Wirkstoffpower pur: Kosmetik mit Aloe vera statt Wasser

Ein Beauty-Trend mit Tiefgang: Immer mehr Hersteller ersetzen das meist wirkungslose Wasser in ihren Rezepturen durch Aloe vera – und machen damit für bis zu 70 % mehr Wirkstoffe Platz!
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Wasser ist knapp – und wird immer knapper. Ein guter Grund, das flüssige Gut zu sparen, wo es geht. Es spricht aber noch mehr dafür, den Wasseranteil in unserer Kosmetik zu reduzieren. Wirft man nämlich einen Blick in die Inhaltstoffliste, stellt man schnell fest, dass „Aqua“ in den meisten Produkten gleich an erster Stelle steht. Dabei gilt: Je höher ein Stoff in der INCI gelistet ist, umso mehr davon ist im Produkt enthalten. Für Wasser können das schon mal um die 70 % sein. Damit bleiben nur 30 % für die wertvollen Wirkstoffe, die Haut und Haar Gutes tun. Wasser selbst hat nämlich keine Wirkstoffpower, es kann die Haut im schlimmsten Fall sogar austrocknen. Um die H2O-Problematik zu umgehen, stellen manche Hersteller ihre Produkte in fester oder Pulverform her, also ganz ohne flüssige Inhaltsstoffe. Das Resultat sind sehr praktische und nachhaltige Produkte, wie wir sie Euch in Sachen Haarpflege schon vorgestellt haben. Es gibt aber noch eine weitere Variante von „wasserfreien“ Produkten, bei denen die Formulierung weiterhin klassisch flüssig bleibt und trotzdem ohne H2O auskommt.

100% Pflege

Der Trick ist so genial wie simpel: Statt Wasser setzt man auf andere flüssige Zutaten, die nicht nur als reine Trägersubstanz, sondern auch als Wirkstoff punkten. Das klassische Beispiel ist Aloe vera Saft, aber auch Pflanzenöle sind beliebt. Anstatt 70 % Wasser und 30 % Wirkstoffe, sind diese Rezepturen wahre Beautybooster mit nahezu 100 % Pflegepower. Ein weiterer Pluspunkt sind all die Inhaltsstoffe, die durch das Fehlen von Wasser überflüssig werden: Weniger Wasser bedeutet weniger Konservierungsstoffe, weniger Emulgatoren und weniger Konsistenzgeber, um die wässrige Formulierung zu verdicken…. Sie alle machen Platz für wirkstoffreiche Zutaten.

Mit Aloe vera? Noch lange nicht wasserfrei!

Natur ist Trend – das hat auch der konventionelle Kosmetikmarkt längst begriffen. Mit grünen Verpackungen und Werbeversprechen rund um Natürlichkeit versuchen sie schamlos, Konsumenten in die Irre zu führen. Wo Naturkosmetik drauf steht, ist aber noch lange nicht Naturkosmetik drin. Der Begriff ist rechtlich nicht geschützt und darf ohne Auflagen beliebig auf Tuben und Tiegel gedruckt werden.

Das gilt auch in Sachen Aloe: Dass ein Produkt mit Aloe vera wirbt, bedeutet noch lange nicht, dass kein Wasser mehr enthalten ist. Es bedeutet nicht mal, dass überhaupt echter Aloe vera Saft zum Einsatz kam. Viele Hersteller, besonders im konventionellen Bereich, fügen ihren Rezepturen nämlich einfach einige Krümelchen Pulver hinzu. Das reicht schon, um „Mit Aloe vera!“ werben zu dürfen. Aber auch echte Naturkosmetik, die ihr am einfachsten an unabhängigen Qualitätssiegeln erkennt, ist selten wasserfrei – selbst wenn hier meistens deutlich mehr und vor allem echter Aloe Vera Saft zum Einsatz kommt. Wer sicher gehen will, dass ein Produkt wasserfrei ist, schaut daher in die INCI: Steht Aqua in der INCI, wisst Ihr sofort Bescheid. Echte Aloe vera erkennt Ihr in der Zutatenliste zum Beispiel an der Bezeichnung ALOE BARBADENSIS LEAF JUICE.

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Wasser ist nicht gleich Wasser

Unbedingt erwähnenswert: Wasser ist nicht gleich Wasser. Eine Besonderheit in Sachen H2O bilden Unternehmen, die zwar durchschnittlich hohe Wasseranteile in ihren Rezepturen haben, dabei aber auf hochqualitatives Aqua mit Mehrwert setzen. Ein klassisches Beispiel ist SPEICK Naturkosmetik, das in seiner Thermal Sensitiv Serie reines Thermalwasser aus Bad Schlangenbad einsetzt. Aber auch Meerwasser und besonders salz- oder mineralarmes Quellwasser sind beliebte Alternativen einiger Hersteller und können einen positiven Effekt auf die Haut haben. Mehr dazu findet Ihr in diesem Artikel.

Spezialisten: WHAMISA, SANTAVERDE, Pharmos Natur

Wer in Sachen wasserfrei ganz sicher gehen und vor allem nicht lange suchen will, setzt auf die Pioniere WHAMISA, Santaverde oder Pharmos Natur. Ihr Sortiment besteht aus echter Naturkosmetik, die wasserfrei oder wasserarm ist und stattdessen auf die Wirkung von Aloe vera Saft oder Gel setzt.

Die südkoreanische Trendmarke WHAMISA bringt zusammen mit exotischen Rohstoffen auch dieses Beautygeheimnis aus Asien nach Deutschland. Ein weiterer Clou: Ein Großteil der Inhaltsstoffe wird fermentiert und kann dadurch nicht nur besser von der Haut aufgenommen werden, sondern auch intensiver wirken.

Auch die deutschen Marken Santaverde und Pharmos Natur haben Wasser gänzlich abgeschworen und stellen stattdessen die Aloe Pflanze in den Mittelpunkt ihrer Produkte. In beiden Fällen führte ein Schlüsselerlebnis zur Unternehmensgründung und der Entscheidung, Aloe zum Star der Produkte zu machen: Santaverde Gründerin Sabine Beer konnte mit purem Aloe vera Saft ihre jahrelange Akne lindern, während Margot Essner, Gründerin von Pharmos Natur, sich dank derselben Heilpflanze narbenfrei von Verbrennungen zweiten und dritten Grades erholte.

Aloe statt Wasser: Produkthighlights

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