Freunde fürs Leben: Sonne & After-Sun-Pflege

Sonne regt zwar unsere Glückshormone an, doch für die Haut ist sie Stress pur. Egal, ob man sich beim Beach-Volleyball verbrannt oder an einem schattigen Plätzchen geruht hat: Sonnengeküsste Haut braucht Pflege. Da heißt es nach einem chilligen Tag im Freien: Cremen, cremen, cremen! Aber womit am besten?

Wie schön: Die Sonne lacht vom Himmel und wir genießen es, endlich wieder Zeit im Freien zu verbringen. Sonnenschutz ist natürlich Ehrensache, aber was kommt eigentlich danach? Ob Ihr Eure normale Bodylotion auch als After-Sun Pflege benutzen können, hängt von den Inhaltsstoffen ab. Nicht jede Feuchtigkeitsmilch ist für sonnengestresste Haut geeignet. Einige Körperlotionen sind so reichhaltig, dass sie wie Kleber auf der Haut liegen. Aber erstmal der Reihe nach: Warum brauchen wir überhaupt eine After-Sun-Pflege? Ganz einfach: Durch UV-A-Strahlen trocknet die Haut aus und altert schneller. Falten sind die unmittelbare Konsequenz. UV-B-Strahlen können sogar einen Sonnenbrand hervorrufen, wenn Ihr nicht richtig aufpasst.

Glück gehabt: Cool down für gut geschützte Sommerhaut

Wer sich reichlich mit einem UV-Schutz-Produkt eingecremt hat, dem ist die Sonne ein Freund: Sie streichelt unsere Haut, sorgt für jede Menge Vitamin D und gute Laune. Trotzdem solltet Ihr pralle Sonne meiden, denn auch beste Freunde hocken nicht 24 Stunden aufeinander! Doch hinterher lechzt die Haut nach Aufmerksamkeit. Gesichts- und Körperpflege gehen bei der After-Sun-Behandlung Hand in Hand. Mild und erfrischend ist hier das Motto, denn eine reichhaltige Pflege verstopft nur die Poren und liegt zu schwer auf der Haut. Also viel cremen und die Haut vor allem mit Feuchtigkeit verwöhnen. Ideale Durstlöscher sind z. B. Produkte mit Aminosäuren, Sheabutter, Aloe vera und Hyaluronsäure. Die sanften Helfer am besten im Kühlschrank aufbewahren, das sorgt für einen extra Kühl-Effekt auf der Haut. Toll für Gesicht und Body sind erfrischende Aloe-vera-Gels. Die Wüstenpflanze ist der Feuchtigkeitskracher schlechthin und sollte, egal ob die Haut gerötet ist oder nicht, in jedem Haushalt zu finden sein. Der Saft birgt eine Fülle natürlicher Wirkstoffe, von denen spezifische Polysaccharide, essentielle Aminosäuren, Enzyme, Mineralsalze, Vitamine und Antioxidantien besonders wertvoll und sommerwirksam für die Hautpflege sind.

Zu spät? Mit Calendula, Slizium und Algen wird alles wieder gut

Zu lange im Meer geschwommen und dabei nicht mitbekommen, wie sich Ihre Haut gerötet hat? Jetzt sind schnelle Sofortmaßnahmen gefragt, sonst schmerzt es richtig. Die Natur hat tolle Lösungen in petto, um Sonnenbrand zu lindern. Ganz vorne dabei sind zum Beispiel die Wirkstoffe Calendula und Silizium. Ringelblumen-Salbe wirkt entzündungshemmend, beruhigt Pusteln und beugt Irritationen vor, wenn die Sonne mal als Hautfeind auftreten sollte. Körperlotionen mit Silizium, das auch als Kieselsäure bekannt ist und für Naturkosmetik aus Reisschalen gewonnen wird, besänftigen die Haut, wirken kühlend und feuchtigkeitsspendend. Das Abpellen der Hautoberfläche wird so verhindert. Was das sonnenreflektierende Meer Eurer Haut an Feuchtigkeit genommen hat, gibt es ihr auch wieder zurück: Bio-Beauty mit Meeres-Algen spenden Feuchtigkeit mit Tiefgang, so dass sich die Haut nach dem Sonnenbaden optimal erholen kann. Es müssen also nicht immer spezielle After-Sun-Produkte sein. Doch die heißen natürlich nicht umsonst so: In ihnen stecken lindernde Inhaltsstoffe wie Oliven-, Lavendel- und Sanddornöl. Besonders letzteres ist eine echte Wohltat für irritierte Haut, denn in den Kernen der orangeroten Beeren steckt ein raffinierter Mix aus Linol-, Linolen- und Palmitoleinsäure, der so beruhigend wirkt, dass sanddornhaltige Pflegeprodukte oft sogar von Neurodermitikern vertragen werden. Betakarotin regt zusätzlich die Zellerneuerung an, so dass die Haut schneller heilt. Grüner Tee verengt durch eine Extraportion Gerbsäure die Poren, so dass die Haut weniger empfindlich reagiert. Absoluter Clou ist jedoch der neu entdeckte Wirkstoff Epigallocatechingallat (EGCG): Eine Studie der amerikanischen Hochschule für Medizin in Georgia hat ergeben, dass er die Haut darin unterstützt, Sonnenschäden aus eigener Kraft zu reparieren. Frei nach dem Motto: Hilfe zur Selbsthilfe!

Haarige Angelegenheit…

… diese Sonne, denn sie greift die Struktur der Haare an, schenkt ihnen jedoch auch Vitamin D, was wiederum vor dem Ausfall schützen soll. Doch nicht nur die Sonne ist schuld an brüchigen Haaren. Auch Salz- und Chlorwasser greifen sie an. Damit das Haar nicht nachhaltig geschädigt und noch spröder wird, sollten Sie nach einem Tag im Freibad oder am Strand unbedingt einen Conditioner oder eine Haarkur benutzen. Wichtig ist vor allem, die Haare gleich nach dem Baden mit Süßwasser auszuspülen. Und noch ein Tipp: Wirkstoffe, die der Haut nach dem Sonnenbaden helfen, tun auch der Haarpracht gut. Setzt also auf Produkte mit Silizium, Aloe vera und Calendula!

Toller Nebeneffekt: Streicheleinheiten sind Sonne für die Seele

P.S.: Jede Berührung löst in unserem Körper ein kleines Hormonfeuerwerk aus. Dafür ist der Neurotransmitter Dopamin verantwortlich, der durch Streicheleinheiten freigesetzt wird. Bei der Anwendung von After-Sun – oder Feuchtigkeitsprodukten bekommt Eure Haut also eine Extra-Portion Glück – der Sonne sei Dank! Und noch ein Tipp: Auch Eure Sonnencreme kann mal als After-Sun-Pflege herhalten, wenn sie zum Beispiel Aloe vera enthält. Wer also auf den schönen Duft seiner Präventivpflege steht, muss auch nach dem Sonnenbaden nicht darauf verzichten!

Die Lieblings-Naturkosmetik-Produkte nach der Sonne:

Zellaktivierendes Meeres-Gel von Oceanwell mit Algen und Hamamelis
After Sun Lotion von Eco Cosmetics mit Sanddorn, grünem Tee, Olivenöl und Aloe vera
Aloe Vera Gel Aftersun von Farfalla mit Aloe vera, Teebaumöl und Lavendel
Shampoo Jojoba Care von Sante mit Calendula und Jojobaöl
Sweet Orange Body Marmelade von Kivvi mit Kiwi-Kernöl, Vitamin C und Orange

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