Schokohasen muss man sich verdienen…

Nicht jeder fastet zwischen Aschermittwoch und Ostern. Aber Fasten im Frühling ist eine tolle Sache. Gerade nach den langen Wintermonaten, mit (zu) viel köstlichem Essen, dem ein oder anderen guten Tropfen und zu wenig Bewegung, ist ein Entschlackungsprogramm großartig:

Es hilft, neue Energie zu tanken, den Körper gründlich von innen zu reinigen, sich fit für den Sommer zu machen – und als herrlichen Nebeneffekt auch noch ein paar Kilo loszuwerden… Wer sich genauer damit beschäftigt, stellt schnell fest: Das Thema Fasten ist vielschichtig. Während die einen „nur“ auf Süßigkeiten, Kaffee, Alkohol oder das Rauchen verzichten, machen andere komplette Fastenwochen, die geprägt sind vom „Nicht-Essen“.

Befragt man Fastenfreunde nach ihren Erfahrungen und der besten Kur, so schwört ein jeder auf eine andere Variante: Da gibt es einmal die sogenannte Buchinger-Methode, die nach einer gründlichen Darmreinigung, für mindestens fünf Tage vollkommen auf Nahrung verzichtet. Nährstoffreicher geht’s bei der Schrothkur zu – sie setzt hauptsächlich auf Getreidebreie und Gemüse. Auch die F.-X.-Mayr-Kur mit der täglichen Verabreichung von Glaubersalz sowie Milch und trockenen Brötchen, die besonders intensiv gekaut werden sollen, hat viele Anhänger. Und wer Dinkel mag, der befreit seinen Körper mit Hilfe der Hildegard-Kur von Gift- und Schlackenstoffen. Zusätzlich erfreuen sich auch diverse Detox-Programme, die auf saftige Entgiftung mittels rohem Obst und Gemüse in Form von Säften und Suppen setzen, einer immer größer werdenden Fangemeinde.

Doch ganz gleich für welche Methode man sich entscheidet: Aller Anfang ist schwer! Denn unser Körper braucht einfach ein, zwei Tage, bis er eingestellt ist. Er beklagt sich mit Hungergefühl, häufig auch mit Kopfschmerzen und Mattigkeit. Schwindel, Blutdruckabfall oder Schlafstörungen können ebenfalls vorkommen. Und auch unsere Haut reagiert nicht vom ersten Tag an klar und strahlend, denn schließlich findet die Entgiftung teilweise über unser größtes Körperorgan statt. Intensive Pflege ist deshalb während der Fastenzeit ganz besonders wichtig!

Verwöhnen Sie sich mit Fasten-Wellness

Wundern Sie sich nicht, wenn Sie beim Fasten stärker als normal „riechen“. Das gehört zum unangenehmen Teil des Ausscheidungsprozesses. Meiden Sie daher während der Kur Kleidungsstücke aus Kunstfaser, Baumwolle ist viel saugfähiger und bildet keinen Eigengeruch. Sichere und verträgliche Unterstützung, nicht nur während der Fastenzeit, bieten Bio-Deodorants.

Waschen, Duschen und Baden sind dem Faster ein echtes Bedürfnis. Mit regelmäßigen, sanften Körperpeelings und basischen Bädern wird aus diesem Bedürfnis ein wahres Vergnügen. Abrunden lässt sich die Fasten-Wellness dann noch mit einem wunderbar duftenden Körperöl. Übrigens: Während der enthaltsamen Zeit nehmen wir Düfte besonders intensiv wahr. Außerdem ist Ihre Haut trockener als sonst, da sich der Wasserverlust bemerkbar macht. Deshalb nimmt sie ein Plus an Pflege dankbar auf.

Und noch ein kleiner, vorübergehender Wermutstropfen: Da viele Giftstoffe über die Haut ausgeschieden werden, kann es im Gesicht vermehrt zu Unreinheiten kommen. Nicht schön, aber ganz normal! Reinigen und pflegen Sie Ihre Haut deshalb wie gewohnt – und drücken Sie ja nicht an Pickeln herum! Hilfreich und effektiv sind in dieser Phase Heilerdemasken. Heilerde regt den Flüssigkeitstransport von den tieferen in die oberen Hautschichten an, zieht wie ein Löschblatt Schadstoffe und überschüssiges Fett aus der Haut, fördert die Durchblutung und verbessert die Versorgung des Gewebes mit Sauerstoff. Im übrigen: Die Unreinheiten vergehen genauso so schnell wie sie gekommen sind, und als Belohnung erwartet Sie eine strahlend-zart rosige Haut.

Auch eine belegte Zunge, leider in unschönen Farbtönen, zählt zu den häufigen Begleiterscheinungen beim Fasten – je nachdem, was der Körper gerade auszuscheiden hat. Für Abhilfe sorgen eine regelmäßige Zungenreinigung mit der Zahnbürste und das Lutschen von Zitronenscheiben. Da die Gaumen- und Rachenmandeln an den Ausscheidungsvorgängen beteiligt sind, kann außerdem Mundgeruch entstehen. Auch hier bietet ein wenig Heilerde Erleichterung: mit Wasser vermischt, bindet sie schlechte Gerüche auf ganz natürliche Art und Weise. Zuverlässige Helfer gegen Mundgeruch sind übrigens auch zerkaute Kardamom-Kapseln.

Aber dann…

Wenn die schwierigen ersten Tage überstanden sind und sich das Hungergefühl verabschiedet hat, dann setzt so langsam ein Gefühl der Befreiung ein. Befreiung vom Essen (unglaublich wie viel Zeit das tagtäglich in Anspruch nimmt), Befreiung vom Gefühl der Schwere. Wir fühlen uns frischer, agiler, attraktiver, energiegeladen. Das verleiht uns ein Gefühl von Stolz und Unabhängigkeit! Und wenn dann noch die ersten Komplimente aus dem Freundeskreis eintrudeln, nach dem Motto „Hattest Du schon wieder Urlaub?“ – dann, ja dann fühlt sich das einfach richtig gut an. So gut, dass man an Ostern ganz ohne schlechtes Gewissen genüsslich in einen köstlichen Schokohasen beißen kann (einen kleinen wohlgemerkt!)…

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