Color Correcting

Bunte Nuancen für ein ebenmäßiges Hautbild? Color Correcting macht’s möglich! Im Gegensatz zu beigen Concealern neutralisieren Pastelltöne Rötungen, Augenringe & Co. mittels Komplementärfarben.
MAGAZIN Color Correcting Titelbild

Ein kurzer Reminder aus dem Kunst-Unterricht in der Schule: Laut Farbenlehre gelten diejenigen Farben als komplementär, die miteinander gemischt Weiß ergeben. Beim Farbkreis stehen sich die Komplementärfarben im Modell stets gegenüber. Color Correcting macht sich diese Eigenschaften zunutze und trickst unser Auge mit dem gezielten Einsatz pastelliger Nuancen regelrecht aus.

MAGAZIN Color Correcting Bild: pixabay

Legt man Komplementärfarben übereinander, neutralisieren sich die farblichen Gegenstücke und wir nehmen sie nicht mehr wahr. Ein makelloser Teint ist demnach nur eine Frage des Anstrichs:

Gelb vs. Blau: Augenringe adé!

Dunkle Augenringe und Äderchen, die unter der dünnen Haut um die Augen durchscheinen, lassen sich am besten mit Gelbtönen neutralisieren. Die sonnige Farbe fungiert außerdem als Highlighter, die auf dem beweglichen Lid zum Beispiel für einen wachen Blick sorgt.

Grün vs. Rot: Pickel gehen undercover

Grünstichige Concealer oder Primer zaubern Pickelchen und Unreinheiten im Handumdrehen weg. Sogar rote Vernarbungen verschwinden mit einer pastellgrünen Nuance.

Violett vs. Gelb: Gesunde Ausstrahlung per Pinselstrich

Ein fahler Teint mit Gelbstich bekommt mit einem Hauch Lavendel wieder ein gesundes Strahlen. Das Hautbild wird harmonisiert. Diese Nuance aber unbedingt sparsam einsetzen!

Rosé- und Pfirsichtöne gegen Pigmentierungen

Dunkle Flecken lassen sich am besten mit Frische korrigieren: Lachs, Rosa & Co. sorgen für Glow und überstrahlen unliebsame Pigmentflecken regelrecht.

Welches Produkt ist das Richtige?

Nicht nur in Sachen Farben hat man beim Color Correcting die Qual der Wahl. Auch die Konsistenzen der Produkte fallen sehr unterschiedlich aus…
Grundsätzlich gilt: Je fester das Produkt, desto stärker ist die Deckkraft. Cremige Formulierungen eignen sich am besten für das Kaschieren kleinerer Stellen, während Puder ideal für die großflächige Anwendung sind.

How to: Color Correcting für Einsteiger

Vorher unbedingt das Gesicht reinigen und die gewohnte Feuchtigkeitspflege auftragen. Ist diese eingezogen, kann es losgehen! Sticks werden gezielt und direkt auf die betroffenen Stellen aufgetragen, für Cremes ist ein Concealer-Pinsel nötig. Für Puder muss ein entsprechender breiter Pinsel her, zum Beispiel ein Kabuki. Für alle Corrector gilt: Weniger ist mehr. Lieber langsam anfangen und bei Bedarf die Intensität und Deckkraft erhöhen. Die Correcting Produkte kurz trocknen lassen und dann die Foundation mit einem Schwämmchen auftupfen.

Das Aus für den Abdeckstift?

Damit hat der nudefarbene Concealer wohl ausgedient, oder? Nicht ganz. Für den leichten Einsatz sind die hautfarbenen Produkte wie geschaffen. Kleine Makel und Verfärbungen stellen für den Klassiker kein Problem dar. Problemstellen, die von Foundation und Concealer aber nicht abgedeckt werden können, sind hingegen die ideale Herausforderung für den neutralisierenden Einsatz von Color Correcting Produkten. Dazu gehören zum Beispiel Rosazea, deutliche Aknenarben sowie dunkle Augenringe nach einer langen, schlaflosen Nacht. Außerdem sind die bunten Paletten perfekt, um mittels Farblehre einen regelrechten Porzellanteint zu zaubern.

Produkthighlights, die den Teint zur Leinwand machen:

2 Gedanken zu „Color Correcting“

  1. Hey Leute…
    Eigentlich halte ich mich ja aus Sowas raus, aber DAS geht ja mal garnicht!
    Der heilige Gral der Naturkosmetik-Berichte empfiehlt “Angel Minerals”???
    Da sieht man mal wieder, was so eine kleine – ja auch öffentlich zugegebene – Zuwendung ausmacht.
    Hier nur zwei der Inhatsstoffe aus den Produkten:

    Calciumsulfat:
    Gewinnung und Darstellung:
    Es fällt als Dihydrat bei vielen Abwasserreinigungsverfahren, wenn es um die Neutralisation von sulfathaltigen Prozessabwässern oder schwefelsauren Beizen geht, und in großen Mengen auch bei der Rauchgasentschwefelung zusammen mit Calciumsulfit an.
    (Hier geht es nicht um das Ergebnis, sondern um den Weg der Herstellung)
    Aber hier kommt was Besseres:

    Boronitrid (boron nitride)
    Die Herstellung erspare ich euch hier (siehe Wikipedia)
    Da hat der Inhaltsstoff noch ein Gefahrenstoff-Abzeichen bekommen.

    Aber – vielen Dank für eure Empfehlung für die Produkte von Angel Minerals…

    1. Hallo Ela,
      du kannst dir sicher sein, dass wir Empfehlungen nur aussprechen, wenn wir sie ehrlich unterschreiben würden. Wir erhalten immer wieder Anfragen zu Kooperationen, die wir ablehnen, weil die Inhaltsstoffe nicht naturkosmetikkonform sind. Die INCI bei Angel Minerals hingegen sind einwandfrei und aus unserer Sicht frei von bedenklichen Bestandteilen. Für den Beitrag zum Color Correcting haben wir die Produkte aller erwähnten Marken frei ausgewählt.
      Was deine Einwände zu den beiden Stoffen betrifft: Es handelt sich bei beiden Zutaten um mineralische Rohstoffe.

      Das Calcium Sulfat entspricht mineralischem Gips, wie er auch in der Medizin eingesetzt wird und als Schüßler Salz Nummer 12 (Calcium Sulfuricum) auch innerlich angewendet werden kann. Zudem ist es für die Herstellung von Bio-Lebensmitteln zugelassen und kann als sicheres kosmetisches Mittel bewertet werden. Es ist unter anderem ein Nebenprodukt bei der Herstellung von Weinsäure. Es wird im Produkt von Angel Minerals eingesetzt, weil es Perlmutglanz verleiht und feuchtigkeitsregulierend wirkt.
      Bei Boron Nitride handelt es sich um weißen Graphit, ebenfalls mineralisch. Es sorgt für Haftung, optische Glättung (Weichzeichner) und absorbiert überschüssiges Fett. Auch hier besteht kein Grund zur Besorgnis.
      Viele Grüße,
      Dein naturalbeauty.de-Team

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