Basisöle – natürliche Pflegekräfte

Nichts (be)steht ohne ein solides Fundament. In der Naturkosmetik sind es die sogenannten Basisöle, auf die alles aufbaut. Die pflanzlichen Hauthelfer sind dank ihrer besonderer Eigenschaften die ideale Grundlage für wirksame pflegende Mixturen.
MAGAZIN Basisöle – natürliche Pflegekräfte Bild: pixabay

Die Epidermis unserer Haut sorgt mit der darüber liegenden Hydro-Lipid-Schicht dafür, dass der pH-Wert konstant bleibt und schützt gleichzeitig vor krankheitserregenden Mikroorganismen. Feuchtigkeit und Talg erneuern diesen natürlichen Schutzfilm ständig. Und trotzdem wird die hauteigene Barriere angegriffen – durch schädliche Umwelteinflüsse, zu häufiges und intensives Waschen oder die falsche Pflege. Sie verliert an Geschmeidigkeit und Elastizität, wird trocken und reagiert zunehmend sensibler. Um der Haut und ihrer Schutzbarriere helfend zur Seite zu stehen, eignen sich vor allem Samenöle. Diese Substanzen aus der Familie der fetten Pflanzenöle werden durch ihre hydro-lipide Konsistenz besonders schnell absorbiert. Ihre körperverwandten Fettsäureesther können dank ihrer Molekül-Struktur besonders gut verstoffwechselt werden – und die Haut wird intensiv genährt.

Nomen est Omen: Die perfekte Basis

Als Basisöl oder Trägeröl werden pflanzliche Öle bezeichnet, die eine perfekte Grundlage für das Mischen mit anderen fetten oder ätherischen Ölen bilden. Meist sind sie wenig geruchs- und geschmacksintensiv. Blüten, Knollen, Kerne und Keime sind ihre Quelle. Und am hochwertigsten sind sie aus nativer Gewinnung – schonend kaltgepresst und naturbelassen. Der große Vorteil dieser Art der Gewinnung: So bleiben die Öle in ihrer ursprünglichen Zusammensetzung erhalten.

Typische Einzelkämpfer sind sie nicht, auch wenn Basisöle durchaus zur alleinigen Anwendung geeignet sind. Häufig dienen sie als Trägersubstanz für ätherische Öle – denn sie selbst besitzen keine extrem ausgeprägte therapeutische Wirkung. Doch sie haben ein anderes, unschlagbares Talent: Sie sind dem menschlichen Hautfett in ihrer chemischen Struktur sehr ähnlich. Außerdem dringen sie tief ein und hinterlassen keinen Lipidfilm an der Oberfläche. Durch ihre Anwendung wird die Zellregeneration gefördert und gleichzeitig die Haut wirksam vor Umwelteinflüssen geschützt.

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Was sie sonst noch können? Basisöle sind besonders reich an essentiellen Fettsäuren, Lecithin und Vitaminen. Ihre bioaktiven Substanzen wirken darüber hinaus als besondere Feuchtigkeitsspender und -binder. Wie alle fetten Öle sollten sie am besten auf der tonisierten Haut angewendet werden, da sie sich mithilfe dieses Voremulgators besser auf der Haut entwickeln.

Pur oder gemischt mit anderen Basisölen, Samenölen oder duftenden ätherischen Ölen eignen sie sich für Massagen, Bäder und die sanfte Gesichts- und Körperpflege. Und auch aus den Rezepturen naturkosmetischer Cremes sind die Basisöle nicht weg zu denken. Sie machen ihrem Namen also alle Ehre…

Qualität hat ihren Preis

Der Einkauf von naturbelassenen fetten Ölen bester Qualität erscheint auf den ersten Blick relativ kostspielig, gerade im Vergleich zu Mineralöl, wie es in den meisten konventionellen Produkten enthalten ist. Anders als diese, kann die pflanzliche Variante immer mit einem Pflege-Effekt punkten. Und selbst wenn es sich bei den botanischen Schätzen um eine nur begrenzt haltbare Ware handelt (bis auf wenige Ausnahmen maximal zwei Jahre): Pflanzenöle versiegeln die Haut nicht, wie es die billigen und fast unbegrenzt haltbaren Petrolate tun.

Pure Vielfalt

Zu den beliebtesten Basisölen zählen Avocadoöl, Nachtkerzenöl, Jojoba-, Mandel- und Sesamöl. Aber es gibt noch einige mehr.

Eine große Auswahl der Öle in Bioqualität findet man zum Beispiel bei farfalla oder bei PRIMAVERA.

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