Schattenspiele: Contouring

Kein Gesicht ist perfekt. Mit dem passenden Make-up betonen wir deshalb unsere Vorzüge und kaschieren kleine Makel. Mit Contouring, einer speziellen Schminktechnik, die mit Licht und Schatten spielt, gelingt uns das jetzt noch besser: Statt monotoner, glatter Flächen entstehen dabei wirkungsvolle, dreidimensionale Effekte.
Titelbild Magazin: Magazin: Schattenspiele: Contouring Bild: pixabay

Mit Contouring ist das Modellieren der Gesichtszüge mit Hilfe von Farbschattierungen gemeint. Dabei werden jene Gesichtsteile heller geschminkt, die nach vorne treten sollen, während dunklere Schattierungen optisch verschlanken. Soweit die Grundidee – wild drauf los pinseln, sollte man dennoch nicht. Wir verraten, wie das individuelle Make-up gelingt.

Zunächst sollte man etwas Zeit einplanen: Contouring funktioniert nicht als 5-Minuten-Make-up. Geübte brauchen in etwa eine halbe Stunde für den kompletten Contour-Look.

Reine Formsache

Je nach Gesichtsform werden Highlights und Schattierungen an unterschiedlichen Stellen platziert: Frauen mit einem schmalen Gesicht sollten beim Contouring zum Beispiel deutlich mehr Highlights setzen als Frauen mit einer eckigen Gesichtsform. Bei einem runden Gesicht wird ganz auf Highlights verzichtet, man modelliert lediglich mit dunklen Flächen einzelne Partien im Gesicht. Frauen mit einem herzförmigen Gesicht konzentrieren sich beim Schattieren auf Kinn und Haaransatz.

Basisarbeit

Wie bei jedem guten Make-up ist die Foundation die wichtigste Basis. Beim Contouring wählt man dafür grundsätzlich einen hellen Ton, um Makel mit mildem „Licht“ zu kaschieren. Die Grundierung wird wie gewohnt dünn (!) und flächig aufgetragen. Dunkle Augenschatten dürfen vorab mit einem Concealer abgedeckt und verblendet werden.

In den Schatten gestellt

Danach setzt man mit einem breiten, abgeschrägten Rougepinsel die Konturen an Schläfen, unterhalb der Wangenknochen und am Kinn in einer dunkleren Nuance. Ein Bronzepuder eignet sich hierfür zum Beispiel besonders gut, oder auch ein bräunliches Rouge. Die gewählte Farbe sollte unbedingt zum Teint passen und einige Nuancen dunkler als der natürliche Hautton sein. Weil beim Contouring natürliche Schatten vorgetäuscht werden sollen, ist der richtige Farbton essentiell – deshalb unbedingt bei Tageslicht auf dem Gesicht ausprobieren!

Das Schwierigste bei der dieser Schminktechnik ist das Modellieren der Wangen. Um die richtige Stelle für die Schattierung zu finden, gibt es einen kleinen Trick: Einen Pinsel schräg über die Wange legen, die Stielspitze zeigt zum Ohr, der Pinselkopf Richtung Mund. Durch Ertasten spürt man ganz leicht eine Vertiefung – die natürliche Höhle unterhalb des Wangenknochens. An genau diese Stelle setzt man mit dem Pinsel einen länglichen Schatten vom Ohr bis zur Wange.

Um die Nase schmaler erscheinen zu lassen, setzt man die Schattierungen ähnlich: Mit einem feinen Pinsel werden zwei Linien seitlich des Nasenrückens gezogen: Vom Nasenansatz nahe der Augenhöhle bis zur Nasenspitze, oberhalb der Nasenflügel. Danach sind die Highlights dran.

Lichterglanz

Wangenknochen, der Nasenrücken, die mittlere Stirn, die obere Lippenkontur und die Partie unter den Augenbrauen werden aufgehellt. Hierfür kommt ein Lidschattenpinsel mit (Schimmer-)Puder oder einem beigen Puder-Lidschatten zum Einsatz. Alternativ funktioniert auch ein heller Concealer. Ob beim Highlighter Glanz im Spiel sein darf, daran scheiden sich die Geister. Auch eine matte Variante hat durchaus ihren Reiz.

Wichtig: Damit der gesamte Look nicht maskenhaft wirkt, verblendet man die Übergänge zum Abschluss sanft mit einem breiten Pinsel oder einem Schwamm. Wer mag, gibt noch etwas transparentes Gesichtspuder darüber, um den Look noch harmonischer zu gestalten.

Unsere Produkt-Empfehlungen für einen natürlichen Contour-Look:

Als Grundierung:

Zum Schattieren:

Als Highlighter:

Als Finish:

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