Wunderbaum

In tropischen und subtropischen Regionen ist er ein traditionelles Nahrungs- und Heilmittel. Jetzt erobert er auch den europäischen Raum. Die Rede ist vom „Wunderbaum“ Moringa. Die genügsame Pflanze ist so vielfältig, dass man getrost von einem Tausendsassa sprechen kann. Insbesondere für die Naturkosmetik bietet der Moringa-Baum allerlei hochwirksame Rohstoffe.

Ob als Tee, Öl oder Creme angewendet: Unsere Haut profitiert von der beachtlichen Fülle an Antioxidantien, Aminosäuren, Proteinen, Vitaminen und Mineralstoffen. Produkte aus dem Moringa-Baum können Überlieferungen und Untersuchungen zufolge wahre Wunder vollbringen. In Form von Nahrungs- oder Nahrungsergänzungsmitteln sollen sie die Anzahl wichtiger Nährstoffe erhöhen, die der Körper optimal umsetzen kann. Und auch in die Kosmetik halten immer mehr Bestandteile des nährstoff- und vitaminreichen Wunderbaums wirkungsvoll Einzug.

Das in der Kosmetik eingesetzte Öl wird aus den Samen der Moringa-Früchte hergestellt. Von der Zusammensetzung hat es viel Ähnlichkeit mit Olivenöl. Denn beide verfügen über einen sehr hohen Anteil an Omega 9 Fettsäuren. Bemerkenswert ist auch der Anti-Aging-Effekt durch das enthaltene Phytohormon Zeatin. Dieser Botenstoff verbessert die Zellregeneration, reduziert die Faltentiefe, macht das Hautbild feinporiger und soll sogar Pigmentflecken verschwinden lassen. In seinem Ursprungsland am Fuße des Himalaya werden die Samen übrigens roh, gekocht oder geröstet verzehrt.

Die Blätter werden roh und gekocht gegessen oder in Pulverform als Tee genossen. Er ähnelt geschmacklich dem Brennnesseltee und enthält jede Menge Mineralien und Antioxidantien. Äußerlich in Form von Umschlägen angewendet, hilft er auch bei Hautproblemen. Die dünnen, langen Früchte des Moringabaums ähneln Trommelstöcken, weshalb sie auch Drumsticks genannt werden. Wie unsere grünen Stangenbohnen verfügen sie über einen sehr hohen Eiweißgehalt, übertreffen sie aber an Mineralien. Außerdem haben sie einen Vitamin-C-Gehalt, der jede Orange vor Neid erblassen lässt!

Voll verwerten
Neben Samen, Blättern und Früchten bieten auch Wurzel, Blüten und Rinde allerlei Vorteile für Gesundheit und Aussehen. Wurzeln und Rinde stärken das Immunsystem und lindern Zahn-, Magen- und Ohrenschmerzen. Allerdings können sie auch abtreibend wirken. Daher ist die Einnahme für Schwangere und Stillende nicht zu empfehlen. Die Wurzeln schmecken übrigens ähnlich wie unser Meerrettich; daher rührt auch sein bei uns bekannter Name Meerrettichbaum. Aus den Blüten lässt sich ein kräftigender Tee zubereiten und aus dem Blütennektar ein wunderbarer Honig.

Der richtige Baum macht´s
Mittlerweile gibt mehr als zwölf Arten von Moringa-Bäumen. Beim Kauf von Moringaprodukten sollten Sie darauf achten, dass sie die Bezeichnung „Moringa Oleifera“ tragen. Denn nur diese Art enthält die ausgeprägte Heilkraft.

Nachhaltig produzieren
Der Moringa-Baum ist sehr genügsam und wächst in fast allen tropischen und subtropischen Regionen. Er wächst wild, wird aber auch systematisch angebaut. Dabei fällt er durch sein schnelles Wachstum auf – im ersten Jahr sind bis zu acht Meter möglich!

Der Baum braucht keinen Dünger und ist äußerst robust gegen Krankheiten und Schädlinge. Das macht ihn zur idealen Pflanze für einen nachhaltigen Ausbau ohne Pestizide und Monokultur-Plantagen. Achten Sie beim Kauf von Moringa-Produkten auf das Bio- und Fairtrade-Siegel. So können Sie sicher sein, dass nicht nur Ihre Gesundheit, sondern auch Umwelt und Bauern gleichermaßen profitieren.

Das australische Familienunternehmen Maringa Farm Naturkosmetik, das auf der Vivaness 2015 erstmals auf der Breeze-Fläche ausgestellt hat, bietet eine komplette Moringa Pflegeserie an. Auch heimische Naturkosmetik-Unternehmen setzen bereits auf den Wunderbaum als hochwertigen Inhaltsstoff:

Sensitiv Shampoo Bio Akazie von Logona mit Moringasamenextrakt und Akazienhonig

Schaumkur Balm Care von Sante mit Moringasamenextrakt und Zuckertensiden

Zell Aktiv Tagespflege Blauer Hibiskus von Alverde mit Moringa-Extrakt und Sheabutter

Body Butter Moringa Nr.63 von Bioturm in vier verschiedenen Duftnoten erhältlich

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