Die schlimmsten Beauty-Sünden

Sie ist unser größtes Organ und bietet viel Angriffsfläche für falsche Behandlung: Die Haut. Während es einige zu gut mit ihr meinen, wird sie von anderen total vernachlässigt. Welche Fehler sind besonders gravierend und wie kann man ihnen vorbeugen? Die neun absolut heftigsten Don’ts!

Falsche Telefonnummer gewählt, den Geburtstag der Tante verschwitzt, Buchstabendreher in der SMS: Unser Alltag ist gespickt mit kleinen Irrtümern, die zum Glück meist keine unangenehmen Folgen haben. Schließlich ist niemand perfekt! Auch in Sachen Hautpflege gibt es ein paar Dinge, die oft schieflaufen. Ziel der täglichen Pflege sollte es sein, den Schutzmantel unserer Haut zu erhalten und ihr bei ihrer Erneuerung zu helfen. Doch was zunächst so einfach klingt, birgt jede Menge Stolpersteine. Die neun größten No-Gos haben wir hier für Sie zusammengestellt.

DON’T 1: Zu gut gemeinte Sauberkeit
Natürlich spricht nichts gegen die tägliche Dusche oder ein entspanntes Bad. Das Wasser sollte aber nicht zu heiß sein, und ein pflegendes Duschgel oder Badeöl sind ebenso Pflicht wie das anschließende Eincremen. Denn beim Kontakt mit Wasser wird der Schutzmantel der Haut angegriffen und sie muss anschließend ausreichend mit Feuchtigkeit versorgt werden. Besonders pflegebedürftig sind dabei unsere Hände: Häufiges Waschen macht die Haut trocken und spröde. Da vor allem die Außenseiten nur über wenige Talgdrüsen verfügen, ist eine Handcreme unerlässlich.

DON’T 2: Nicht abschminken
Auch wenn der Abend noch so lang war: Abschminken ist Pflicht! Denn über Nacht regeneriert sich die Haut. Eine dicke Schicht Make-up, Schmutz- und Talgrückstände hindern sie am Atmen und fördern die Entstehung von Unreinheiten. Und überhaupt ist die richtige Reinigung die wohl wichtigste Grundlage für eine effektive Pflege. So sanft und so wirksam wie möglich sollte sie sein, sich aber auf keinen Fall nur auf klares Wasser beschränken. Falls es fix gehen soll: Nehmen Sie einfach mal feuchte Abschminktücher, die es auch im Naturkosmetik-Regal gibt.

DON’T 3: Hände im Gesicht
Es kribbelt und ist schon deutlich spürbar: Ein Pickelchen sprießt mitten auf der Stirn. Jetzt heißt es: Finger weg! Wer nämlich kratzt oder daran herumdrückt, kann Entzündungen und sogar die Bildung von Narben begünstigen. Generell haben die Hände – außer zum Reinigen, Cremen und Schminken – im Gesicht nichts verloren. Denn dadurch bringen wir unzählige Keime und Bakterien mit unserer Haut in Berührung – und das muss nun wirklich nicht sein. Besser: Kleine Unreinheiten mit einem kamille– oder teebaumölhaltigen Pickeltupfer behandeln. Concealer kaschieren den Störenfried, bis er abgeheilt ist.

DON’T 4: Falsche Pflege
Viele Frauen neigen dazu, ein bisschen zu tief in den Cremetopf zu greifen. Schließlich wollen wir Ergebnisse sehen und zwar in Form einer rundum schönen, jugendlich glatten Haut. Doch ständige Überfütterung kann leicht zu Pickeln oder Ausschlag führen. Spannt Ihre Haut, juckt dabei und neigt zu Knitterfältchen, braucht sie eine Creme mit mehr Feuchtigkeit. Weist sie schuppige Stellen und Rötungen auf, sollten Sie lieber eine Creme mit extra viel Fett benutzen, damit die Hautzellen wieder zusammenhalten und einen Schutzwall bilden können. Generell gilt: Die Pflege immer nach dem Hauttyp richten und sich bei Bedarf lieber fachlich beraten lassen, als immer wieder zu den falschen Mitteln zu greifen.

