Ist Luxuspflege ihr Geld wert?

Gute Kosmetik hat ihren Preis. Wie hoch dieser jedoch ist, wird von ganz unterschiedlichen Faktoren bestimmt und hat nicht immer nur mit Qualität zu tun. Aber kann günstige Drogeriepflege es wirklich mit teuren Luxuscremes aufnehmen? Und was beeinflusst überhaupt die Kosten unserer Beauty-Lieblinge?
Magazin: Ist Luxuspflege ihr Geld wert? Bild: pexels

„Diamonds are a girl‘s best friend“ – das wusste schon Marilyn Monroe. Aber auch wenn sie damit nicht ganz Unrecht hatte, brauchen die wenigsten Frauen puren Luxus zum glücklich sein. Hin und wieder etwas gönnen, tun wir uns hingegen gern. Gerade wenn es um die Schönheit geht, nehmen wir durchaus einen gewissen Preis in Kauf. Schließlich könnte sich hinter dem neuen Serum mit verkapselter hochmolekularer Hyaluronsäure tatsächlich ein bislang unentdecktes Anti-Aging-Geheimnis verbergen …

Auf Schatzsuche: Kostenfaktor Rohstoffe

Weniger geheimnisvoll zeigen sich meist die Marketingversprechen der Hersteller und die Leitinhaltsstoffe auf den Verpackungen. Von seltenen Pflanzen über Edelmetalle bis hin zu ultra-wirksamen Molekülen und Enzymen reicht die Palette. Kein Wunder, dass so viel Exklusivität auch kostet: Teure Rohstoffe und nicht zuletzt das Image der Designer-Tiegel sind die größten Kostenfaktoren im Beauty-Regal. Und oftmals spielt auch der Zeitpunkt eine nicht unwesentliche Rolle.

Wer Ende der 90iger seinen Teint mit Q10 glätten wollte, musste dafür umgerechnet etwa 30 Euro zahlen. Grund dafür waren 10 Jahre Entwicklungsarbeit und eine halbe Million Euro Forschungskosten, die der Erfinder ebenso zu tragen hatte, wie enorme Aufwendungen für Werbung. Denn damals wusste noch niemand, was sich hinter Q10 verbirgt und wie gut es gegen Falten wirkt. Heute hingegen hat sich der Wirkstoff etabliert und ist längst so gut verfügbar, dass eine Gesichtspflege mit dem Co-Enzym mitunter schon ab 3 Euro zu haben ist. Für die Luxus-Konzerne ist Q10 längst nicht mehr attraktiv. Denn auch wenn es nicht minder wirksam ist, als vor beinahe 20 Jahren, forscht man lieber an neuen Wundermitteln gegen das Altern.

Das Tüpfelchen auf dem i

Auch wenn die Aufschriften der Tiegel und Fläschchen noch so verlockend erscheinen und die Rohstoffe besonders exotisch sind: Man sollte immer bedenken, dass sie nur einen Bruchteil einer Rezeptur ausmachen. Die Heros im Tiegel tauchen nur in geringer Konzentration ganz am Ende der INCI-Liste auf. Ein Blick auf das Gesamtbild schadet nie. Eine hochwertige Basis aus pflegenden Pflanzenölen zum Beispiel, hat einen hohen Anteil am Produkt und steht für eine bessere Qualität, als eine Grundlage aus Paraffin oder Silikonen. Olivenöl und Mandelöl beispielsweise sind von Natur aus hautverwandt und weisen einen hohen Gehalt an antioxidativen Inhaltsstoffen auf. Ob man ergänzend dazu günstiges Q10 oder eine innovative Zutat mit gewissem Luxusfaktor bevorzugt, bleibt letztlich jedem selbst überlassen.

Klasse in Masse?

Wie steht es eigentlich mit Drogerieprodukten – kann Kosmetik, die so viel günstiger ist, als High-End-Produkte überhaupt von guter Qualität und noch dazu wirksam sein? Durchaus! Die meisten Drogeriemarken haben nämlich den entscheidenden Vorteil Handelsmarken zu sein. Die Produkte werden zugekauft und in großen Mengen hergestellt. So entfallen umfangreiche Forschungs- und Entwicklungskosten und zugleich sind die Rohstoffpreise entsprechend niedrig. Hinzu kommen die enorm hohen Verkaufszahlen durch den Absatz in mehreren tausend Filialen, die eine geringe Gewinnspanne je Produkt ermöglichen und so die Preise klein halten. Einziger Unterschied: Drogerie- und Einstiegsmarken verwenden meist günstigere Basiszutaten.

Bio-Beauty in allen Facetten

Ob Luxus- oder Drogerieprodukt: In allen Preisklassen hat man längst auch die Wahl zwischen konventioneller Kosmetik und Naturprodukten. Denn zertifizierte Naturkosmetik hat neben dem Biofachhandel längst andere Vertriebskanäle erobert und ist in edlen Parfümerien ebenso anzutreffen wie bei dm & Co. Während man im Fachhandel neben bester Beratung auch Qualität auf höchstem Niveau erwarten darf, findet man in den Drogerien eher Natur- als Biokosmetik. Die Produkte im Luxussegment setzen wie die konventionellen Vorbilder auf innovative Rohstoffe, feinste Texturen und ein gewisses Image – teilweise mit naturnahen Rezepturen ohne Zertifizierung, aber dafür mit Trendfaktor. Wer die Wahl hat, hat bekanntlich auch die Qual. Wir haben deshalb für jeden Anspruch einige Produkttipps zusammengestellt:

Luxuskosmetik

Kosmetik aus dem Fachhandel

Drogeriekosmetik

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