Auf den Zahn gefühlt

Schöne weiße Zähne bringen unser Lächeln erst so richtig zum Strahlen. Also ran an die Bürste und her mit der Tube! Aber welche Zahncreme ist die Richtige? Welche Inhaltsstoffe sind tabu? Und welche rein natürlichen Zahnpflegeprodukte gibt es?

Studien belegen: Ein schönes Gebiss macht nicht nur attraktiver, sondern kann sogar über unsere Karrierechancen mitentscheiden. Denn Bewerber mit weißen, gleichmäßigen Zähnen werden oftmals als intelligenter und beliebter eingestuft, als Menschen mit verfärbten oder gar schiefen Zähnen. Was kann man also tun? Regelmäßige Besuche beim Zahnarzt bilden die Basis, ergänzt durch fachkundige Zahnreinigung, Korrekturmaßnahmen wie Zahnspangen und Co sowie natürlich die tägliche Pflege daheim. Die Regale in Drogerie und Supermarkt quellen über mit Zahncremes, die neben der klassischen Vorsorge gegen Karies, Entzündungen und Zahnstein auch Whitening- oder Bleachingeffekte versprechen. Und einen guten Atem gibt es sozusagen gratis dazu. Aber was muss eine Zahncreme wirklich können? Und worauf sollte man beim Kauf achten?

Weißere Zähne dank Plastik?
Beim Thema Bleaching oder Whitening ist generell Vorsicht geboten. Denn viele wissen nicht, wie die versprochene Aufhellung mittels Zahnpasta funktionieren soll. Die meisten Verfahren sind abrasiv, wirken also ähnlich wie ein Peeling: Mit feinen Schleifmitteln soll der verfärbende Belag auf der Zahnoberfläche abgetragen werden. Das geschieht meist mit sogenannten Microbeads, kleinen Kügelchen, die den Belag abrubbeln. Hört sich bis hierhin ganz nett an. Nicht mehr so nett sind hingegen die Details: Microbeads, von manchen Herstellern auch „Pflegeperlen“ genannt, werden nämlich aus Mikroplastik hergestellt, genau gesagt aus Polyethylen. Bis zu 3 Prozent der Rezeptur einer Whitening-Zahncreme bestehen aus diesen winzigen Kügelchen. Jede Menge, wenn man bedenkt, dass wir die Reinigungspartikel aus Kunststoff täglich über den Abfluss in unser Trinkwasser spülen. Und das Schlimmste: Bisher existiert noch keine verlässliche Methode, Mikroplastik aus unserer Umwelt zu entfernen… Auch die Wirkung der Schleifpartikel auf den Zahnschmelz ist umstritten: Sind sie zu grob, ist dies vor allem bei empfindlichen Zähnen unratsam für die regelmäßige Anwendung! 

Bakterienkiller Triclosan
Ein weiterer problematischer Stoff, der in vielen konventionellen Zahncremes zum Einsatz kommt, ist Triclosan. Wegen seines keimtötenden Effekts wird es vor allem eingesetzt, um Bakterien und schlechtem Atem den Kampf anzusagen. Das Problem: Triclosan bekämpft nicht nur schädliche sondern auch nützliche Bakterien. Und das ist eher schlecht als recht für eine gesunde Mundflora. Wie die Mikroplastik verdient auch Triclosan ein dickes Minus in Sachen Umweltschutz: Denn die Chemikalie landet nicht nur im Abfluss, sondern belastet auch zunehmend unsere Gewässer.

