Schön mit basischer Kosmetik

Basen-Beauty: Was ist das denn? Hört sich irgendwie nach Verwandtschaft und Vetternwirtschaft an. Okay, auf die kann man auch mal sauer sein, gemeint ist aber eine gezielte Entgiftung unseres Körpers über die Haut und die Ernährung. Echter Aufräumer oder totaler Reinfall? Wir haben diese Detox-Methode unter die Lupe genommen.

Schwerelos, als würden wir wie eine Möwe übers Meer schweben: So würden wir uns gern immer fühlen. Doch unser Alltag sieht meist anders aus. Wir schlafen zu wenig, haben Stress bei der Arbeit, futtern zum Ausgleich Süßigkeiten und mittags fettige Fertiggerichte. Kein Wunder, dass wir ständig müder und träger werden. Schuld daran ist aber nicht nur das ein oder andere Pfund mehr, das sich auf diese Weise schnell ansammelt, sondern auch ein entgleister Säure-Basenhaushalt. Ähnlich wie unsere Haut einen leicht sauren pH-Wert haben sollte, um gesund und schön zu bleiben, braucht auch unser Körper bestimmte Werte, und zwar im leicht basischen Milieu von ungefähr 7,5. Ist das nicht der Fall, weil wir übersäuert sind, kann es zu Erschöpfung, Übergewicht, Krankheitsanfälligkeit und Hautproblemen wie Pickeln, Ausschlag, Cellulite oder Falten kommen. Dagegen sollen eine überwiegend vegane Ernährung und basische Beauty-Produkte helfen. Ist da was dran?

Voll mein Geschmack: Obst und Gemüse machen putzmunter
Normalerweise haben wir eine körpereigene Entgiftungs-Polizei, denn Leber, Nieren, Darm und Haut transportieren schädliche Substanzen ab und sind in der Lage, mit Hilfe von gespeicherten Mineralstoffen Säuren zu neutralisieren. Kritiker sagen deshalb, dass es so etwas wie Schlacken gar nicht gibt. Fakt ist aber auch, dass sich unsere Lebensgewohnheiten stark verändert haben. Säurebildende Nahrungsmittel wie Fleisch, Süßigkeiten, Weißmehl, Kaffee und Alkohol stehen heute bei den meisten nahezu täglich auf dem Speiseplan, während sie für unsere Vorfahren noch ein seltener Luxus waren. Dass unser Körper bei einer derartig sauren Dauerberieselung irgendwann seine Aufräumarbeiten nicht mehr schafft, ist also nachvollziehbar. Hinzu kommt, dass die Vorstellung einer inneren Reinigung sich seit Jahrtausenden gehalten hat. In fast allen Kulturen und Religionen, ob Buddhismus, Islam, Juden- oder Christentum, werden beispielsweise Fastenrituale praktiziert und wer es einmal ausprobiert hat, spürt am eigenen Leib, dass an der Entgiftungstheorie etwas dran sein muss. Eine Methode, sich von Ballast zu befreien, ist die Wiederherstellung eines ausgeglichenen Säure-Basen-Haushalts durch eine kleine Basen-Kur. Dazu verzichten Sie ein bis zwei Wochen lang auf typische Säurebildner wie Wurst, Weißbrot, Kaffee und Schokolade und versorgen den Körper stattdessen mit jeder Menge basischen, mineralstoffreichen Lebensmitteln, also viel Obst und Gemüse, Kartoffeln, Kräutern und Keimlingen. Wer mag, kann den Entschlackungsprozess auch gezielt mit Kosmetik unterstützen.

Schicken Sie Ihre Haut zur Kur
Die meisten Duschgele, Shampoos, Cremes und Bodylotions sind leicht sauer, um den Säureschutzmantel der Haut zu stabilisieren. Das ist auch gut so, denn dieses Milieu ist optimal, um uns gegen Keime aller Art zu schützen. Ist unser Körper aber durch zu viel Zucker, tierisches Eiweiß und Weißmehl belastet, scheidet er auch Stoffwechselabfälle wie Harn-, Essig- und Kohlensäuresäure über die Haut aus. Dadurch kann der Säurewert schnell höherliegen, als gesund ist. Es kann zu Hautunreinheiten, Juckreiz, roten Flecken und Ekzemen kommen. Das Bindegewebe erschlafft, so dass Falten entstehen und sich Orangenhaut verschlechtert. Dann macht es Sinn, eine Zeit lang auf basische Kosmetik umzusteigen. Ideal sind sogenannte Basen-Bäder, die mit einer Extraportion Mineralien den Säuren-Überschuss ausleiten. Körperpflege mit Steinsalz und Gesichtscremes mit Mineralkreide unterstützen den neutralisierenden Effekt. Haut, Figur und Haare erholen sich sichtlich, Sie fühlen sich im Nu wieder fit und vital.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.