Unter Palmen: Das können Öl-, Kokos- und Dattelpalme

Wenn wir an Palmen denken, dann kommt uns sofort der untrennbare Dreiklang Sonne-Strand-Meer in den Sinn – und schon geraten wir gedanklich in Urlaubsstimmung. Die tropischen Gewächse haben aber deutlich mehr zu bieten als schattenspendende Palmwedel und den Rahmen für malerische Kulissen. Denn von den insgesamt rund 2600 Palmenarten beherbergen vor allem Öl-, Kokos- und Dattelpalme wahre Beauty-Schätze.
Unter Palmen, Foto: PIXABAY
Die Ölpalme

Palmöl ist das am meisten produzierte Pflanzenfett der Welt. Rund 54 Millionen Tonnen werden pro Jahr aus dem Fruchtfleisch und den Kernen der Ölpalme gewonnen. Knapp die Hälfte wird zur Herstellung von Kosmetik verwendet. Eine schwierige Angelegenheit: Um die große Nachfrage zu befriedigen und Platz für gigantische Ölplantagen zu schaffen, wird vielerorts der Regenwald vernichtet. Grund genug, diesen Rohstoff als Verbraucher wenn möglich zu meiden. Trotz INCI-Liste und Deklarierungspflicht ist Palmöl aber nur bedingt erkennbar: Es verbirgt sich zum einen hinter der Bezeichnung Pflanzliches Öl und wird meist gar nicht pur verwendet. Häufig dient es – auch in Naturkosmetik – als Ausgangsstoff für Tenside, Emulgatoren oder pflanzliches Glyzerin.

Da kommt ein weiterer Rohstoff aus der Palmenfamilie gerade recht: Auch aus Kokosfett lassen sich nämlich Tenside und Glyzerin gewinnen – obwohl damit leider nicht alle Punkte der Palmölproblematik gelöst sind. Und natürlich steht nach wie vor die Frage im Raum, ob Palmöl krebserregend ist…

Die Kokospalme

„Virgin Coconut Oil“ wird kalt aus frischen Kokosraspeln gepresst. Diese stammen aus den riesigen Nüssen, die in luftiger Höhe auf Kokospalmen wachsen. Wer schon mal Kokosöl (oder besser: Kokosfett) gesehen hat, kennt das Phänomen: Bei Zimmertemperatur ist dieses duftende Nussprodukt cremig-fest. Das liegt daran, dass es aus sehr kurzen Fettsäureketten besteht. Erst wenn wir die Pflanzenbutter auf unserer Haut verteilen, schmilzt sie, dringt tief ein und bildet gleichzeitig auf der Haut eine Art Schonbezug, der sie unsichtbarer schützt, ohne zu fetten. Diese Eigenschaft macht Kokosöl zu einer beliebten Pflegegrundlage. Da sich aus dem Nussfett milde Tenside herstellen lassen, wird es in der Naturkosmetik zudem als Schaumbildner in Shampoos, Seifen und Duschbädern eingesetzt.

Auch unser Haar profitiert vom Kokos-Effekt. Zum Beispiel, indem man eine kleine Menge Kokosöl eine halbe Stunde vor dem Haare waschen in strapazierte Spitzen einarbeitet. Für ein schimmerndes Finish kann man eine winzige Menge in den Handflächen verreiben und damit leicht über das Haar streichen.

Weil Kokosöl nicht nur pflegt und verlorene Feuchtigkeit zurückgibt, sondern auf der Haut auch einen leicht kühlenden Effekt erzielt, ist es zudem hervorragend als After-Sun-Produkt geeignet. Darüber hinaus hat es noch viele weitere Talente, die wir Euch hier verraten.

Die Dattelpalme

Ein weiteres Palm-Früchtchen für die Schönheit: Die Dattel. Sie kann mit einem wahren Cocktail an Vitaminen, Ballast- und Mineralstoffen – wie Kalium, Kalzium und Magnesium – aufwarten. Zudem ist sie reich an Polyphenolen und wirkungsvollen Antioxidantien. Als sekundäre Pflanzenstoffe schützen Polyphenole die Haut vor freien Radikalen und vorzeitiger Alterung.

Aufgrund ihrer festigenden und schützenden Eigenschaften bringen die zuckersüßen Früchte der im Orient beheimateten Dattelpalme beste Voraussetzungen für die Regeneration unserer Haut und die Straffung unserer Gesichtskonturen mit. Bisher gibt es leider noch kaum Produkte, die sich diese fabelhaften Eigenschaften zunutze machen. Doch es ist sicher ist nur eine Frage der Zeit, bis die Naturkosmetikindustrie diesen natürlichen Energiespender einsetzt. Mehr Infos zur Dattel findet Ihr hier.

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