DON’T 5: Ätherische Öle pur verwenden
Zwar sind ätherische Öle Nahrung für Haut und Sinne, doch sie sind hoch konzentriert. Direkt auf der Haut haben sie nichts verloren! Wer Reizungen vermeiden, aber die intensiven Aromen trotzdem bei der Hautpflege genießen möchte, mischt sie mit Samen- oder Basisölen, zum Beispiel Mandelöl, als Trägersubstanz. Am sichersten ist es, wenn Sie sich beim Selbermachen Ihrer Kosmetik an ein Rezept halten. Oder Sie verwenden fertige Körperöle, Bodylotions und Gesichtscremes von Naturkosmetikherstellern. Darin sind die ätherischen Öle genau richtig dosiert, so dass Sie nichts falsch machen können.

DON’T 6: Cremes auf Mineralölbasis
Naturkosmetikfans wissen, was sie ihrer Haut durch den Verzicht auf konventionelle Produkte ersparen: Oft werden diese nämlich auf Basis von Mineralölen hergestellt. Die Kohlenwasserstoff-Verbindungen legen sich wie eine Plastikfolie auf die Haut und lassen sie aufquellen, weil unser Schweiß darunter nicht richtig verdunsten kann. Ähnlich verhält es sich mit Silikon. Seine Silizium-Sauerstoff-Einheiten täuschen eine glatte, geschmeidige Hautoberfläche vor, liefern im Gegensatz zu pflanzlichen Fetten aber keinerlei Wirkstoffe. Insofern sind konventionelle Produkte oft die reinste Mogelpackung, während Bio-Beauty geballte Pflege liefert.

DON’T 7: Zu viel Feuchtigkeit im Winter
Der Wunsch, die Gesichtshaut immer ausreichend mit Feuchtigkeit zu versorgen, ist durchaus berechtigt. Im Winter ist dabei jedoch Vorsicht geboten, zumindest, wenn Sie sich für längere Zeit im Freien aufhalten wollen. In diesem Fall sollte Ihre Creme keinen zu hohen Wasseranteil aufweisen. Denn Feuchtigkeit, die sich in der Hornschicht einlagert, kann bei niedrigen Temperaturen regelrecht gefrieren und so unsere Haut schädigen. Steigen Sie in der kalten Jahreszeit am besten auf Pflege mit einem höheren Fettgehalt um.

DON’T 8: UV-Strahlung unterschätzen
Dass wir unsere Haut im Sommer schützen sollten, ist den meisten klar. Doch auch an hellen Wintertagen und vor allem bei Ausflügen in höhere Lagen sollte man die UV-Strahlung nicht unterschätzen, da die Sonnenstrahlen vom Schnee noch stärker reflektiert werden, als von einer Wasseroberfläche im Sommer. Also: Bei langen Spaziergängen, in den Bergen oder beim Wintersport unbedingt eine Sonnencreme mit hohem Lichtschutzfaktor benutzen.

DON’T  9: Ständig die Lippen anlecken
Wenn die Lippen sich trocken anfühlen, neigen viele Menschen beinahe reflexartig dazu, sie mit der Zunge zu befeuchten. Das bringt zwar für einen kurzen Moment das Gefühl, sie würden weniger spannen, danach fühlen sie sich aber noch rauer an als zuvor. Da unsere Lippen keine Talgdrüsen besitzen, gehört ein Pflegebalsam in jede Jackentasche und die Zunge sollte – außer vielleicht zum Genuss von leckerem Eis – lieber im Mund bleiben. Dann haben Sie jederzeit gut lachen!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

I accept that my given data and my IP address is sent to a server in the USA only for the purpose of spam prevention through the Akismet program.More information on Akismet and GDPR.