Natur ist dufte!

Parfüms sind die pure Freude im Flakon: Ein kurzer Spritzer, und schon fühlen wir uns wie auf einer Sommerwiese. Doch bei konventionellen Düften stammt der Inhalt meist aus dem Chemiebaukasten. Statt Glücksgefühlen gibt’s oft jede Menge Gift. Lassen Sie sich nicht an der Nase herumführen! Die besten Benefits der herrlichen neuen Bio-Parfüms.

Ein Tröpfchen spritzige Orange, weiches Rosenaroma, die herbe Frische von frisch gemähtem Gras oder Tannennadeln: Parfüms, die nach Natur duften, tun unserer Seele gut. Doch in den seltensten Fällen sind tatsächlich natürliche Essenzen wie ätherische Öle für das Geruchserlebnis verantwortlich. Die meisten konventionellen Düfte bestehen aus einer Mischung, bei der der synthetische Anteil klar überwiegt. Im Schnitt stammen 85 Prozent des Flakon-Inhalts aus dem Labor. Fakt ist jedoch, dass einige der so hergestellten Duftstoffe umstritten sind, da sie gesundheitliche Probleme hervorrufen können, während natürliche Noten einen aromatherapeutischen Effekt auf die Seele haben sollen. Fragt sich nur, warum so selten natürliche Essenzen eingesetzt werden. Wir verraten es und nennen Ihnen wundervolle Bio-Parfüms zum Ausprobieren, von männlich-herb über sinnlich bis sportlich-frisch.

Entdecke die Möglichkeiten: Was Parfümeure alles können
Zum einen benutzen wir heute viel mehr Parfüm als früher, so dass riesige Mengen an Zutaten wie Bergamotte, Lavendel oder Zimt notwendig wären, um die Ingredienzen natürlich herzustellen. Zum anderen macht es viel Arbeit, ätherische Öle durch Wasserdampfdestillation oder Auspressen zu gewinnen. Hinzu kommt, dass das bei einigen Pflanzen nicht funktioniert. Egal, welches Verfahren Sie anwenden: Flieder, Äpfel und Maiglöckchen beispielsweise lassen sich ihren Duft nicht in Form eines ätherischen Öls entlocken. Außerdem sind im Labor hergestellte Duftstoffe oft erheblich billiger als ihre natürlichen Varianten. Ein Kilo künstliches Vanillin kostet z. B. nur 10 Euro, die gleiche Menge echtes Vanilleöl bringt es dagegen locker auf 1.200 Euro. Deshalb greifen immer mehr Parfümeure in die chemische Trickkiste und bauen teure Duftstoffe günstig nach, schaffen Ersatz für natürlich nicht machbare Noten wie Apfel-Aroma oder kreieren sogar völlig neue, etwa die Aldehyde, die z. B. in Chanel No 5 vorkommen. Für Duftdesigner ein Traum – aber leider einer mit Nebenwirkungen.

Das stinkt uns: Bedenkliche Inhaltsstoffe
Wenn man einen Duft künstlich herstellt, gibt es ein Problem: Meist imitiert man nämlich wirklich nur den Geruch. Andere Inhaltsstoffe ätherischer Öle, die zwar positive Auswirkungen auf Körper und Seele haben, aber den Duft nicht beeinflussen, werden nicht berücksichtigt. Das liegt an der einzigartigen Fülle: Echtes Rosenöl z. B. besteht aus rund 400 Einzelsubstanzen, die noch gar nicht alle erforscht sind. Das gesamte Spektrum nachzubauen wäre ein viel zu großer Aufwand. Die vereinfachte Struktur einiger künstlicher Duftbausteine kann jedoch dazu führen, dass sie im Fettgewebe des Körpers einlagert werden und die Leber belasten. Das gilt besonders, wenn Sie sich zu oft und zu intensiv mit synthetischen Moschusnoten einsprühen. Aber auch sonst gibt es in konventionellen Parfüms noch eine ganze Reihe von Zutaten, die nicht unbedenklich sind, z. B. synthetische Farb- und Konservierungsstoffe, schädliche Alkohol-Vergällungsmittel wie Phthalate oder hormonell wirkende UV-Filter. Und selbst, wenn die Duftstoffe natürlich sind, werden sie manchmal mit chemischer Nachhilfe gewonnen, etwa mit dem Lösungsmittel Hexan.

Mit Bio-Parfüms haben Sie den richtigen Riecher
Naturkosmetik-Düfte bestehen hauptsächlich aus ätherischen Ölen, die in einer Basis aus unbehandeltem Bio-Alkohol gelöst werden. In ihnen entfaltet sich die gesamte Seele einer Pflanze, so dass diese Parfüms etwas ganz Besonderes sind. „Sie haben dieses gewisse Etwas, den einzigartigen Zauber des Lebendigen, den ein synthetischer Duft nie haben kann“, hat der französische Parfümeur Jean-Paul Guerlain einmal eingeräumt. Hinzu kommt, dass uns beim Schnuppern an natürlichen Essenzen ein wunderbares Wohlgefühl durchrieselt. Das liegt daran, dass in unserer Nase mit jedem Atemzug rund 10 Millionen Riechzellen stimuliert werden, die über das Gehirn eine direkte Verbindung zu Nervenbahnen, Hormon- und Immunsystem haben. Das lässt sich sogar wissenschaftlich nachweisen: Zitrusduft hemmt die Bildung des Stresshormons Cortisol, Jasmin erzeugt ein ähnlich angeregtes Hirnwellenmuster wie das Trinken einer Tasse Kaffee, Zimt stimmt zärtlich. Mit synthetischen Düften kann man zwar auch einen aromatherapeutischen Effekt erzielen, aber der ist deutlich schwächer. Untersuchungen der Universität Bochum ergaben, dass natürliches Orangenöl den Schlaf vertieft und für angenehme Träume sorgt. Künstliches Orangenaroma hatte nicht annähernd die gleiche Wirkung. Wer mag, kann sich sogar seinen eigenen Bio-Duft anfertigen lassen, z. B. von Biggi Renner in München. Hier kommt eine Auswahl toller fertiger Natur-Parfüms!

Dufte Begleiter für Sie und Ihn

Anima Natural Eau de Parfum von Farfalla mit Orangenblüten, Melisse, Mandarine, Grapefruit und Mimose
Men Eau de Toilette von Speick mit Lemongras, Speick-Kraut, Petitgrain und Patchouli
Bachblüten Elixir de Parfum von Fitne mit Bachblüten und Rosenöl
Homme 365 Eau des Toilette von Sante mit Sandelholz, Orange und Vanille
Bio White Musk von Monotheme mit Jasmin, Vanille und Sandelholz
Awaken von Intelligent Nutrients mit Zitronengras, Minze und schwarzem Pfeffer
Eau de Toilette Gardenie Ylang-Ylang von Melvita mit Kardamom, Gardenienblüten und Ylang-Ylang
Eau de Parfum Wilde Beere von Acorelle mit Rose, Mimose und Kardamom
Mytao von Taoasis mit Zitrone, Tee und Grapefruit
Parfume Mandarin & Sicilian Bergamotte von Abahna mit Mandarine und Bergamotte
Love Coconut Eau de Toilette von Honoré des Prés mit Kokosnuss

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