haar freut sich über eine Intensivkur über Nacht. Dazu einfach etwas (Oliven-)Öl in den Haarlängen verteilen und in ein warmes Handtuch einschlagen. Am nächsten Morgen nur noch waschen (unter Umständen zwei Mal shampoonieren) und gründlich ausspülen. Der Pflegeeffekt ist bemerkenswert.

Auch eine Schnellkur ist möglich: Das Haar zunächst mit lauwarmem Wasser anfeuchten, Öl in die Haarlängen einmassieren, für etwa 30 Minuten im Handtuchturban einwirken lassen und anschließend gut ausspülen. Bei trockener Kopfhaut kann Haaröl auch am Oberkopf angewendet werden. Hierfür 2-3 Tropfen Teebaumöl zum fetten Basisöl eurer Wahl hinzu geben – das belebt die Kopfhaut zusätzlich.

Wer Wäsche und Pflege verbinden möchte, träufelt etwas (Kokos-)Öl ins Shampoo und verteilt es wie gewohnt im gesamten Haar.

Perfekter Schutz: Anwendung vor dem Styling

Haaröl eignet sich in vielen Fällen auch hervorragend als Leave-In-Produkt, sollte dann aber sparsam eingesetzt werden – ansonsten droht ein strähniger Look. Besonders störrisches, krauses Haar, das sich schwer bändigen und kämmen lässt, kann nach dem Waschen eine kleine Portion Öl vertragen. In den Längen legt es sich wie ein Gleitfilm um das Haar und erleichtert das Styling.

Auch trockene Spitzen freuen sich über ein paar Tropfen Öl: Sie werden wieder sanft und geschmeidig – bei regelmäßiger Anwendung kann auf diese Weise Spliss verringert werden. Das Öl schützt das Haar außerdem vor zusätzlichem Austrocknen durch Föhnhitze.

Glänzendes Finish: Anwendung als letzter Schliff

Nach dem Föhnen oder in der feuchten Badezimmerluft zeigt Euer Haar Frizz-Erscheinungen? Einfach eine minimale Menge Öl gut zwischen den Handflächen verreiben und sanft über das Haar streichen. Haaröl definiert die Struktur perfekt, bändigt fliegende Haare und schenkt zusätzlichen Glanz. Ein echter Alleskönner!

Bei unserem Hair Hacks & Heroes findet Ihr weitere Tipps rund um natürliche Haarpflege und wir verraten Euch unser Lieblings-Haaröl…

HAIR HACKS & HEROES

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Ein schöner Schopf muss keine haarige Angelegenheit sein. Für viele kleine und größere Probleme in Sachen Haare gibt es einfache Hacks und tolle Produkte, die echte Heroes im Alltag sein können. Dabei sind unsere Tricks alles, nur nicht kompliziert…

Hochglanz über Nacht

Na gut: Ganz so schnell geht es wahrscheinlich nicht. Dennoch klappt dieser einfache Trick bei Anwendung im Dornröschen-Modus. Ihr müsst nichts weiter tun, als zu schlafen – und zwar auf einem Seidenkissen. Der weiche Bezug aus Naturfaser bettet Eure Mähne so sanft, dass Bewegung durch wilde Träume definitiv nicht mit Haarbruch endet. Das Material ist zudem angenehm kühl – ein wahrer Sommer-Liebling.

Kur von Innen

Genau so nachhaltig ist eine gesunde Ernährung und die Anwendung von hochwertiger Nahrungsergänzung: Die regelmäßige Zufuhr von pflanzlichen Extrakten und naturreinen Ölen kann sich positiv auf die Gesundheit und das Wachstum Eurer Haarpracht auswirken. Eine Haarkur beschränkt sich demnach nicht nur auf cremige Packungen nach der Wäsche…

Farbkorrektur

Haaransatz sichtbar? Dann heißt es entweder nachfärben, oder kurzfristig mit Lidschatten, Augenbrauenpuder oder natürlichem Hair Concealer in der passenden Nuance nachhelfen. Alle drei werden einfach mit einem Pinsel aufgetragen und kaschieren auch lichte Stellen dezent.

Refreshment

Wenn fürs Haarewaschen keine Zeit bleibt, sind Trockenshampoo oder Seidenpuder eine tolle Alternative, um den Schopf fix aufzufrischen, Talg zu binden und Volumen in den Haaransatz zu zaubern. Braucht das Haar nur eine duftende Erfrischung, sind ein paar Spritzer Eures Lieblingsparfums oder eines speziellen Haarparfums perfekt. Die Kopfhaut hingegen freut sich zwischendurch auch über einen Hauch Toner als Moisturizer: Einfach auf den Ansatz sprühen.

