Blumen für unsere Schönheit

Hibiskus, Passionsblumen und Geranien sehen wunderhübsch aus. Aber gehören solche Pflanzen nicht eher in den Garten als in den Cremetopf? Blumen werden neuerdings nicht nur zur Parfümierung eingesetzt, sondern sollen jetzt auch Falten glätten, spröde Haut mit Feuchtigkeit auftanken oder die Haare zum Glänzen bringen. Klappt das tatsächlich?
Titelbild Magazin: Blumen für unsere Schönheit Bild: pexels

Klar, die Heilkraft von Kräutern kennt man. Salbei, Minze, Melisse und Kamille sind aus keiner Hausapotheke und kaum einem Naturkosmetikprodukt mehr wegzudenken. Doch in der letzten Zeit sieht man auf den Etiketten von Anti-Falten-Cremes, Masken und Shampoos immer häufiger bunte Blumen, denen man bestenfalls eine Wirkung als Duftstoff zutraut. Reine Imagepflege, weil ein leuchtend roter Hibiskus optisch nun mal mehr hermacht als Rosmarin und Sommerschneeflocke poetischer klingt als Kamille? Oder schlummern in diesen Blumen tatsächlich mehr Talente als gedacht? Wir haben ein paar der neuen Trend-Zutaten unter die Lupe genommen und dabei Erstaunliches entdeckt.

Hibiskus für die Haare? Ganz schön hip!

In den Sommermonaten strahlen die fünfblättrigen Blüten des Hibiskus in allen Farben von Weiß bis Violett. Von den Wirkstoffen her ist aber vor allem die knallrote Variante interessant, denn sie enthält eine geballte Ladung sanfter Fruchtsäuren und Flavonoide. Aus Hibiskus lässt sich nicht nur ein erfrischender Tee kochen, sondern die pulverisierten Blüten verleihen auch den Haaren einen schönen Glanz. Das liegt daran, dass die Säuren den Haarschaft zusammenziehen, so dass die Hornschüppchen sich eng anschmiegen und das Licht besser reflektieren können. Das bewirkt Zitronensaft zwar auch, allerdings meist intensiver. Deshalb ist Hibiskus-Extrakt als extra milde Alternative gerade in Produkten für strapaziertes, feines und gefärbtes Haar sehr zu empfehlen. Hinzu kommt, dass die Blüten viele Schleimstoffe enthalten, die sich als Feuchtigkeit spendender Film auf das Haar legen und vor Austrocknung schützen.

In der Ruhe liegt die Anti-Ageing-Kraft: Sommerschneeflocken

Ihr Name hört sich an wie der Titel eines Märchens, spielt aber auf ihr zauberhaftes Aussehen an. Wenn die Sommerschneeflocke im Juli ihre weißen, pomponartigen Blüten mit den vielen Mini-Fransen öffnet, könnte man nämlich meinen, die Staude sei über und über mit Schneekristallen bedeckt. Die Wirkstoffe dieser Blume werden allerdings aus der Wurzel gewonnen, in der jede Menge Dormine stecken. Diese Stoffe sorgen dafür, dass die mehrjährige Pflanze all ihre Kraft unangetastet speichert und bis zum Austreiben im nächsten Frühjahr bewahrt. Das funktioniert – im übertragenen Sinne – auch auf der Haut. Im Gegensatz zu den meisten anderen natürlichen Anti-Ageing-Wirkstoffen beschleunigen Cremes mit Sommerschneeflocken-Extrakt die Teilung der Zellen nicht, sondern bremsen sie – quasi, um Energie zu sparen. Dadurch altert die Haut langsamer und es bilden sich weniger Falten. Wir empfehlen die age miracle Reichhaltige Regenerationscreme extra rich von Farfalla.

Passionsblumen löschen den Durst der Haut

Wenn die Haut an Schienbeinen, Armen und im Gesicht schnell schuppt, fehlt es ihr meist an Linolsäure. Das ist ein hauteigener Fettbaustein, der die Lücken zwischen den Hornzellen unserer Haut kittet und dafür zuständig ist, dass sie nicht aufspringen. Genau dieser Stoff steckt nicht nur in Schwarzkümmel- oder Nachtkerzenöl, sondern auch in den Blüten und Samen der Passionsblume. Ihr Extrakt dichtet poröse Stellen in der Haut ab und verbessert so ihren Feuchtigkeitsstatus.

Dufte Reinigungskraft: Holunderblüten

Über den Holunderbusch kann man sich gleich mehrmals im Jahr freuen: Einmal im Frühjahr, wenn er blüht, und einmal im Herbst, wenn er glänzend schwarzen Beeren trägt. Das ätherische Öl der feinen, weißen Kelche, die in luftigen Dolden wachsen, leitet Giftstoffe aus und wirkt schleimlösend. Deshalb leistet ein Tee daraus nicht nur gute Dienste bei Erkältungen, sondern wirkt auch reinigend auf die Haut. Da Holunderblüten obendrein herrlich süß duften, sind sie ein idealer Zusatz in Duschgels und Seifen. In diesem Artikel haben wir das Schönheitspotential von Holunder noch genauer unter die Lupe genommen.

Lotus lässt die Augen strahlen

Lachfältchen rund um die Augen wirken sympathisch – aber es macht auch nichts, wenn sie sich erst ein paar Jahre später zeigen. Um das zu erreichen, sind Pflegeprodukte mit Stammzellen aus dem Blauen Lotus ideal, der in der traditionellen chinesischen Medizin seit Jahrhunderten als Heilkraut verehrt wird. Die Wirkstoffe der Blüte schützen die Kollagenfasern vor Verzuckerung und halten sie stattdessen elastisch wie ein Gummiband, damit sich in der zarten Augenpartie nicht so schnell Falten eingraben können.

Bachblüten wirken ganzheitlich

Keine richtigen Blumenextrakte, sondern lediglich ihre Energien stecken in Kosmetik mit Bachblüten. Dahinter steht die Lehre des britischen Arztes und Homöopathen Dr. Edward Bach. Nach seiner Theorie gibt es 38 negative Seelenzustände, die zu Disharmonien im Körper führen können. Die Folge: Krankheiten und Hautprobleme. Jedem dieser Gefühle ordnete Bach eine bestimmte Blüte zu, die uns über die Seele helfen soll, wieder in die Balance zu kommen und Beschwerden wie Bauchweh, Pickel oder Hautausschlag zu heilen.

Mit Geranien kriegt ölige Haut ihr Fett weg

Da sie robust ist und lange blüht, gehört die Geranie zu den beliebtesten Balkon- und Gartenpflanzen. Weniger bekannt ist, dass sich daraus ein ätherisches Öl gewinnen lässt, das vom Geruch her stark an Rosen erinnert. Insbesondere die Zitronenpelargonie enthält einen hohen Anteil Geraniumöl, das oft als Ersatz für das sündhaft teure echte Rosenöl verwendet wird. Dufte ist allerdings auch sein Effekt auf die Haut: Die Inhaltsstoffe der Geranie wirken antibakteriell und entzündungshemmend, drosseln sanft den Talgfluss. Das macht diese Zierpflanze zur cleveren Kosmetikzutat für fettigen Teint.

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