Schön im Schlaf: Nachtpflege light?

Abends eine dicke Schicht fetthaltige Creme ins Gesicht – das freut die Haut. So dachten wir lange. Doch es gibt auch andere Pflegekonzepte, gerade in der Naturkosmetik. Wir erklären, was für welche Theorie spricht und wie aktiv die Haut tatsächlich in der Nacht ist.
Schön im Schlaf: Nachtpflege light, Foto: PIXABAY

Beginnen wir mit der klassischen Annahme, die Haut benötige tagsüber eine leichte Formulierung und über Nacht eine intensive Pflege mit besonders fetthaltigen Cremes. Diese Philosophie verfolgen die meisten konventionellen Kosmetikhersteller. Der Ansatz: Mängel ausgleichen. Schön und gut. Die Problematik bei diesem so genannten Substitutionsprinzip ist jedoch die Entwicklung von Abhängigkeiten gegenüber Pflegeprodukten. Die Haut verlernt dabei regelrecht, sich selbst ausreichend zu versorgen.

Do it yourself für die Haut

In der Naturkosmetik setzt man in Hinblick auf Wirkstoffe und Fettgehalt lieber darauf, die Haut in ihren natürlichen Funktionen zu unterstützen und sie zur Selbsthilfe anzuregen. Dies basiert auf der Annahme, die Haut sei selbst dazu fähig, sich zu regenerieren. Nächtliche Pflegekonzepte sollen die Zellen unterstützen und damit zur Eigenaktivität anregen.

Nachtpflege mit Köpfchen

Um diesen Denkansatz zu verstehen, sollte man die natürlichen Aktivitätsphasen der Haut kennen: Tagsüber produziert die Haut Talg, um sich vor schädlichen Umwelteinflüssen zu schützen. Eine Tagescreme mit hohem Feuchtigkeitsgehalt und aufbauenden Nährstoffen kann ergänzend dabei helfen.

Während der Nacht regeneriert unsere Haut und scheidet Abfallprodukte durch die Poren aus. Eine Nachtpflege hat also die Aufgabe, die Haut in diesen Regenerations- und Ausscheidungs-prozessen zu unterstützen. Wirkstoffe aus der Natur wie Zaubernuss aktivieren die Poren, Sanddorn, Traubenkernöl und Wildrosenöl helfen bei der Regeneration. Auch pflanzliche Samenöle wie Schwarzkümmelöl sind in der Nacht willkommen. Denn mit ihren Antioxidantien bekämpfen sie freie Radikale und wirken vorzeitiger Hautalterung entgegen. Schließlich gehören auch natürliche Anti-Aging Maßnahmen zu den nächtlichen Aktivitäten unserer Haut.

Cremen – ja oder nein?

Eine abendliche “Creme-Pflicht” gibt es grundsätzlich nicht. Ob Nachtcreme ja oder nein ist eine Frage des persönlichen Empfindens. Denn letztlich muss sich jeder in der eigenen Haut wohl fühlen. Und die entscheidet, ob man die Creme abends ganz weglässt, auf eine leichte, antioxidative Feuchtigkeitspflege oder eine reichhaltige Anti-Aging Creme setzt. Auch ein intensiv pflegendes Gesichtsöl oder eine spezielle Ampullenkur können unsere Haut wirksam auf den Schönheitsschlaf vorbereiten. Achten Sie einfach darauf, die Haut in der Nacht nicht unnötig zu überfrachten. Denn mit ein bisschen Unterstützung aus der Natur kann unser größtes Organ viele Dinge in Eigenleistung erbringen.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.