Kaltes, klares Wasser

Wenn Ihr Eurem Haar nach dem lauwarmen Waschen ein kaltes Finish gönnt, schließt Ihr die Schuppenschicht und sorgt für Extraglanz. Doch das ist noch nicht alles, was H2O kann: Wenn Ihr Eure Mähne im Freibad vor jedem Sprung ins Chlorwasser kurz abduscht, ist sie so gesättigt, dass sie sich nicht mehr mit dem chemisch behandelten Nass vollsaugen kann. Das schont die Haarstruktur!

Ölvielfalt

Eine Haaröl-Mixtur oder auch klassisches Olivenöl sind tolle Zutaten, um dem Haar vor der Wäsche eine Kurpackung zu gönnen. Danach, im feuchten Zustand angewendet, pflegen sie die Haarspitzen. Und falls Ihr kein Öl parat habt, greift einfach zur Handcreme: Verreibt einen Klecks in den Händen und streicht sanft über die Haarenden. Das hilft (in geringer Dosierung) übrigens auch bei fliegendem Haar.

Skip one step

Trockenes, widerspenstiges Haar? Lasst einfach mal das Shampoo weg und verwendet nur eine Spülung. Diese Methode des Haarewaschens nennt sich Co-Washing (Conditioner Washing). Besonders dickes, langes Haar und Locken lieben dieses Treatment, das im Wechsel mit der normalen Wäsche angewendet wird.

TIME TO DYE – Farbtrends natürlich umsetzen

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Haarefärben ist immer ein wenig mit schlechtem Gewissen verbunden: Die meisten Colorationen enthalten zweifelhafte Inhaltsstoffe. Und Farbtrends mit Naturhaarfarben umsetzen? Fast unmöglich. Mit Cappuccino-Bronde wird alles anders.

Im Trend: Cappuccino-Bronde

Leni Klum und Hailey Bieber machen es vor: Goodbye blond, Welcome brown!  Helle Nuancen, die mit natürlichen Colorationen nicht umsetzbar waren, haben die Trend-Loge mit sanften Brauntönen getauscht, die an die beliebte Kaffee-Spezialität erinnern: Cappuccino.

Samtiges Dunkelblond bis helles Brünett sind in diesem Sommer total angesagt, wahlweise kombiniert mit zarten Highlights, die zumindest Blondschöpfe bei der Umsetzung mit Naturhaarfarbe ergänzen können. Für sie ist es die optimale Wahl, um sich langsam an dunklere Nuancen heranzutasten.

Unaufgeregt und elegant wirkt die kühle Farbe, die sich sowohl mit einem Dunkelblond, als auch mit einem Hellbraun umsetzen lässt. Beide Nuancen gibt es auch neu im Sortiment vom Ayluna Naturkosmetik. Die zu treffen, glich einer kleinen Herausforderung, wie Farb-Experte Heinz Jürgen Weiland verrät: „Alle Pflanzenfarben benötigen, um einigermaßen gut am Haar zu haften, immer etwas Henna mit in der Mischung. Und da ist es dann schwierig, die richtige Dosierung zu finden, dass das Rot nicht bei der Färbung durchschlägt, die Farbe aber dennoch gut und lange am Haar haftet. Und auch mit dem leichten Braunton ist das nicht einfach, da das oft in einen zu dunklen Ton umschlägt. Wir mussten hier, nach vielen nicht zufriedenstellenden Versuchen, zwei neue Rohstoffe mit dazu nehmen: Hibiskusblüten und Sennesblätter. Dann hat es endlich, nach fast drei Jahren experimentieren, geklappt.“

Die neuen Ayluna Pflanzenhaarfarbe in den Nuancen Dunkelblond und Hellbraun könnt Ihr anlässlich unserer Edition 2 gewinnen. Folgt unserem Instagram Account!

Cappuccino Bronde hat den Vorteil, dass die Trendfarbe wirklich jedem steht – egal, ob Porzellanteint oder gebräunte Sommerhaut. Denn sie besitzt sowohl warme, als auch kühle Untertöne und harmoniert so sogar mit unterschiedlichsten Augenfarben.

