Spitzenkräfte fürs Haar gesucht!

Glänzend, geschmeidig und gesund: Damit Ihr Haar so traumhaft aussieht, braucht es regelmäßige Pflege. Wir haben die Wahl zwischen unzähligen Spülungen, Kuren und Ölen. Aber welches Produkt ist wann das Richtige? Was muss man bei ihrer Anwendung beachten? Und muss man sich überhaupt zwischen ihnen entscheiden?

Nass machen, einschäumen und ausspülen. So einfach war unsere Haarpflege in Kindertagen. Heute ist das bloße Reinigen meist zu wenig – obwohl viele Shampoos bereits mit wertvollen Pflegestoffen aufwarten. Gerade bei langem oder gefärbtem Haar muss es schon etwas mehr Zuwendung sein, denn da wir uns statistisch gesehen jeden zweiten Tag den Kopf waschen, kommt der schützende Talg nie an den Haarenden an. Die Folge: Strohige Längen und Spliss.

Glanzvoller Abschluss: Conditioner
Die absolute Basispflege ist eine Haarspülung. Wie ihr Name bereits verrät, „spült“ sie das Haar nach der Wäsche wunderbar weich. Auch Conditioner ist eine gängige Bezeichnung für diese Art von Pflegeprodukt. Beim Waschen quellen die Haare leicht auf, ihre äußere Schuppenschicht öffnet sich und steht wie bei einem Tannenzapfen leicht ab, so dass sie sich in diesem Zustand nicht besonders gut kämmen lassen. Genau da kommt die Spülung ins Spiel: Sie legt sich wie ein hauchdünner Mantel um den Schaft und glättet die Oberfläche. So lässt sich das Haar spielend leicht entwirren, ist bestens vor Föhnhitze und anderen Styling-Strapazen geschützt und kann toll glänzen. Im Gegensatz zu konventioneller Kosmetik, die in Conditionern gern große Mengen an Silikon einsetzt, das sich auf dem Haar ansammeln und es beschweren kann, enthalten Bio-Haarspülungen nur natürliche Fette wie z. B. Soja-, Oliven- oder Erdnussöl.

Kuren: Das Intensivprogramm für zwischendurch
Zusätzlich zum Conditioner sollte man den Haaren ab und zu eine Kur gönnen. Je nachdem, wie strapaziert Ihre Strähnen sind, dürfen diese Extras ein- bis zweimal pro Woche angewendet werden. Was viele nicht wissen: Ein solches Pflege-Plus sollte nicht solo benutzt werden, sondern am besten mit einer Spülung als Abschluss. So kann die Kur Pflegestoffe wie schwarzen Hafer, pflanzliches Glyzerin, Granatapfel-Extrakt oder Aloe vera in den durchs Shampoo geöffneten Haarschaft transportieren und die anschließende Spülung achließt sie darin ein. So funktioniert‘s: Nach dem Waschen überschüssiges Wasser sanft abstreifen – denn dann kann das Haar die wertvollen Zutaten besser aufnehmen als im tropfnassen Zustand. 3-5 Minuten sollte die Kur einwirken, im Idealfall in einen warmen Turban gehüllt, weil Wärme den Wirkstoffen ordentlich einheizt. Für Overnight-Behandlungen zur Extra-Pflege eignen sich cremige Kuren jedoch nicht. Da sie auch Feuchtigkeit enthalten, würde eine mehrstündige Einwirkzeit nämlich den Haarschaft zu stark aufquellen lassen und ihn dauerhaft schädigen. Für Spülung und Kur gilt gleichermaßen: Gründliches Ausspülen ist Pflicht, sonst macht die Frisur spätestens nach dem Styling wieder schlapp. Und sie gehören in kleinen Mengen ausschließlich in die Längen und Spitzen – am Ansatz machen sie das Haar buchstäblich platt und nehmen ihm das Volumen! Praktisch für alle, die es eilig haben, sind Seren und Conditioner zum Aufsprühen, die Sie oft sogar im Haar lassen können. Da diese Produkte bei weitem nicht so reichhaltig sind wie normale Spülungen, sind sie allerdings eher für feines Haar oder als Goodie für zwischendurch zu empfehlen. 

Nahrhafte Multitalente: Öle
Neben diesen Klassikern sind auch reichhaltige Öle nicht mehr aus dem Pflegeprogramm fürs Haar wegzudenken. Die Alleskönner spenden Feuchtigkeit, definieren Locken, schützen vor Spliss und schenken Glanz, Kraft und Geschmeidigkeit. Ganz wichtig: Damit die Haare hinterher nicht schwer und strähnig herunterhängen, sollte man Öle nur im trockenen Haar anwenden, am besten noch vor der Wäsche! Großzügig in die spröden Längen kneten und in ein Handtuch gewickelt über Nacht einwirken lassen. Ja, beim Öl darf man das, da es ja keine Feuchtigkeit enthält, sondern nur Fett. Am nächsten Morgen gründlich shampoonieren, ausspülen und die gestärkte Haarstruktur mit einem Conditioner wieder schließen. Bei feinem oder weniger stark geschädigtem Haar genügen manchmal auch schon wenige Öltropfen, die kurz vor dem Waschen in die trockenen Spitzen gegeben werden. Perfekt für die Anwendung im Haar sind gehaltvolle Samenöle. Trotz ihrer geballten Inhaltsstoff-Power werden sie sofort aufgenommen und verbleiben nicht als schmierige Schicht an der Haaroberfläche. Sie dürfen deshalb auch mal ohne Wasch-Ritual ins Haar, um krisselige Locken in Form zu bringen oder den Haarspitzen ein seidiges Finish zu verleihen. Haarpflege ist also alles andere als ein Entweder-Oder. Und wenn man es genau nimmt, ist ihr System genauso einfach zu verstehen, wie die Bausteine im Kinderzimmer: Alles baut aufeinander auf. Und lässt sich immer wieder neu kombinieren!

Happy End für strapaziertes Haar:
Pflege-Extras zum Ausprobieren


Haarkur von Eco Cosmetics mit Sanddornöl, Olivenblätter-Extrakt, Granatapfel
Feuchtigkeitsspendende Ölmaske von Joik mit Haferprotein, Monoi- und Kokosöl
Wildrose Haarbalsam von Farfalla mit Soja-, Oliven- und Wildrosenöl
Natural Aktiv Hair Conditioner von Speick mit schwarzem Hafer und Zuckerrüben-Extrakt
Haarspülung Brilliant Care von Sante mit pflanzlichem Glyzerin, Erdnussöl und Birkenextrakt
Repair Haarkur Jojoba von Logona mit Brennnesselextrakt, Jojoba- und Sonnenblumenöl
Hair Care Intensiv-Haarkur von Heliotrop mit Aloe vera, Sheabutter und Bambusextrakt
Mallowsmooth Conditioner von Less is More mit Kokosöl, Malve und Hagebutte
Keshawa Kräuter Haaröl von Apeiron mit Bockshornkleesamen- und Kokosöl
Haaröl Mandel Argan von alverde mit Mandel- und Arganöl
Hafer Aufbau-Spülung von Weleda mit Hafer, Jojoba- und Kokosöl
NuStyle Hair Smoothing Serum von Aubrey Organics mit Jojobaöl und Quinoa-Extrakt
Sofort Pflege Sprühkur von lavera mit Glyzerin, Weizen- und Haferproteinen
Green Tea & Calendula Leave in Conditioning Mist von John Masters Organics mit grünem Tee

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