Black Beauty

In der Modewelt gilt die Farbe schwarz als elegant und chic – aber schafft es das „kleine Schwarze“, das die Laufstege im Nu eroberte, auch in anderen Bereichen des Lebens Anhänger zu finden? Ein schwarzes Stück Seife oder ein kleiner Tiegel mit tiefschwarzer Creme zum Beispiel… Sind das interessante und der Gesundheit schmeichelnde Weggefährten für die morgendliche Beauty-Routine?

Denkt man an Pflegeprodukte wie Zahncreme, Lotionen oder Seife assoziiert man diese zunächst mit hellen Farbtönen. Ganz klar: Eine weiße Zahnpasta wird vom Gefühl her besser für ein sauberes Ergebnis sorgen. Da fallen schwarze Pflegeprodukte, die seit einiger Zeit in den Läden zu finden sind, richtig auf. Aber was färbt diese Produkte eigentlich schwarz – und liegt unser Bauchgefühl, das eher zu reinlich weißen Produkten neigt, vielleicht sogar richtig?

Schwarze Inhaltsstoffe
In der konventionellen Kosmetik findet man eine Vielzahl an schwarzen Produkten, die meistens Aktivkohle oder Vulkanstein enthalten. Als grobe Partikel sollen diese Inhaltsstoffe in einer Lotion oder einem Peeling für porentiefe Reinigung sorgen und die Haut von Talg und Ablagerungen befreien. Mit ähnlichen Effekten werben die Hersteller auch für die schwarzen Pasten, die unsere Mundhygiene unterstützen sollen: Entfernung von Ablagerungen und Geruchsbindung sind hier die Schlagworte. Klingt super!

Doch die Ernüchterung folgt auf den Fuß: Ökotest hat dem neuen Trend bereits auf den Zahn gefühlt – und keines der getesteten Produkte erhielt ein positives Testurteil. Der Grund: In den schwarzen Produkten wurden PAK (polyzyklisch aromatische Kohlenwasserstoffe) gefunden, die bei der Kohlegewinnung entstehen und laut der EU-Kosmetik-Verordnung sogar verboten sind. Zudem gab es keinen Beweis, dass Aktivkohle oder Vulkangestein wirklich die versprochene Wirkung bieten. Ein 6-faches „ungenügend“ im Ökotest ist daher keine Überraschung…

Naturkosmetik als Alternative?
Wer dennoch Gefallen an der Fashion-Dauertrendfarbe gefunden hat, kann in der Naturkosmetik fündig werden: Dort gibt es Alternativen, die unschädlich für unseren Körper sind, aber mit ihrem schicken schwarzen Gewand voll im Trend liegen. Auf der VIVANESS 2016 wurde am Neuheitenstand zum Beispiel die schwarze Seife von Dudu-Osun vorgestellt, die aus dem Herzen von Nigeria kommt. Die Seife enthält unter anderem aufgekochtes Palmkernöl sowie die Asche von Kakaoschoten und getrockneten Palmenteilen – Zutaten, die auf natürliche und traditionelle Art und Weise hergestellt sowie verarbeitet werden und die gewünschte reinigende Wirkung mitbringen. Auch der schwarze, 100 % pflanzliche Konjac-Reinigungsschwamm mit Bambuskohle ist auf jeden Fall einen Test wert. Wer sich also unbedingt an den Black Beauty Trend im Bad heranwagen möchte, der sollte und kann das mit echten Naturkosmetikprodukten tun.

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