Vom Berg bis ans Meer…

Die Urlaubszeit rückt näher – habt Ihr Euer Reiseziel schon gewählt? Nein? Dann lasst Euch doch von den Inhaltsstoffen Eurer Kosmetik inspirieren, denn viele davon könnt Ihr in den Alpen, den Dolomiten oder den Meeren dieser Welt entdecken. Wir laden Euch ein auf eine Exkursion zu den Ursprüngen beliebter wie seltener Rohstoffe echter Naturkosmetik.
Naturkosmetik Exkursion, Foto: Pixabay

Ein Blick in die Bergwelt: Fels, Gestein und eine unglaubliche Imposanz. Dass inmitten der Sedimentschichten auch Naturwirkstoffe verborgen liegen, lässt sich nur erahnen. Die vielseitigen Mineralien können weit mehr als „nur“ in Cremes und Lotionen die Sonne filtern – auch für Make-ups und Puder sind sie überaus interessant. Sie haben ideale Eigenschaften, um einen fahlen Teint zum Strahlen zu bringen. Zudem können sie Rötungen lindern und selbst bei Problemhaut mit Akne oder Couperose ohne Gefahr von Irritationen eingesetzt werden. Ob Concealer, Foundations, Lippenstifte, Lidschatten oder Rouge – nahezu überall finden Minerale heute Verwendung. Ihr klarer Vorteil: Sie legen sich schützend auf die Haut, ohne sie am Atmen zu hindern. Darüber hinaus kleiden mineralische Pigmente Fältchen aus und reflektieren das Licht wie ein optischer Weichzeichner.

Neben den Mineralien haben die Berge auch eine überaus interessante Pflanzenwelt zu bieten. Spontan denkt man an blau blühenden Enzian oder in Fels gebettetes Edelweiß. Und durchaus haben diese Alpenblumen Wirkungen, die man heute in der Kosmetik nutzt. Beim Enzian ist es jedoch nicht die von Schlagerstar Heino besungene blaue Blüte, sondern vielmehr die goldgelbe Art Gentiana lutea, die mit bis zu 1,80 m Höhe über die Bergwiesen ragt. Darin enthalten sind Wirkstoffe, die sich bei innerer Anwendung positiv auf den Leberstoffwechsel und die Verdauung auswirken können. Zugleich hat der gelbe Enzian einen desodorierenden Effekt und wirkt Schweißbildung entgegen.

Alpenschätze für die Naturkosmetik

Das Edelweiß schien bis vor kurzem nur noch ein in Vergessenheit geratenes  Alpinistenabzeichen zu sein. Doch da das Pflänzchen in entlegenen Gebieten häufig großen Temperaturschwankungen und extremer UV-Strahlung ausgesetzt war, hat es wirksame Schutzmechanismen entwickelt, die besonders wertvoll für empfindliche Haut sind. Sein hoher Tanninanteil hilft Sonnenbrand vorzubeugen, bietet einen leichten, natürlichen Lichtschutz und wirkt antioxidativ. Es ist selbstredend, dass in Naturkosmetik verwendetes Edelweiß nicht wild zwischen kargen Felsen geerntet wird – sondern auf eigens angelegten Plantagen. Dort wird es ohne Pestizide, naturschonend von erfahrenen Bergbauern angebaut.

Und dann gibt es da noch die Kiefer, eine anspruchslose Pflanze, die in verschiedenen Arten, zum Teil sogar oberhalb der eigentlichen Baumgrenze wächst. Sie mag es kühl und verträgt karge Böden. Vor allem die Latsche findet in der Kosmetik Einsatz. Sie beruhigt heiße Füße nach ausgiebigen Wander- oder auch Shoppingtouren und hilft zudem bei unreiner Haut.

naturalbeauty.de-Tipp: Ein wahrer Genuss ist ein frisches Kiefernadelbad! Einfach vier Hände voll Nadeln fünf Minuten lang in Wasser kochen, eine Viertelstunde ziehen lassen und dann dem Badewasser zusetzen.

Geheimnisse des Meeres

Obwohl die Alpen noch einiges mehr zu bieten haben, begeben wir uns jetzt ans Wasser – denn auch das Meer beinhaltet interessante Geheimnisse für Schönheit und Wohlbefinden: Allein das in Salzgärten gewonnene Meersalz ist einzigartig. Denn im Gegensatz zu normalem Speisesalz, das zu über 99 Prozent aus Natriumchlorid besteht, enthält es von Natur aus Kalium, Magnesium, Mangan und über 80 weitere Stoffe! Diese mineralische Zusammensetzung kommt der unseres Blutes sehr nahe – und das macht es so gesund. Neben dem Einsatz in der Küche wird es auch gern als natürliches Peeling verwendet. Es lässt die Haut leicht aufquellen und löst so Verhornungen und Unreinheiten. Auch das Hautbild von unreiner und zu Akne neigender Haut wird durch Salz sichtbar verfeinert.

Ein weiteres Geheimnis aus dem Meer sind eine Vielzahl von Algen, wie sie auch bei Thalasso-Anwendungen eingesetzt werden: Meist in pulverisierter Form finden sie vorwiegend gegen Cellulitis oder zur Entschlackung Einsatz. Als reines Naturprodukt sind Algen selbst für Allergiker geeignet. Sie sind besonders reich an Mineralstoffen, Vitaminen, Spurenelementen und Aminosäuren. Die Haut erhält intensive Feuchtigkeit und einen Frischekick, der Stoffwechsel wird angeregt.

Vor allem trockene Haut profitiert von ihren nährenden Eigenschaften. Ebenfalls aus der Welt der Algen stammt die Braunalge – einige ihrer Inhaltsstoffe können Enzyme hemmen, die in unserem Körper für die Zerstörung von Kollagenfasern verantwortlich sind. Der Knotentang, eine weitere Algenart, kann die Fältchenbildung mit einer Vielzahl an Spurenelementen reduzieren. Die Großalgenart Laminaria ist durch ihre einzigartige Nährstoffkombination als Feuchtigkeitsspender schlechthin bekannt… Die Möglichkeiten scheinen unermesslich. Schönheit durch Algen – das versprechen dank der etwa 80 enthaltenen Nährstoffe sowohl die innere als auch die äußere Anwendung… Wie wäre es also mit einem Algentee, während über das nächste Urlaubsziel nachgedacht wird? 🙂

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