So geht’s: Her mit natürlicher Coloration

Well prepared

Vor der Farbe ist Tiefenreinigung angesagt: Das Haar sollte frei von Silikonen und Rückständen aus Pflege- und Stylingprodukten sein. Ideal eignet sich dafür Ghassoul Pulver (Lavaerde). Danach solltet Ihr eine Probesträhne färben. Beim Anrühren des Pflanzenpulvers gilt: Je wärmer das Wasser, desto intensiver wird der wärmere (Rot-) Ton gefördert. Für Cappuccino-Nuancen wählt Ihr also ein kühleres Nass, in dem Ihr mit einem Schneebesen eine gleichmäßige Paste anrührt. Übrigens: Pflanzenhaarfarbenpulver sind untereinander beliebig mischbar. So könnt Ihr Euren ganz persönlichen Lieblingsfarbton komponieren.

Die Färbung

Die Farbpaste solltet Ihr dann zügig Strähne für Strähne bis in die Haarspitzen aufpinseln. Anschließend die Haare in Folie und einen Handtuchturban wickeln: Die Farbe muss warm und feuchtgehalten werden und darf nicht antrocknen. Die Einwirkzeiten sind individuell je nach Farbwunsch, Ausgangsfarbe und Haarstruktur. Grundsätzlich gilt: sehr helles und/oder strapaziertes Haar benötigt eine kürzere Einwirkzeit, gesunde Haarstruktur braucht eine längere Einwirkzeit. Wie bei jeder Coloration ist natürlich auch mit Pflanzenhaarfarbe eine Ansatzfärbung möglich. Nur bei der ersten Anwendung einer Nuance wird das gesamte Haar gefärbt.

Shades of Grey

Und graues Haar? Mit Pflanzenhaarfarben lässt sich eine besonders natürlich wirkende Grauabdeckung erreichen. Bei einem Grauanteil über 40% ist für eine dunklere Färbung allerdings eine sogenannte Vorpigmentierung ratsam: Dazu wählt Ihr zunächst ein Maronen- oder Kupferrot (Einwirkzeit ca. 30 Minuten) und wendet direkt im Anschluss den gewünschten Braunton an.

Kleine Geduldsprobe

Die Pflanzenhaarfarbe wird nach jeder Form der Anwendung nur mit Wasser ausgespült und nicht mit Shampoo gewaschen. Ansonsten lauft Ihr Gefahr, Teile der Farbe wieder auszuwaschen. Die erste Haarwäsche, sowie Spülung, Kur oder auch Styling sollte erst nach 24-48 Stunden vorgenommen werden! Denn die Farbe entwickelt sich in dieser Zeit noch, die Verbindung zwischen Haar und Pflanzenfarbe wird gefestigt und die Haltbarkeit am Haar aufgebaut.

Von Chemie zu Natur?

Der Umstieg auf Pflanzenhaarfarben ist nicht ganz leicht: Chemische Farben wirken nicht nur an der Oberfläche. Sie dringen ins Haar ein und hinterlassen dort kleine Löcher. Diese Schäden verhindern, dass sich natürliche Colorationen deckend am Haar anlagern können. Größere Pflanzenpigmente stehen dann ab, was zu strohigem Haar führt. Daher muss chemisch gefärbtes Haar vor der ersten Pflanzencoloration längere Zeit mit Ghassoul Pulver gewaschen werden. Nach ca. 4 Wochen sollten 1-2 Kur-Anwendungen folgen und erst dann kann das Haar mit dem gewünschten naturbasierten Farbton überfärbt werden.

Ob sich der Aufwand lohnt? Definitiv!

So wirken die Natur-Nuancen

Pflanzenhaarfarben lagern sich von außen am Haar an, pflegen und stärken es bei der Coloration. Und sie sind individuell: Euer Naturton schimmert wie bei einer Lasur noch leicht durch. Dadurch wirkt die neue Farbe super natürlich. Der leuchtende Schutzfilm reflektiert zudem das Licht, sodass Euer Haar herrlich glänzt. Er macht Eure Mähne übrigens auch ein wenig dicker und sorgt so für verführerisches Volumen.

Kritische Zutaten wie Ammoniak bleiben zu 100 Prozent draußen. Deshalb sind Pflanzenhaarfarben sogar für Jugendliche unter 16 Jahren geeignet und können auch während der Schwangerschaft angewendet werden.

Wie gefärbtes Haar lange schön bleibt und Ihr Ansätze kaschieren könnt? Dazu findet Ihr Tipps in unseren Hair Hacks & Heroes.

AMMONIAK

Wie findet man Ammoniak in der INCI-Liste?

Ob Ammoniak in einem Produkt steckt oder nicht, erkennt man auch als Laie auf den ersten Blick. Es gibt nämlich nur einen einzigen Begriff dafür, der obendrein mit dem Stoffnamen fast identisch ist: Ammonia.

Was ist Ammoniak eigentlich?

