Schwere Kost

Kartoffelsalat am Heiligen Abend, Weihnachtsgans am ersten Feiertag, am zweiten dann Wildgulasch – und zwischendurch immer wieder Lebkuchen und Plätzchen… Lecker! Doch das ganze hat leider einen Haken: Nach so viel Schlemmerei stört häufig Unwohlsein unser Feiertagsbefinden. Mithilfe der Natur lässt sich selbst schwere Kost mit Leichtigkeit verdauen.

Übermäßiger Genuss und ständiges Naschen während der Festtage kann uns im wahrsten Sinne des Wortes auf den Magen schlagen. Die Folge: Völlegefühl, Übelkeit oder Sodbrennen. Wir haben uns im wahrsten Sinne des Wortes „überfressen“. Das liegt daran, dass unser Magen durch das viele und schnelle Essen schlicht und einfach überfordert ist und die Verdauung nicht mehr hinterher kommt. Gleichzeitig bilden sich Gase im Darm, die für Bauchschmerzen und Blähungen sorgen können.

Um dem vorzubeugen, müsste man genügsamer, langsamer, gesünder und fettärmer essen. Doch angesichts der köstlichen Weihnachtsleckereien ist das nur schwer umsetzbar. Um das Festtagsschlemmen dennoch genießen zu können, bieten sich ein paar natürliche Helfer an:

So kriegen Gans & Co. ihr Fett weg
Bitterstoffe fördern den Speichelfluss. Die Schleimhäute im Mundbereich ziehen sich zusammen und dehnen sich wieder aus. Dieser Prozess trägt zum Ausscheiden von Giften, Bakterien und Viren im Mund- und Rachenraum bei. Der bittere Geschmack fördert darüber hinaus die Produktion des Magensaftes. Bitterstoffe regen Galle und Bauchspeicheldrüse – und somit die Fettverdauung – an, stärken das Abwehrsystem des Körpers, unterstützen den Organismus, die Nahrung optimal zu verwerten, und helfen bei Völlegefühl, Sodbrennen und Übelkeit. Man findet sie in allen bitter schmeckenden Lebensmitteln, wie z.B. Grapefruit, Rucola, Chicorée, Radicchio und Artischocken.

Auch pflanzliche Mittel wie zum Beispiel Enzian– oder Angelikawurzel können das lähmende Völlegefühl mildern. Dafür einen halben Teelöffel fein geschnittene Angelikawurzel mit kochendem Wasser übergießen und zehn Minuten ziehen lassen. Jeweils eine halbe Stunde vor den Mahlzeiten eine Tasse trinken.

Kümmel ist ein idealer Verdauungshelfer. Das enthaltene ätherische Öl Carvon wirkt krampflösend und verdauungsfördernd. Kümmel sorgt für eine vermehrte Freisetzung von Gallensäuren, regt die Magensaftproduktion an und fördert den Appetit. Carvon hat zudem eine wachstumshemmende Wirkung auf Bakterien und Pilze. Kümmel kann in Form von Tee oder als reines ätherisches Öl angewendet werden. Für die Teezubereitung übergießen Sie einen halben Teelöffel getrocknete und zerquetschte Kümmelfrüchte mit einer Tasse siedendem Wasser und lassen das ganze 10 bis 15 Minuten ziehen. Bei Verdauungsproblemen sollten Sie täglich zwei bis drei Tassen davon zwischen den Mahlzeiten trinken. Da die ätherischen Öle leicht flüchtig sind, ist es wichtig, den Tee jedes Mal frisch zuzubereiten und während des Ziehens abzudecken. Ätherisches Kümmelöl können Sie bis zu dreimal täglich (je 1-2 Tropfen) einnehmen.

Auch die folgenden pflanzlichen Helfer lindern Ihr Völlegefühl: Fenchel und Anis wirken verdauungsfördernd und krampflösend, Pfefferminze regt die Gallenfunktion an, Kamille wirkt beruhigend. Ingwer fördert die Speichel- und Magensaftsekretion und steigert die Darmbewegung. Blähungsmindernd sind Kräuter und Gewürze wie Koriander, Rosmarin oder Thymian. Und gegen akutes Sodbrennen helfen ganz einfach zwei zu Brei gekaute Haselnüsse.

Wärme und Bewegung
Zusätzliche Helfer in der Not: Das Auflegen einer Wärmflasche, regelmäßig Wasser trinken oder ein Spaziergang an der frischen Luft tun unserer Verdauung gut und lassen das Völlegefühl schneller abklingen. Unser Tipp: Gönnen Sie sich nach dem Essen einen kleinen Verdauungsschnaps (Kümmel oder Anis) und sorgen Sie anschließend für Bewegung – zum Beispiel bei einem ausgedehnten Spaziergang mit Ihren Liebsten…

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