Gesichtsreinigung: Auf den Hauttyp kommt es an!

Sie juckt, spannt und schuppt, zeigt Pickelchen oder rote Flecken: Wenn die Haut uns mit Problemen bestraft, ist das nicht immer Schicksal. Manchmal haben wir einfach nur gesündigt, und zwar bei der Reinigung. Doch wer sich an ein paar Gebote hält, wird selig – vor Glück über seine schöne Haut. Die besten Gesichtsreiniger für jeden Typ!
Titelbild kommt es an! Bild: pixabay

Findet Ihr es auch so beeindruckend, was bei der abendlichen Gesichtsreinigung im Watte-Pad hängen bleibt? Daran können wir gut sehen, womit unsere Haut im Laufe eines Tages so konfrontiert wird. Staub, Talg, Schweiß, Autoabgase, Cremerückstände, Make-up – das alles hinterlässt einen Film, unter dem im wahrsten Sinne des Wortes nichts mehr geht. Die Folge: Unsere Poren verstopfen, der Teint wirkt grau, neigt zu Falten und Unreinheiten. Das A und O gesunder Haut heißt deshalb: Konsequente Reinigung, damit unsere Haut atmen kann! Und zwar jeden Abend –  auch wenn es mal wieder spät geworden ist und Ihr am liebsten gleich ins kuschlig-warme Bett verschwinden möchtet. Und jeden Morgen – denn unsere Haut regeneriert sich über Nacht und produziert dabei Ausscheidungen, die vor dem Auftragen der Tagescreme entfernt werden sollten. Sonst kann selbst die hochwertigste Pflege keine Wirkung mehr entfalten. Fest steht aber auch: Wasser allein genügt nicht. Außerdem kann man sich mit einem Gesichtsreiniger, der nicht zum Hauttyp passt, eine Menge Probleme einbrocken. Falls Ihr nicht genau wisst, welcher Hauttyp Ihr seid, könnt Ihr es mit unserem Selbsttest ganz einfach herausfinden. Vom Ergebnis hängt die jeweilige Gesichtspflege ab:

Trockener, reifer und sensibler Teint: Eine milde Gabe, bitte

Normalerweise soll bei der Gesichtsreinigung überschüssiges Fett entfernt werden, doch das ist bei empfindlicher, trockener Haut und in reiferen Jahren meist Mangelware. Ein gewisses Maß an Talg ist aber wichtig für den Zusammenhalt der Hautschüppchen, denn nur so können sie einen Schutzwall gegen reizende Umwelteinflüsse wie Wind bilden und Feuchtigkeitsverlust verhindern. Deshalb solltet Ihr bei Neigung zu trockenem Teint am besten eine Reinigungsmilch oder -creme benutzen, die reich an pflanzlichen Ölen ist. Naturkosmetikprodukte mit Sheabutter, Sesam-, Oliven- oder Tigernussöl binden nicht nur Staub und Make-up-Partikel, sondern dichten obendrein poröse Stellen in der Hornschicht ab. Außerdem hinterlassen sie einen leichten Schutzfilm auf der Haut. Dadurch perlt Wasser, falls Ihr damit nachspülen möchtet, einfach ab, ohne die Hornschicht auszulaugen. Konventionelle Reinigungsmilch arbeitet zwar mit einem ähnlichen Trick, setzt statt Pflanzenölen aber Paraffin und Silikon ein. Diese Fette schützen zwar ebenfalls vor Wasser – bilden aber Rückstände auf der Haut, die wie eine Plastikfolie die Aufnahme von Wirkstoffen aus der anschließend aufgetragenen Creme vermindern. Gute Bio-Gesichtsreiniger enthalten darüber hinaus auch Zutaten, die den Stress, den jede Hautreinigung mit sich bringt, im selben Aufwasch wieder ausgleichen. Süßholz-Extrakt bildet z. B. einen Schonbezug auf der Haut, Borretschsamenöl beruhigt Irritationen, Aloe vera spendet Feuchtigkeit. Ideale Goodies für reife Haut sind Wildrosenöl und ozeanisches Kollagen, weil sie erste Fältchen glätten. Bernsteinpulver bringt den träge gewordenen Zellstoffwechsel in Schwung.

So kriegt Ihr Euer Fett weg: Saubermacher für ölige, unreine Haut

Fleiß ist ja prinzipiell was Schönes. Aber nicht unbedingt, wenn es um die Talgdrüsen im Gesicht geht. Was trockener, reifer und sensibler Haut fehlt, hat die ölige, unreine im Überfluss: Fett – und das ist leider kaum wasserlöslich. Davon kann jeder, der schon mal einen Spritzer Salatöl aus seinem T-Shirt entfernen wollte, ein Lied singen. Wer zu speckigem Glanz und Unreinheiten neigt, braucht daher ein Gesichtsreinigungsprodukt, das überschüssigen Talg löst. Bei konventionellen Waschgelen erledigen diesen Job meist stark schäumende Tenside wie Polyethylenglykole (PEGs) und Sodium Laureth Sulfate, die jede Menge Fettlösekraft haben. Doch genau dieser Schuss geht oft nach hinten los, denn die Talgdrüsen wehren sich mit einem Extra-Schub Fett gegen die vermeintliche Dürre. Besser sind Reinigungsschäume aus dem Naturkosmetik-Regal, denn darin kommen nur sanfte Zucker- und Kokostenside oder waschaktive Aminosäuren aus Hafer zum Einsatz. Auch milde Pflanzenölseifen sind bei diesem Hauttyp erlaubt, besonders wenn sie Zusätze wie rosa Lehm enthalten, der löschblattartig Fett aufsaugt. Damit die Talgdrüsen trotzdem nicht Alarm schlagen, liefert Glyzerin Feuchtigkeit. Kamille, Schilfrohr-Extrakt, Hamamelis und Calendula beruhigen den Teint und lassen Pusteln schneller abheilen.

Make-up? Wisch und weg!

Eigentlich logisch: Lippenstift darf nicht verlaufen, Wimperntusche keine Schatten unterm Auge oder Krümelchen auf den Wangen hinterlassen. Damit Bio-Make-up hübsch an Ort und Stelle bleibt, werden fixierende Hilfsstoffe wie Akaziengummi, Bienen- und Carnaubawachs integriert. Das stellt natürlich erhöhte Ansprüche an ein Reinigungsprodukt! Ideal für diesen Spezial-Einsatz sind Make-up-Entferner. Sie haben meist eine Öl-Grundlage, die aus nicht spreitenden Fetten besteht – also Pflegestoffen, die auch in Augencremes eingesetzt werden, weil sie weder wandern noch die Bindehaut reizen können. Wenn Ihr Euch gern schminkt, macht ein Extra-Produkt zum Abschminken also durchaus Sinn.

Euer Typ ist gefragt!
Die besten Bio-Gesichtsreiniger

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Ein Gedanke zu „Gesichtsreinigung: Auf den Hauttyp kommt es an!“

  1. Ich finde eine Gesichtsreinigung ist sehr wichtig. Besonders wenn man nicht besonders reine Haut von Natur hat. Auch das Makeup trägt nicht gerade dazu bei, dass wir Mädels eine klare Haut haben.
    Ich persönlich benutze häufig ein Gesichtspeeling und täglich eine Gesichtsbürste zur Reinigung meiner Gesichtshaut.

    Liebe Grüße
    Anna

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