Extrapflege:
Seren, Ampullen & Gesichtsöle

Entdecke die Möglichkeiten! Das gilt nicht nur für Einrichtungsideen aus Schweden, sondern auch in Sachen Hautpflege. Mit Seren, Ampullen, Gesichtsölen und deren Verwandten eröffnen sich unserem Teint jede Menge Benefits, die ganz auf seine Bedürfnisse abgestimmt sind. Aber wann ist welches Produkt das Richtige?
MAGAZIN Extrapflege: Seren, Ampullen & Gesichtsöle Bild: unsplash

Ein Patentrezept für schöne Haut gibt es leider nicht. Vielmehr ist die Pflege mit Spezialprodukten wie Seren, Ampullen und Co. eine tolle Ergänzung zu den bewährten Tiegeln und Tuben im Badezimmer. Eure Lieblingscreme ersetzen, sollen die konzentrierten oder nährenden Rezepturen in der Regel nicht. Doch bei all ihrer Vielfalt verliert man schon mal den Überblick. Hier kommen die Highlights für Euren Beauty-Baukasten:

Gel-Toner – die Feuchtigkeitsbooster

Nanu, was macht denn das Thema Toner hier? Eigentlich dienen die Wässerchen zur Entfernung von Make-up, zum Klären oder um den pH-Wert auszugleichen. Neue gel-artige Produkte aus Asien haben allerdings noch mehr Beauty-Talente…

Das können sie: Gel-Toner sollen Eure Haut vor allem befeuchten und mit Wirkstoffen versorgen. Denn anders als die in Europa üblichen Toner, benetzt ihre gelige Textur schon in minimaler Menge die Haut mit einem zarten Film. Dieser zieht anschließend besonders schnell ein und hinterlässt ein pralles Hautgefühl – perfekt für das Trendthema Layering! Eine ideale Zutat für die Leichtgewichte unter den Spezialpflege-Produkten: Aloe vera.

Die optimale Verpackung: Meist stecken die „Serum-Toner“ in klassischen Glasfläschchen, aus denen man sie auch easy entnehmen kann.

Anwendung: In Kombination mit weiteren Produkten schleusen Gel-Toner eine Extra Portion Feuchtigkeit in die Haut. Einfach eine hauchdünne Schicht unter Creme oder Öl anwenden. Extra-Tipp: Die koreanische „7 Skin Method“: Dafür wird ein Gel-Toner in sieben zarten Lagen übereinander angewendet. Glow pur!

Seren – Multitalente mit Wirkstoffreichtum

Hoch konzentriert und wirkstoffreich – das sind Beauty-Seren! Sie sind die Klassiker bei den Spezialprodukten und kommen dank immer neuer Rezepturen nie aus der Mode. Obwohl ihre Textur sehr leicht ist, sind sie prall gefüllt mit Wirkstoffen. Wasserliebende Zutaten wie Vitamine und Hyaluronsäure entfalten ihre Wirkung am besten in den ölfreien Mixturen.

Das können sie: Ob zur Regeneration, für mehr Feuchtigkeit, zur Straffung oder gegen unreine Haut – eine der vielen Rezepturen liefert gewiss, was immer unser Teint gerade braucht. Ein wenig wie „Aufmerksamkeit im Fläschchen“, so ein Serum… Nur eines dürft Ihr von den Konzentraten nicht erwarten: reichhaltige Texturen. Sie sind daher eine effektive Ergänzung der regulären Pflege, die im Alleingang selten die Haut zufriedenstellen.

Die optimale Verpackung: Seren im Spender sind ideal für den langfristigen Gebrauch und ermöglichen es perfekt, kleine Mengen gezielt zu dosieren.

Anwendung: Damit sie gut aufgenommen werden, kommen sie gleich nach der Reinigung auf die tonisierte Haut. Seren werden zur täglichen Anwendung empfohlen – als Wirkstoffkick zur Tages- oder Nachtpflege.

Ampullen – Kuren für alle Fälle

Die dosierten Fläschchen sind flüssiger in der Textur als die meisten Seren. Auch Ampullen enthalten deshalb wasserliebende Wirkstoffe, die meist als Kur auf die Haut kommen. Je nach gewünschtem Effekt, können sie jedoch auch Öle beinhalten.