Ammoniak ist eine flüchtige Verbindung aus Stickstoff und Wasserstoff, die stark basisch ist und kosmetisch zum Färben der Haare verwendet wird. Ähnlich, wie unsere Haut durch zu langes Baden schrumpelig wird, lässt Ammoniak den Haarschaft aufquellen – bloß dass dieser Vorgang deutlich aggressiver abläuft. Die tannenzapfenartig angeordneten Hornschüppchen werden aufgebrochen, so dass andere Zutaten wie aufhellendes Wasserstoffperoxid und neue Farbvorstufen durch die Löcher ins Haarinnere schlüpfen können. In winzigen Dosen kommt Ammoniak aber auch in der Natur und sogar in unserem Körper vor, und zwar als Abfallprodukt, das z. B. bei der Verdauung von Eiweiß entsteht und über die Nieren ausgeschieden wird.

Wo wird Ammoniak noch eingesetzt?

Obwohl es den meisten von uns nicht bewusst ist, gehört Ammoniak zu den meistproduzierten Chemikalien der Welt. Der Einsatz in Haarfärbungen nimmt allerdings nur einen kleinen Bruchteil davon ein. Wesentlich öfter dient Ammoniak als Ausgangstoff für andere Substanzen wie z.B. zur Herstellung von Düngemitteln. Außerdem kann man es als fckw-freies Kühlmittel einsetzen, etwa in Tiefkühltruhen großer Supermärkte oder Eislaufhallen.

Warum ist Ammoniak problematisch?

Wer seine Haare regelmäßig chemisch färbt, kennt die negativen Folgen zur Genüge: Das Haar wird ständig trockener und geht kaputt. Das liegt vor allem daran, dass sich das chemische Aufbrechen durch Ammoniak nicht wieder rückgängig machen lässt. Pflanzenöle oder Silikon, das in konventioneller Haarpflege verwendet wird, ummanteln das Haar zwar, so dass sich die Schuppenschicht wieder anschmiegt, aber reparieren können sie den Schaden nicht.

Aus gesundheitlicher Sicht ist Ammoniak trotz des gefährlich erscheinenden Geruchs deutlich unbedenklicher als andere Inhaltsstoffe chemischer Colorationen. Bestimmte Farbstoffe, vor allem aromatischen Amine, können z.B. bei langjährigem Gebrauch zu Blasenkrebs führen. Das ist bei Ammoniak nicht der Fall. In hoher Konzentration ist es zwar giftig, aber beim Färben können die eingeatmeten Dämpfe lediglich zu Hustenreiz führen. Allerdings darf das Mittel nicht in die Augen gelangen, da es ätzend wirkt.

Probleme gibt’s jedoch für die Umwelt: In Äckern, die mit Düngern aus Ammoniak behandelt werden, bilden sich Nitrate, die unsere Nahrung belasten. Gelangt das Düngemittel in nahegelegene Teiche, verschiebt sich dort der pH-Wert und es kann zu einem plötzlichen Fischsterben kommen.

Unser Fazit

Auch wenn Ammoniak selbst weniger gesundheitsschädigend ist, als man denkt, ist es ein Hilfsstoff, der anderen, weitaus schlimmeren Stoffen wie z.B. den aromatischen Aminen, erst Tür und Tor öffnet. Der Umwelt und unseren Haaren zuliebe sollten wir auf diese Chemikalie verzichten, zumal es in der Naturkosmetik sanfte Alternativen wie z.B. Pflanzenhaarfarben gibt.

Hier findet Ihr alle Beiträge unserer Serie „Du kommst hier nicht rein“.

CHEMISCHE UV-FILTER

Wie findet man chemische UV-Filter in der INCI-Liste?

Diese Substanzen in der Zutatenliste seiner Kosmetik zu entdecken, erfordert genaues Hinsehen: Ihre Namen sind teilweise lang und kompliziert. Die wichtigsten Bezeichnungen lauten Ethylhexyl Methoxycinnamate, Benzophenone-3, 2-Hydroxy-4-methoxybenzophenone und Benzophenone-4. Die Silbe „benzo“ ist immer ein Alarmsignal!

Was sind chemische UV-Filter eigentlich?

Bei Benzophenon, das manchmal auch Oxybenzon genannt wird, handelt es sich um winzige, farblose Kristalle, die durch mehrere chemische Bearbeitungsschritte aus Benzol hergestellt werden können – ein Kohlenwasserstoff, den wir auch von Autoabgasen kennen. Ethylhexyl Methoxicinnamate hingegen ist eine flüssige, synthetisch produzierte Substanz aus Zimtsäure.

Was bewirken chemische UV-Filter und wo werden sie eingesetzt?

