Wasserwerk Haut

Wasser ist ein unentbehrlicher Baustein unseres Körpers. Vor allem die Haut benötigt ständig ausreichend Feuchtigkeit, um ihre Zellen optimal zu versorgen und sie nach außen rosig, straff und elastisch erscheinen zu lassen. Aber braucht unsere Haut wirklich Wasser von innen und von außen? Oder reicht es, ihre Defizite einfach kurzfristig auszugleichen, wenn sie gerade durstig ist?
Titelbild Magazin: Wasserwerk Haut Bild: pexels
Wasser marsch?

Wer viel trinkt, trägt  bereits einen wichtigen Teil zur Hydration seiner Haut bei: Ihr Wassergehalt von etwa 70  Prozent wird nämlich vorwiegend durch unseren Stoffwechsel erreicht. Für einen schönen Teint ist es wichtig, Flüssigkeit nicht erst dann zu sich zu nehmen, wenn man bereits Durst verspürt. Um das Feuchtigkeitsniveau in den Zellen konstant aufrecht zu erhalten, sollte man auch zwischendurch immer wieder schlückchenweise Wasser oder Fruchtsaftschorle trinken! Zusätzlich benötigt glatte, geschmeidige Haut einen täglichen Feuchtigkeitsschub von außen. Es könnte so leicht sein, aber leider lassen sich die Depots nicht einfach bei der morgendlichen Reinigung mit klarem Wasser auffüllen. Clevere Rezepturen pflegender Cremes vermögen jedoch, unsere Haut ganz gezielt mit Feuchtigkeit zu versorgen.

Der Klassiker: H2O

Wasser ist der am häufigsten eingesetzte Rohstoff in Kosmetik. Das liegt zum einen natürlich daran, dass es mit Abstand der günstigste ist. Aber das klassische H2O erfüllt auch den Zweck, andere Bestandteile der Rezepturen besser verteilen zu können, und ist dadurch ein wichtiges Lösungsmittel. Außerdem (der für uns in diesem Zusammenhang interessanteste Aspekt): Es sorgt in Verbindung mit feuchtigkeitsbindenden Wirkstoffen zu einer andauernden, messbaren Erhöhung der Hautfeuchte.

Der Allrounder: Aloe Vera

Die Pflanze Aloe Vera gehört zu den besten Feuchtigkeitsspendern, die in der INCI zu finden ist. Bei einigen Produkten ist die komplette Wasserphase mit Aloe Vera Saft ersetzt – ein klarer Vorteil, denn dieser enthält neben purer Feuchtigkeit auch wertvolle Enzyme, Mineralsalze, Vitamine und Antioxidantien.

Mit Tiefgang: Sheabutter

Auch Sheabutter ist ein höchst nährstoffreicher und hautregenerierender Feuchtigkeitsspender. Sie hält die Haut nicht nur an der Oberfläche zart und rosig, sondern dringt mit Vitamin A und essentiellen Fettsäuren auch in tiefere Hautschichten vor und bildet wertvolle Depots.

Die behalt ich an – Haut zum Wohlfühlen

Wie wir unsere Hülle optimal mit Feuchtigkeit versorgen, wissen wir also bereits. Aber bleibt sie auch erhalten? Und was heißt eigentlich „geschmeidige Haut“? Für das seidig glatte Wohlgefühl spielt vor allem der Wassergehalt der Hornschicht eine große Rolle. Als äußere Hautebene hat sie eine wichtige Schutzfunktion, die sie jedoch nur dann erfüllen kann, wenn ihre Oberfläche vollständig intakt ist – also weder rissig, noch ausgetrocknet. Dafür sind vor allem die natürlichen Feuchthaltefaktoren wie Schweiß und Talgdrüsenfette verantwortlich: Sie können zugeführte Feuchtigkeit in der Haut speichern. Vor allem nach den Wintermonaten neigt unsere Haut generell zu einem Mangel an Feuchthaltefaktoren und verliert abhängig von den jahreszeitlichen Einflüssen auch in Frühjahr und Sommer zunehmend Wasser. Ab 30 nimmt zusätzlich der Austausch zwischen den einzelnen Hautschichten ab: Während in der Tiefe noch die hauteigenen Wasserspeicher aktiv und mit dem Stoffwechsel verknüpft sind, herrscht in den äußeren Schichten buchstäblich Dürre. Spätestens jetzt ist eine Zufuhr von außen dringend notwendig. Und mit dem Wasser müssen der Haut auch Wirkstoffe zugeführt werden, die ihr Wasserbindevermögen erhöhen.

Unter dem Meer und unter der Haut

Extrakte aus Algen haben enorme feuchtigkeitsbindende Eigenschaften. Einige Bestandteile des Algenextraktes entsprechen Komponenten der Feuchthaltefaktoren unserer Haut: Sie binden Wassermoleküle in der obersten Zellschicht.

Ein glatter Erfolg

Hyaluronsäure kommt als natürlicher Bestandteil im Bindegewebe der Haut vor und bindet Feuchtigkeit effektiv. Wird sie in einer Creme äußerlich angewendet, beugt Hyaluronsäure wirksam der Entstehung von Falten vor. Der Wirkstoff verbindet sich über Wasserstoffbrücken außerdem so mit dem Keratin der Haut, dass beim Verdunsten eine leichte Spannung entsteht. Vorhandene, kleine Fältchen werden dadurch gemildert – und so endet die Dürre für die Haut dann sogar sichtbar.

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