Hot, hot, hot: Sauna für Einsteiger

Wenn’s draußen kalt wird, sehnen wir uns wieder danach: Schwitzen – und zwar ganz geplant. Sauna lautet das Stichwort. Und wer’s wirklich richtig machen will, sollte ein paar Kleinigkeiten beachten.
MAGAZIN Hot, hot, hot: Sauna für Einsteiger Bild: pixabay

Schwitzen ist gesund – wenn man es richtig macht! Hier daher unsere Tipps:

Leichter Einstieg für Sauna-Neulinge

Wer zu Kreislaufproblemen neigt und eher schnell Sternchen sieht, ist in der bis zu 60 Grad heißen Biosauna gut aufgehoben. Die Körpertemperatur steigt langsamer, der Körper hat mehr Zeit, sich anzupassen. Die Effekte sind nahezu identisch mit der klassischen 90-Grad-Sauna –  nur der Gang ins eiskalte Tauchbecken fällt weniger aufgeheizt etwas schwerer…

Knackig: 90 Grad sind Standard

Wer sportlich aktiv und gesund ist, kann bei der klassischen Saunatemperatur von 90 Grad Celsius nichts falsch machen. Generell gilt: Wenn man sich unwohl fühlt, ist es vernünftig und kein Zeichen von Schwäche, sich eine Bank tiefer zu setzen und bei Kreislaufbeschwerden den Schwitzraum vorzeitig zu verlassen.

Darf’s auch etwas mehr sein?

Aufgüsse sind etwas für Profis: Durch die erhöhte Luftfeuchtigkeit wird die Hitze als stärker und bissiger empfunden. Gut für die Lungen, gut für die Haut – aber nur für Saunagänger mit etwas Erfahrung angenehm. Wer sich herantasten möchte, ist mit einem Besuch im Dampfbad oder Hammam gut beraten: Die Temperaturen sind hier deutlich geringer und man bekommt eine Vorstellung von Hitze bei hoher Luftfeuchtigkeit. Schön an Aufgüssen ist der Duft: Dem verwendeten Wasser werden ätherische Öle beigemischt, die nicht nur für angenehmen Geruch, sondern auch für bessere Entspannung sorgen. Augen zu und genießen!

Sportlich: Yoga in der Sauna

Athletisch schwitzen kann man beim Bikramyoga: Der auf 40 Grad vorgeheizte Raum mit 40-prozentiger Luftfeuchtigkeit ist mit Spiegeln ausgekleidet. In 90 Minuten werden insgesamt 26 Asanas in je zwei Durchgängen geübt. Zuerst im Stehen, dann am Boden. Atemübungen gibt’s auch: Zu Beginn und am Ende der Stunde. Sehr anstrengend, aber toll für Menschen mit großem Bewegungsdrang! Die Wärme hat zudem den Vorteil, dass das Verletzungsrisiko sehr gering ist und die Dehnbarkeit der Muskeln deutlich steigt. Ein tolles Erlebnis!

Die wichtigsten Sauna-Effekte
  1. Stärkung des Immunsystems

Durch die erhöhte Körpertemperatur wird eine Art künstliches Fieber erzeugt. Zum einen werden angehende Infekte und entzündliche Prozesse im Körper dadurch eliminiert, wenn sich noch keine Symptome zeigen. Zum anderen wird durch den Wechsel mit dem Gang ins eiskalte Tauchbecken das Immunsystem gestärkt – aber leider wirklich nur in Verbindung mit der Kälte „danach“…

  1. Schönere Haut

Durch einen Wechsel von Wärme und Kälte werden die Gefäße erst erweitert, dann zusammengezogen. Das sorgt für eine gesunde Durchblutung und die Stärkung der Gefäße. Die Haut sieht rosiger und jünger aus. Zum anderen werden abgestorbene Hautschüppchen in der Sauna aufgeweicht und können in Verbindung mit einer Bürstenmassage oder einem Peeling optimal entfernt werden.

  1. Detox-Effekt

Durch das Schwitzen kann der Körper Giftstoffe und Schlacken leichter abführen, ein ausbalanciertes Säure-Basen-Verhältnis wird unterstützt. Der Kreislauf wird nachweislich trainiert, der Blutdruck bei regelmäßiger Benutzung gesenkt. Sogar Migräne kann durch Saunabenutzung reduziert werden. Wichtig: Genug trinken nach dem Saunagang! Stilles Wasser und Kräutertees sind die absoluten Favoriten beim Entschlacken.

  1. Locker lassen

In der Hitze können beanspruchte Muskeln besonders gut entspannen – und wer sich direkt nach der Bergtour, dem Skitag oder einem Marathon in die Schwitzkammer begibt, kann dank kreislaufverbessernder Wirkung den Muskelkater auf ein Minimum reduzieren. Außerdem wird die Atmung vertieft, bis sich der Körper im Tauchbecken wiederfindet. Das verbessert den Stoffwechsel ebenfalls.

  1. Relax-Effekt

Wer in die Sauna geht, nimmt sich eine Auszeit vom Alltag. Optimal sind mindestens drei Saunagänge; die Pausen dazwischen sollten deutlich länger sein als die Saunarunden. Nach der Sauna sollte man weder Sport treiben noch anstrengende Vorhaben umsetzen: Die Entspannung von Körper und Seele hält umso länger, je mehr sie zelebriert wird.

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