Gesunde Haut

Unsere Haut ist das größte Organ unseres Körpers. Sie ist unser Schutzschild vor schädlichen Umwelteinflüssen wie UV-Strahlen, Trockenheit und Kälte und wehrt sogar Krankheitserreger ab. Um all das leisten zu können und dabei auch noch strahlend frisch auszusehen, müssen wir für ihre Gesunderhaltung sorgen.
Titelbild : Gesunde Haut Bild: pixabay

Aber was genau ist eigentlich „gesunde Haut“? Ist unsere Hülle eben, glatt und rosig, entspricht dies nicht nur einem Schönheitsideal, sondern es indiziert auch einen gesunden Organismus. Denn Unreinheiten, Akne und andere Hautprobleme sind immer auch ein Spiegel der inneren Gesundheit. Dementsprechend zeigen sich Unausgeglichenheit, oxidativer Stress oder Krankheiten, wie beispielsweise entzündliche Prozesse, häufig in einem unreinen oder unebenen Hautbild. Aber auch unser Pflegeverhalten und nicht zuletzt unsere Ernährung beeinflussen die Gesundheit unserer Haut maßgeblich.

Unser Schutzwall: Die Hautbarriere

Auch wenn sie noch so viel zu leisten vermag, benötigt unsere Hülle besonderen Schutz. Diesen bietet in erster Linie die sogenannte Hautbarriere, die aus Säureschutzmantel und Hornschicht besteht: Sie ähnelt vom Aufbau her einer Mauer, bei der die geschichteten Hornzellen durch Lipide zusammengehalten werden. Die Dichte dieses Verbundes bildet die Voraussetzung für eine gesunde und widerstandsfähige Haut. Darüber liegt ein dünner Wasser-Fett-Film, der sich aus Talg, Schweiß und Bestandteilen der Hornzellen zusammensetzt und vor allem durch unseren Schweiß leicht sauer ist. Dieses saure Milieu schafft ideale Bedingungen für die Bakterien einer gesunden Hautflora, wohingegen schädliche, fremde Keime keine Chance haben, sich darauf zu vermehren. Eine intakte Hautbarriere ist somit die grundlegende Basis für eine gesunde Haut.

Reinigung und Pflege: Weniger ist mehr

Leider können übertriebene Hygiene und Pflege dafür sorgen, dass die natürliche Hautbarriere gestört wird: Zu häufiges und intensives Reinigen sowie die Verwendung aggressiver Tenside waschen die Hydro-Lipid-Schicht regelrecht aus. Ist das Milieu erst einmal gestört, haben Bakterien und Pilze leichtes Spiel die Hornschicht zu durchdringen. Die Folge: Rötungen, Risse, Juckreiz und Hautirritationen.

Auch einfach darauf los zu cremen, ist eher eine schlechte Idee. Denn um den natürlichen Schutzmechanismus erhalten zu können, braucht jede Haut eine spezifische Pflege. Insgesamt gilt jedoch für alle Typen: Weniger ist mehr! Falls Ihr nicht genau wisst, welcher Hauttyp Ihr seid, könnt Ihr es mit unserem Selbsttest ganz einfach herausfinden.

Bei Normaler Haut reicht nach der Reinigung das Auftragen einer Feuchtigkeitslotion aus.

Trockene Haut produziert zu wenig Fett und ist auch nicht in der Lage, Feuchtigkeit lange zu binden. Eine fetthaltige Feuchtigkeitscreme am Morgen und am Abend ist daher ein Muss und beugt der Austrocknung vor.

Fettige Haut hingegen produ­ziert zu viel Talg. Sie neigt zu Hautunreinheiten. Ein antibakterielles Gesichtswasser beruhigt Entzündungen. Nach dem Waschen ist ein fettfreies Gel oder eine leichte Feuchtigkeitspflege die optimale Lösung.

Mischhaut braucht spezielle Cremes, die ausgleichend wirken. Je nach Bedarf kann die T­-Zone beim Eincremen aber auch ausgelassen werden und die trockenen Partien mit einer fetthaltigen Feuchtigkeitspflege versorgt werden.

Sensible Haut reagiert auf Umwelteinflüsse schnell mit Rötungen und Spannungsgefühlen. Leichte Tages- und Nachtcremes speziell für sensible Haut sind daher empfehlenswert – denn sie verzichten auf reizende Inhaltsstoffe und setzen stattdessen auf milde, hautberuhigende Zutaten.

Pflegeprodukte für Reife Haut enthalten gleichermaßen Feuchthaltefaktoren sowie Fettkomponenten. Für Anti-Aging-Effekte gelten zusätzlich natürliche Antioxidantien als empfehlenswerte Inhaltsstoffe.

Gesunde Haut – eine Einstellungssache?

Bei so vielen Varianten sollten wir eines nicht vergessen: Die Pflege der Haut beginnt mit unserer Lebensführung. Denn für eine natürlich gesunde Haut kann man weitaus mehr tun, als nur richtig zu Cremen. Zum Beispiel auf eine ausgewogene Er­nährung achten, viel Wasser trinken, genug Schlafen, nicht Rauchen, wenig Alkohol trinken und sich konsequent vor der Sonne schützen.

Zum Weiterlesen empfehlen wir:

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.