Immortelle – Die Unsterbliche als Hydrolat

Unsterblich zu sein bedeutet, sich durch nichts zerstören zu lassen. Diese Eigenschaft trifft auf die Italienische Strohblume zu, die trotz karger Einöde und sprödem Boden als goldgelbe Schönheit an steinigen Plätzen des Mittelmeerraumes zu finden ist. Aus diesem Grund gab man ihr den Namen „Immortelle“ (die Unsterbliche). Denn wer so viel Power hat, vereint Superkräfte in sich – und die sind in Naturkosmetik besonders gefragt.
Immortelle

Immortelle – die Unsterbliche. Die Pflanze, die sich diesen Titel erarbeitet hat und auch sinnbildlich für dieses Attribut steht, stammt aus den eher weniger lebendigen Gegenden des Mittelmeerraums und ist eine wahre Überlebenskünstlerin. Trotz knapper Wasserversorgung, kaum Nährstoffen in der Erde und viel Sonneneinstrahlung meistert sie ihr Dasein mit Bravour. Und aus genau diesem Grund verdient sie in der Welt der ätherischen Öle einen Ehrenplatz: Besondere Eigenschaften, die wir auch für die menschliche Gesundheit nutzen können, sind hier nämlich immer willkommen und werden unter anderem in Form von Hydrolaten in den verschiedensten Bereichen eingesetzt.

Was sind eigentlich Hydrolate?

Als Kondensat bei der Abkühlung von Destillationsdampf stellen Hydrolate eigentlich nur ein Nebenprodukt des Wasserdampfdestillierens von Pflanzen dar. Dadurch, dass sie ihren Aggregatzustand während des Gewinnungsprozesses von flüssig zu dampfförmig (und wieder zurück) ändern, enthalten Hydrolate – auch Aromatische Wässer genannt – nur diejenigen Pflanzenstoffe, die wasserlöslich sind und in den gasförmigen Zustand mittransportiert werden können. In der Regel wirken diese Blütenwässer zwar ähnlich wie die zugehörigen ätherischen Öle einer Pflanze, sind aber bei weitem milder. Das macht sie auch für Kinder, Schwangere oder ältere Menschen verträglicher. Hydrolate eignen sich durch ihre sanfte Wirkung auch besser für langfristige Anwendungen als ätherische Öle. Ganz in Abhängigkeit von ihren Inhaltsstoffen (die mittransportiert werden konnten), unterscheidet sich ihre Wirkung in seltenen Fällen von der Wirkung der ätherischen Öle, welche nur die fettlöslichen Inhaltsstoffe der Pflanze enthalten.

Was kann Immortellenwasser?

Als dezente Variante des ätherischen Öls der Immortelle, wird das Hydrolat dieser Pflanze als wahrer Collagen-Booster mit warm-würzigem Duft auch für die Gesichtspflege verwendet. Neben ihren hautverjüngenden Eigenschaften, wird Immortellenwasser auch für die Linderung von blauen Flecken, die Beruhigung gereizter Haut und sogar (dann aber gegurgelt) als Wunderheilmittel nach größeren Zahnbehandlungen empfohlen. Fazit: Ein echtes Allround Produkt, das in keiner guten Hausapotheke fehlen sollte.

Was muss man bei der Verwendung von Hydrolaten beachten?

Blütenwasser sollten allgemein bei konstant kühler Temperatur gelagert und vorzugsweise nur in dunklen Gefäßen aufbewahrt werden. Da Hydrolate von Natur aus sehr leicht verderblich sind, ist es sinnvoll, sie innerhalb von wenigen Wochen aufzubrauchen und mit einem Verschluss zu versehen, der wenig Luft ins Innere des Fläschchens lässt, damit die Gefahr der Verkeimung gering gehalten wird.

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