Q10 – Element der Erneuerung

Manchmal fehlt uns einfach der Antrieb. So ähnlich geht es auch unseren Hautzellen: Um in Schwung zu bleiben und sich regelmäßig zu erneuern, benötigen sie den Vitalstoff Ubichinon – besser bekannt als Coenzym Q10. Welchen Job erfüllt die vitaminähnliche Substanz genau? Und was ist dran am Mythos um ihre kosmetische Wirkung?
Q10 - Das Element der Erneuerung, Foto: PIXABAY

Der wissenschaftliche Name Ubichinon bedeutet so viel wie “überall vorhanden”. Und das zurecht: Coenzym Q10 kommt tatsächlich in jeder unserer Zellen vor. Es wird zum Teil über die Nahrung aufgenommen, aber auch vom Körper selbst produziert. Als essentieller Bestandteil der Zellatmung wäre der Energiestoffwechsel ohne diesen Stoff unmöglich: Q10 ist maßgeblich an der sogenannten „oxidativen Phosphorylierung“ beteiligt, über die 95 Prozent der gesamten Körperenergie erzeugt wird. Für seine Erkenntnisse über die Rolle von Q10 in der Atmungskette erhielt der britische Wissenschaftler Peter D. Mitchell 1978 sogar den Nobelpreis für Chemie.

Neben der Energieversorgung der Zellen gehört auch die Wirkung als Antioxidans und natürlicher Radikalfänger zu den Aufgaben des Coenzyms. Außerdem stärkt es das Immunsystem, unterstützt das gesamte Herz-Kreislauf-System und regeneriert darüber hinaus verbrauchtes Vitamin E dank seiner strukturellen Ähnlichkeit.

Immer her damit!

Q10 kann über öligen Fisch, Nüsse, Hülsenfrüchte, Sesam, Sonnenblumenkerne, Pflanzenöle, Kohl, Zwiebeln, Kartoffeln, Spinat, Rosenkohl und Brokkoli aufgenommen werden, steckt jedoch auch in Innereien wie Herz, Lunge und Leber. Da diese Organe den höchsten Energiebedarf im Körper aufweisen, besitzen sie auch die höchste Konzentration an Q10.

Stimmt die Ernährung nicht oder leiden wir an Stress, Übergewicht oder Krankheiten, kann es zu einer Unterversorgung kommen. Und mit zunehmendem Alter nimmt die Eigenproduktion von Q10 stetig ab. Ein 70-Jähriger beispielsweise hat im Vergleich zu einem jungen Menschen im Durchschnitt nur noch 40 Prozent des Gehaltes an Q10 in der Herzmuskulatur. Da Coenzym Q10 auch als  Nahrungsergänzungsmittel erhältlich ist, kann man diesen Mangel auf natürliche Weise ausgleichen und so den gesamtem Organismus besser mit Sauerstoff versorgen. Eine Überdosierung ist übrigens nicht möglich.

Q10 – ein Anti-Aging Wunder?

Auch unsere Haut benötigt Q10 – kein Wunder also, dass der Vitalstoff mittlerweile in vielen INCIS zu finden ist. Als 1997 die ersten konventionellen Cremes mit einer synthetisch erzeugten Variante auf den Markt kamen, war das ein echter Durchbruch – den allerdings eine ganze Reihe von Frauen mit Hautreizungen bezahlt haben. Für Bio-Beauty wird der Wirkstoff aus den Zellen grüner Pflanzen gewonnen, die mit Hefe fermentiert werden. Dadurch ist er in seiner Struktur dem hauteigenen Coenzym Q10 sehr viel ähnlicher als die chemische Variante.

Verträglich schön und gut. Aber was ist dran an der Wirksamkeit? Coenzym Q10 ist als starkes natürliches Antioxidans in der Lage, freie Radikale unschädlich zu machen. Darüber hinaus sorgt es als Energie-Booster auch in unseren Hautzellen für Erneuerung – und unterstützt damit die Jungerhaltung der Haut wie kaum ein anderer Wirkstoff.

Naturkosmetik mit Q10:

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