Pflege für die kalten Tage

Ein heißes wärmendes Bad nach einem langen Spaziergang im Freien – toll! Bei dieser Vorstellung zieht es uns trotz kalter Temperaturen gerne nach draußen. Doch unsere Haut möchte schon beim Gedanken an die Temperaturunterschiede laut protestieren. Ihr zuliebe sollten wir jetzt beim Thema Pflege umdenken…
Winterpflege - jetzt umstellen, Foto: PIXABAY

Der Wechsel der Jahreszeiten ist für unsere Haut nicht mit einem entspannten Saunagang zu vergleichen: Das Switchen zwischen heiß und kalt bringt zwar unseren Kreislauf in Schwung und stärkt das Immunsystem – aber eben nur, weil dies in kurzen Intervallen geschieht. Bei längeren Aufenthalten im Freien ist unsere Haut der Kälte im wahrsten Sinne des Wortes ausgeliefert. Und danach erwartet uns trockene, warme Heizungsluft in den Wohnräumen…

Für die Haut sind das echte Herausforderungen: Sie reagiert mit Trockenheit, Spannungsgefühl, Irritationen und Rötungen. Dabei müssen noch nicht einmal Minusgrade herrschen. Bereits wenn die Temperatur häufig unter acht Grad sinkt, verstärken sich diese Symptome. Woran liegt das?

Vor allem an der Trägheit unserer Talgdrüsen! Sie produzieren bei fallenden Temperaturen weniger Fett und können die Haut deshalb nicht mehr ausreichend mit Feuchtigkeit versorgen. Dazu kommt die geringe Luftfeuchtigkeit bei niedrigen Temperaturen und trockene Heizungsluft – kein Wunder, dass wir das Gefühl haben, unsere Haut würde austrocknen.

All you need is…?

Mütze, Schal, Handschuhe, kuschelige Socken und Parka. Was in Sachen Kleidung ohne Schwierigkeiten funktioniert, ist beim Thema Pflege nicht ganz so einfach: Es gibt sie nicht, die Standardlösung für Winterhaut. Um sie optimal zu versorgen, ist es zunächst wichtig, auf den Hautzustand zu achten:

Trockene, sensible Haut

Sie braucht im Sommer kein Fett, denn das verschlimmert den Hautzustand nur noch. Im Winter hingegen benötigt sie durchaus eine reichhaltige Creme. Denn Vorsicht: Nur Feuchtigkeit allein würde unsere Haut im wahrsten Sinne des Wortes einfrieren lassen! Also müssen wir, wie beim Zwiebellook, eine Pflege in zwei Schichten oder eine effektive 2in1 Creme auftragen. Gefragt sind hier Produkte, die sowohl Feuchtigkeit spenden, als auch reichhaltige Komponenten wie pflegende Öle enthalten. Besonders native, biologische Samen- und Basisöle unterstützen die Haut wirksam bei ihren winterlichen Pflegebedürfnissen. Ihre bioaktiven Substanzen ziehen schnell ein, stärken die schützende Barriere nach außen und wirken zugleich als besondere Feuchtigkeitsspender und -binder.

Normale Haut

sollte man im Herbst grundsätzlich von einer leichten Creme auf eine reichhaltigere umgewöhnen. Hier muss die Trägheit unserer Talgdrüsen durch Fleiß ausgeglichen werden – und zwar  durch cremen, cremen, cremen. Auch normale Haut liebt Produkte mit rein pflanzlichen Ölen, wie Oliven– , Argan-, Nachtkerzen– oder Borretschsamen-Öl.

Fettige Haut

Dies ist der einzige Hauttyp, der im Winter nicht unbedingt nach einer Sonderbehandlung schreit. Hier umgeht man einen möglichen Pflegemangel am besten mit häufigerem Eincremen, statt auf ein fetthaltigeres Produkt umzusteigen. Reicht dies nicht aus, dann probier doch mal die Nachtcreme auch für den Tag zu benutzen: Nachtcremes sind grundsätzlich reichhaltiger und enthalten mehr Fett. Lediglich auf wässrige Cremes sollte man zum Schutz vor Mikroerfrierungen verzichten und auf eine festere Konsistenz achten.

Für alle Hauttypen gilt: Mehr Aufwand beim Cremen, weniger bei der Reinigung! Sparsam sein mit alkoholhaltigem Gesichtswasser, denn das trocknet die Haut nur zusätzlich aus. Stattdessen empfiehlt sich eine sanfte Reinigungsmilch oder ein -gel ohne Peeling-Effekt. Und Ihren Lippen versüßen sie den Alltag mit Honig: Er hilft nicht nur gegen trockene oder spröde Haut, sondern beschleunigt auch die Heilung von kleinen Rissen.

Obwohl wir ihn meist unter molligen warmen Wollschichten verbergen und weitestgehend vor kühlen Temperaturen schützen: Auch unser Körper wünscht sich in der kalten Jahreshälfte besondere Zuwendung in Form von reichhaltigen Bodylotions, intensiv pflegender Body Butter oder duftenden Körperölen. Schützende Wirkstoffe gegen Kälte sind zum Beispiel in Sheabutter und pflanzlichen Pflegeölen enthalten.

Produkte für die Winterpflege

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