D – das Sonnenvitamin

Haben Sie auch den Wochenend-Sommer genossen und lang vermisste Sonnenstrahlen getankt? Wenn Sie das in einem überfüllten Straßencafé getan haben, ist sicher auch der ein oder andere Gesprächsfetzen von der Vitamin D-Produktion vorbeigeschwirrt, oder?
Vitamin D - Das Sonnenvitamin, Foto: PIXABAY

Denn eigentlich können einem Hautkrebsrisiko und Hautalterung so ein Sonnenbad schon ganz schön verleiden – wäre da nicht die gern zitierte Ausrede zur Gewissensberuhigung, dass Sonnenlicht für die Vitamin D Produktion unerlässlich ist. Denn um Vitamin D zu produzieren, benötigt unser Körper Sonne. Dieses Vitamin, dass streng genommen gar keines ist, nimmt er nicht, wie den Großteil der „echten“ Vitamine, über die Nahrung auf. Zwar gibt es auch ein paar Lebensmittel, die Vitamin D enthalten – fetter Fisch, Avocados, Lebertran und auch Milchprodukte beispielsweise. Doch als echter Lieferant kommt die Nahrung im Falle des Vitamin D nicht so recht in Frage. Die Sonne macht’s – und sie hat dem Stoff, der für seine Auswirkung auf unser Knochenwachstum berühmt geworden ist, gleich einen neuen Spitznamen verpasst: das Sonnenvitamin.

Was kann das Sonnenvitamin wirklich?

Doch was hat es mit diesem Vitamin, das eigentlich eine Hormonvorstufe ist und medizinisch Cholecalciferol heißt, auf sich? Bekannt wurde es als Knochenaufbauer. In den 20er und 30er-Jahren des vergangenen Jahrhunderts hatte man entdeckt, dass Vitamin D rachitische Knochenveränderungen bei Kindern vermindern half – was Kindern über Generationen hinweg den übel schmeckenden Lebertran bescherte. Auch in der Osteoporose-Prophylaxe und
-behandlung spielt Vitamin D folglich eine wichtige Rolle: Es sorgt dafür, dass sich Vorläuferzellen von Knochenzellen bilden (sog. Knochenstammzellen) und reifen. Wahrscheinlich wird daher die Vitamin-D-Produktion besonders gerne von älteren Damen als Begründung für längere Sonnenbäder angebracht.

Von den positiven Eigenschaften des Vitamin D auf das Immunsystem ist man schon lange ausgegangen. Seit einigen Jahren jedoch ist die Forschung zum Thema Cholecalciferol und seinen Verwandten ordentlich in Bewegung gekommen. In Studien zeigte sich, dass Vitamin D offensichtlich nicht nur vor Herzinfarkt, sondern auch vor verschiedenen Krebsarten schützen kann. Außerdem soll es Diabetes vorbeugen und Multiple Sklerose verhindern. Mittlerweile warnen die Forscher sogar vor bisher ungeahnten Konsequenzen eines Vitamin-D-Mangels: Angeblich soll er die Gesundheit ebenso stark belasten wie Rauchen, Übergewicht oder Bewegungsmangel.

Und letztlich wird auch von positiven Auswirkungen auf die Psyche berichtet – was für uns von allen Positiveigenschaften, die dem Sonnenvitamin zugeschrieben werden, als die einleuchtendste erscheint: Denn was sorgt für mehr Entspannung, Stimmungsaufhellung und frische Energie, als sich ein paar Minuten lang die Sonne ins sonnencremegeschützte Gesicht scheinen zu lassen? Wenn man dabei außerdem noch so viel Gutes für seine Gesundheit tut…

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