Ethylhexyl Methoxycinnamate und Benzophenone absorbieren UV-Strahlen, indem sie mit der Haut reagieren und das Licht in Wärme und Infrarotstrahlen umwandeln. Allerdings braucht dieser Prozess eine Anlaufzeit von rund 30 Minuten, weshalb man konventionelle Schutzcremes schon eine halbe Stunde vor einem Sonnenbad auftragen soll. Doch nicht nur in ausgewiesenen Sonnencremes, -sprays und -lotionen werden sie eingesetzt. Auch in Tagescremes und Lippenstiften sind die umstrittenen Stoffe zu finden, um die Bildung lichtbedingter Fältchen hinauszuzögern. In Parfüms, Flüssigseifen, Duschgels und Shampoos, die in durchsichtigen Glas- oder Kunststoffverpackungen angeboten werden, sorgen chemische UV-Filter hingegen dafür, dass Farb- und Duftstoffe trotz Lichtkontakt stabil bleiben. Benzophenon wird darüber hinaus als Hilfsmittel bei der UV-Härtung von Industrielacken und Beschichtungen verwendet oder schützt Druckfarben vor dem Verblassen.

Warum sind chemische UV-Filter problematisch?

Ethylhexyl Methoxycinnamate und Benzophenon verhindern zwar erfolgreich Sonnenbrand, aber die Reaktion, die auf der Haut abläuft, hat leider Nebenwirkungen. Dabei können nämlich neue Molekülverbindungen entstehen, die Allergien hervorrufen und die hauteigenen Enzyme angreifen. Tatsache ist, dass chemische UV-Filter nicht an der Hautoberfläche bleiben, sondern in den Körper eindringen und dort Unheil anrichten können. Neu ist das nicht, zumal eine Studie des Bundes für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) 2013 eindringlich darauf hingewiesen hat. Bereits im Jahr 2001 hat das Institut für Pharmakologie und Toxikologie der Universität Zürich eine Untersuchung vorgelegt, aus der hervorging, dass synthetische Lichtschutzfilter ähnlich wie das weibliche Hormon Östrogen wirken können. Das kann zu Fruchtbarkeitsstörungen, Fettleibigkeit und schlimmstenfalls Brustkrebs führen. Öko-Test hat sogar schon 1998 erstmals Lichtschutzfilter in Muttermilch nachgewiesen.

Trotzdem halten konventionelle Beauty-Hersteller die Kritik auch heute noch für unberechtigt und berufen sich auf die Kosmetikverordnung, die sowohl Benzophenon als auch Ethylhexyl Methoxycinnamate erlaubt – zumindest, wenn bestimmte Grenzwerte eingehalten werden. Dass zudem die Umwelt leidet, beweist eine Studie der Universität Ancona: Schon 10 Mikroliter Sonnenmilch auf einen Liter Meerwasser führen dazu, dass Korallen innerhalb weniger Tage ihre leuchtend rote Farbe verlieren. Deutsche Gewässer und zahlreiche Fische sind heutzutage ebenfalls durch chemische UV-Filter belastet, sodass Benzophenon und Ethylhexyl Methoxycinnamate längst in unsere Nahrungskette gelangt sind.

Unser Fazit

Sonnencremes wurden früher vorwiegend im Sommerurlaub oder an Wochenenden im Freien angewendet, sodass wir letztlich nur selten mit den beiden Filtersubstanzen in Berührung kamen. Heute aber stecken sie in etwa 90 Prozent (!) aller herkömmlichen Tagescremes. Hinzu kommt, dass die meisten Menschen zusätzlich weitere Kosmetik wie Parfüms, Lippenstifte oder Duschgels benutzen, in denen die Substanzen ebenfalls oft enthalten sind – ganz zu schweigen von anderen chemischen Beautyzutaten, etwa Parabenen, die einen ähnlich hormonartigen Effekt haben. Essen wir dann obendrein durch UV-Filter belasteten Fisch, ist das Maß buchstäblich schnell voll.

Dabei sind Benzophenon und Ethylhexyl Methoxycinnamate nicht nur schädlich, sondern auch unnötig. Wer sich vor intensivem Sonnenlicht schützen möchte, kann dies gezielt auch mit Naturkosmetik tun, die mineralische Pigmente wie Titandioxid und Zinkoxid enthält. Diese Stoffe bleiben an der Hautoberfläche, reflektieren das Licht und sind obendrein sofort wirksam. Den üblichen „Weißel-Effekt“, wie er vor einigen Jahren kaum unumgänglich war, weist kaum eine moderne Bio-Sonnenpflege mehr auf.