Das können sie: Beinahe alles. Wie die verschiedenen Seren, bieten auch Ampullenkuren eine große Anwendungsvielfalt. Besonders beliebt: Anti Aging. Aber auch als Frische-Kick sind Ampullen der Renner. Pflanzenextrakte und Hyaluronsäure sind die Top Inhaltsstoffe.

Die optimale Verpackung: Lange Zeit waren die kleinen Fläschchen für Einmal-Anwendungen konzipiert und Reste konnten nicht aufbewahrt werden. Anstelle der Phiolen zum Abbrechen, gibt es jetzt auch wiederverschließbare Alternativen mit Schraubverschluss.

Anwendung: Auch Ampullen sind in der Pflegeroutine an der Pole Position: Sie kommen gleich nach der Reinigung zum Zug. Nur in Sachen Häufigkeit unterscheidet sich die Anwendung von Seren: Ist der Teint matt und gestresst, ist eine Wochenend-Kur mit Ampullen ideal. Oder Ihr aktiviert Eure Haut mit einer erfrischenden/straffenden/regenerierenden… Monats-Anwendung. Ganz nach Bedarf. Übrigens: Ein Serum verwendet man während der Kur nicht.

Öl-Seren – die perfekte Kombination

Darf es etwas mehr sein? Öl-Seren sind reichhaltiger als ihre wässrigen Verwandten. Sie sind weniger darauf ausgelegt in der Tiefe zu wirken, sondern sorgen vor allem an der Hautoberfläche für (Sofort-)Effekte. Wie ihr Name bereits verrät, findet man auch nährende Öle in ihren INCIs.

Das können sie: Halb Serum, halb Öl – die innovativen Beauty-Elixiere verbinden die hochdosierten Wirkstoffe eines Serums mit den nährenden und feuchtigkeitsspendenden Vorzügen eines Gesichtsöls. Sie reparieren und regenerieren die Haut, bringen die Hautschutzbarriere ins Gleichgewicht, liefern Lipide und kompensieren mögliche Mängel. Die besonderen Texturen ziehen zudem schnell ein und hinterlassen ein samtiges Gefühl.

Die optimale Verpackung: Auch hier sind Spender beliebt, seltener findet man Fläschchen mit Pipetten.

Anwendung: In der Regel kommen auch Öl-Seren direkt nach dem Reinigen und Tonisieren auf Euren Teint.

Gesichtsöle – reichhaltige Weichmacher

Gesichtsöle sind in Sachen Geschmeidigkeit kaum zu toppen. Dank ihrer natürlichen Affinität zu unseren hauteigenen Lipiden ziehen sie gut ein und haben einen hohen Anteil an essentiellen Fettsäuren. Meist setzen sie sich aus verschiedenen (auch ätherischen) Ölen zusammen.

Das können sie: Öle wirken mehr auf der Hautoberfläche und dringen weniger in die tieferen Hautschichten ein als ein Serum. Aber: Gesichtsöle versorgen die Haut neben viel Feuchtigkeit, auch mit Vitaminen und Nährstoffen. Sie verfeinern das Hautbild, nähren und verleihen ein samtiges Gefühl. Und: Sie stärken effektiv unsere Hautbarriere .

Die optimale Verpackung: In den meisten Fällen werden Öle in Fläschchen mit Pipetten oder modernen Druck-Mechanismen beherbergt.

Anwendung: Wann sie in Eurer Pflegeroutine an die Reihe kommen, hängt ganz von ihrer Zusammensetzung und den weiteren verwendeten Produkten ab. Manche kommen vor der Creme, manche danach, manche können sogar ganz easy in der Handpflege mit der Tages- oder Nachtpflege vermischt werden. Am besten einen Blick auf die Empfehlung des Herstellers werfen.

Eigentlich ganz einfach!

Generell gilt: Die Anwendung aller Gesichtspflegeprodukte erfolgt immer von leicht zu schwer. Jedes einzelne solltet Ihr langsam und sorgfältig einarbeiten und ein wenig Zeit dafür einplanen. Erst wenn ein Produkt vollständig eingezogen ist, kommt das nächste an die Reihe.

Welche der möglichen Bausteine Ihr am besten wann kombiniert, hängt ganz von Eurem Hautzustand ab und kann sich im Jahreszeitenverlauf ändern. Bei Systempflege lässt sich die individuelle Routine am einfachsten erweitern oder reduzieren. Wer sich unsicher ist, oder verschiedene Serien kombinieren möchte, lässt sich am besten im Fachhandel oder bei einer Naturkosmetikerin beraten.

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