Bad Hair Days – von wegen!

Wenn’s neblig ist, frostig und der Wind um die Häuser pfeift, scheint es nur zwei Alternativen zu geben: Man riskiert kalte Ohren und zerzauste Haare – oder die klassische Mützenfrisur mit plattgedrückter Mähne. Doch es geht auch anders: mit ein paar einfachen Pflegetricks.

Wenn es draußen nasskalt und ungemütlich ist, die Innenräume aber schon ordentlich geheizt werden, ist das Stress für unseren Körper. Doch während man bei der Gesichts- und Körperpflege auf eine reichhaltigere Winterpflege umsteigt oder zumindest großzügiger cremt, werden die Haare oft links liegen gelassen. Experten sprechen gern vom "Sahara-Haar-Effekt", weil das Haar durch ständige Temperaturwechsel und die Heizungsluft, die wichtige Wassermoleküle entzieht, so stark austrocknet. Durch die niedrigen Außentemperaturen ziehen sich außerdem die Poren der Kopfhaut zusammen und produzieren nicht mehr ausreichend Fett.

Pflegeregeln
Gegen die "Dürre" auf dem Kopf hilft zunächst einmal ein pfleglicher Umgang: Das fängt an beim abendlichen Ausbürsten aller Stylingüberbleibsel, denn nur unbelastetes Haar kann sich über Nacht richtig erholen. Und gerne werden wintergestresste Haare auf seidenen Kissenbezügen gebettet – die sind weicher und rauen das Haar nicht noch zusätzlich auf. Das lästige Haarefliegen beim Absetzen der Mütze kann man übrigens schon durch die Wahl der richtigen Kopfbedeckung etwas in den Griff bekommen: Lieber zur echten Wollmütze greifen, statt zum Polyestergemisc. Natur elektrisiert weniger!
Nun aber zur speziellen Herbstpflege: Bei trockenem und sprödem Haar hat sich Olivenöl bewährt – gerne als Kurpackung, auch wenn das im ersten Moment nach strähnigen Haaren klingt. Für eine reine Ölkur das Oliven-, Kokos- oder Argan-Öl ins leicht angefeuchtete Haar strähnchenweise einmassieren. Die Kur sollte mindestens 30 Minuten, besser aber die ganze Nacht einwirken, bevor sie mit einem ganz milden Shampoo in zwei Waschgängen ausgespült wird.

Bananenkur
Fruchtige Alternative: Zum Mus einer zerdrückten Banane nur einen oder zwei Teelöffel Öl hinzugeben, sodass sich die Masse gut ins angefeuchtete Haar kneten lässt. Die Kur nach zehn Minuten kräftig ausspülen. Das Wasser dabei nicht zu heiß einstellen, denn das entzieht der Kopfhaut wieder Fett und unterstützt die Schuppenbildung. Statt der Banane eignet sich übrigens auch eine zerdrückte Avocado, die mit ein bis zwei Esslöffeln Aloe Vera Saft vermischt wird – das ist besonders gut für trockene Kopfhaut. Und unter einem warmen Handtuch entfaltet jede Kur ihre Wirkung gleich noch mal besser.
„Wie in die Steckdose gefasst“ – gerade Frauen, die im Sommer ihre Haare meist an der Luft trocknen lassen, werden dieses Gefühl nach dem Fönen kennen. Zwei Dinge können helfen, das in den Griff zu bekommen. Erstens: Auf unterster Stufe und mit mindestens 20 Zentimetern Abstand fönen. Dauert länger, ist aber schonender. Zweitens: Erst dann kämmen oder bürsten, wenn die Haare schon zu 90 Prozent trocken sind.

Der Trick mit der Creme
Zum Abschluss noch ein paar Tipps zum leidigen Mützenproblem: Fliegende Haare lassen sich auf die Schnelle mit etwas Gesichts- oder Handcreme bändigen. Dazu einen Tropfen Creme zwischen den Fingerspitzen verteilen und sanft über das aufgeladene Haar streichen. Das soll die haareigene Feuchtigkeit binden und das Fliegen verhindern.

Alternativ ist der gute alte Pferdeschwanz mützen- und windtauglich: Für einen edlen Look die Haare in Schläfenhöhe zusammennehmen, dabei eine Strähne am Hinterkopf auslassen. Pferdeschwanz mit einem Haargummi fixieren (die mit Stoffüberzug schonen die Haarstruktur!) und dann die Einzelsträhne ums Haargummi wickeln, das Ende unters Gummi stecken – voilà! Oder wie wär’s mal mit einem geflochtenen Zopf? Der ist gar nicht so streng wie sein Ruf und in diesem Herbst mal wieder angesagt. Für kürzere Haare hat dieser Herbst ein ganz entzückendes Accessoire wieder aufleben lassen: die Schleifen-Haarspange. Bändigt auch perfekt und lässt nostalgische Gefühle aufleben!

Was tun Sie gegen Bad Hair Days bei widrigem Wetter? Teilen Sie Ihre Tipps mit anderen naturalbeauty-Fans auf Facebook – wir sind gespannt!

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