Birke: Frühlingsbote mit Beautypotential

Es grünt so grün: Wenn der Frühling kommt, hat auch die Birke Saison. Wer dabei nur an die lästigen Pollen denkt, hat weit gefehlt. Dieser Baum mit seinem charakteristischen weißen Stamm hat ganz nebenbei wahre Talente für Gesundheit und Schönheit zu bieten.
Pflanzenportrait Birke Bild: pixabay

Die Birke (Betula) stammt aus der Familie der Birkengewächse und ist nahezu in ganz Europa heimisch. Für viele Völker, zum Beispiel die Germanen oder slawische Völker, war die Birke stets der Frühlingsbote schlechthin. Heute noch werden in vielen Gemeinden Süddeutschlands Birken als Maibäume aufgestellt. Und auch als Nutz- und Heilpflanze haben sich die Menschen seit jeher die Birke zunutze gemacht:

Ihre harntreibenden und entgiftenden Eigenschaften stecken in ihren Blättern, aus ihrem Saft oder Öl werden Haarwasser, Cremes und Salben hergestellt. Und auch die Birkenrinde gewinnt in der Naturheilkunde zunehmend an Bedeutung: Ausschlaggebend ist dabei vor allem ihr Inhaltsstoff Betulin, dem eine entzündungshemmende und antibakterielle Wirkung zugesprochen wird. Außerdem soll Betulin die Wundheilung fördern und gut gegen Hautkrankheiten wirken. Schon seit längerem werden die positiven Effekte der Birkenrinde zudem in der Hautkrebsforschung untersucht.

Detox mit Birkenblättern

Birkenblätter enthalten Flavonoide, ätherische Öle, Vitamin C sowie Gerb- und Bitterstoffe. Als Tee angewendet, begünstigen sie die Harnproduktion und wirken entwässernd. Wer die Detox-Wirkung des Birkentees testen will, sollte über einen Zeitraum von etwa drei Wochen jeden Tag mindestens zwei Liter davon trinken. Den kann man entweder mit jungen, selbst gepflückten Birkenblättern aufgießen oder mit getrockneten, die es in der Apotheke zu kaufen gibt.

Die Birke als kosmetisches Mittel

In der Kosmetik wird vor allem der Birkensaft genutzt, der zum Beispiel gegen Haarausfall, trockene Kopfhaut oder sprödes Haar wirken soll. Der Saft wird im Frühjahr durch Abzapfen des Stammes oder Anschneiden von Ästen gewonnen. In Haarwasser und Shampoos eingesetzt, fördert er die Durchblutung der Kopfhaut und somit den Haarwuchs.

Auch das ätherische Öl der Birke kommt in der Naturkosmetik zum Einsatz. Für die Reinigung und Pflege empfindlicher, zu Reizungen neigender Haut ist Birkenöl geradezu prädestiniert: Sein Inhaltsstoff Salicat kann entzündlichen Prozessen vorbeugen und entfaltet bei bereits bestehenden Entzündungen eine schmerzstillende und beruhigende Wirkung.

Außerdem kommt Birkenöl als Anti-Cellulite-Helfer in Massageölen, Badezusätzen oder als Kompresse zum Einsatz. Wer sich für den innerlichen Frühjahrsputz mit Birkentee entschieden hat, kann die Reste perfekt weiter verwenden: Einfach ein Tuch im Tee tränken, eventuell noch die überbrühten Birkenblätter auflegen und diese Kompresse für mindestens zehn Minuten auf die Problemzonen legen. Dazu ein paar Mal am Birkenöl schnuppern – und schon wird die Anti-Cellulite-Behandlung zur entspannenden Auszeit. Denn in der Aromatherapie gilt Birkenöl als erdend, nervenberuhigend und stärkend, darüber hinaus kann es bei Nervosität oder Ängsten positiv unterstützen.

Birkenprodukte aus dem Naturkosmetikregal:

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