Für und Wider: Fluorid
Fluorid ist ein Spurenelement, welches vielen Zahnpflegeprodukten zugefügt wird. Zahlreiche Studien belegen seine positive Wirkung: Bis zu 40% aller Kariesfälle können demnach durch seinen Einsatz verhindert werden. Für Stiftung Warentest ist Fluorid sogar so wichtig, dass alle Zahncremes ohne Fluorid in den Tests durchfallen. Das Spurenelement ist ein ungefährliches Salz, welches mit dem hochgiftigen, reinen Stoff Fluor nichts zu tun hat. Um Restrisiken auszuschließen, ist eine Dosierung bereits durch den Gesetzgeber geregelt: In Kinderzahnpasten darf der Fluoridanteil maximal 0,05% betragen, bei Erwachsenen dürfen es 0,15% sein. Kritische Stimmen zum Thema Fluorid basieren vor allem darauf, dass Karies keine Fluoridmangelerkrankung sei, sondern eine Folge ungünstiger Lebens- und Essgewohnheiten. Also am besten keinen Zucker und kein Fluorid? Ein Streitthema…

Durch die Blume: Vegane Zahncremes
Zahncremes sind laut Rezeptur häufig auch im konventionellen Bereich vegan. Jedoch nicht immer! Glycerin zum Beispiel findet man in vielen INCI-Listen von Zahnpflegeprodukten – aber das kann man zumindest auf den ersten Blick erkennen. Manchmal setzt die Industrie jedoch leider auch auf Verschleierungstaktik: Im Herstellungsprozess wird nicht selten Rindertalg verwendet, der vor der Fertigstellung des Produktes wieder herausgefiltert wird. Oder es wird ein tierischer Rohstoff verarbeitet, aber nur das Endprodukt auf der Verpackung genannt. So wie im Beispiel eines bekannten Herstellers, der auf Nachfrage einer veganen Nutzerin zugibt: „In unserer eigenen Herstellung verarbeiten wir keine tierischen Produkte. Bei den durch uns von der chemischen Industrie bezogenen Rohstoffen befindet sich ein Reaktionsprodukt, das ursprünglich aus tierischem Fett gewonnen wird. Die Ausgangsbasis wird in mehreren Syntheseschritten umfangreichen chemischen Änderungen unterworfen. Es resultiert eine vollkommen neue Molekülstruktur. Diese vielfältigen Veränderungen machen aus dem ursprünglichen Rohstoff einen oberflächenaktiven und damit optimal kariesprophylaktisch wirksamen Fluoridwirkstoff, das Aminfluorid Olaflur.“ Eine solche Methode kommt für Veganer natürlich nicht in Frage!

Gut, dass die Veganblume zuverlässig Aufschluss darüber gibt, ob es sich tatsächlich um ein Produkt ohne jegliche Inhaltsstoffe tierischen Ursprungs handelt. 

Darüber hinaus sind mittlerweile sogar Spezialzahncremes erhältlich, die neben Karies auch den bei Veganern häufig auftretenden Vitamin B12 Mangel wirksam bekämpfen sollen: Das Vitamin wird vom Organismus über die Mundschleimhaut aufgenommen und kann – regelmäßig angewendet – den Vitamin B12-Mangel reduzieren oder sogar ausgleichen! 

Natürlich schöne Zähne
Wer auf Naturkosmetik-Zahncremes setzt, muss sich um tierische Fette, Triclosan oder  Mikroplastik keine Gedanken machen: Diese Stoffe, dürfen von Haus aus nicht in die Rezepturen. Stattdessen setzt man hier auf klinisch getestete Wirkstoffkomplexe aus Pflanzen wie Salbei, Teebaumöl, Echinacea oder Arnica. Die natürlichen Putzkörper bestehen zum Beispiel aus echter Kreide oder Meersalz und sorgen für eine wirklich sanfte Reinigung der Zähne und Zahnzwischenräume. Und beim Thema Fluorid hat man auch hier die Wahl: Je nach Vorliebe gibt es naturkosmetische Zahncremes mit und ohne das Spurenelement. 

SANTE Vitamin B12 Zahncreme mit Fluorid – speziell für Veganer

SANTE Vitamin B12 Zahngel ohne Fluorid – speziell für Veganer

LOGODENT Kräuterzahngel Pfefferminz mit Kamille und Meersalz

FITNE Sole Zahngel mit Meersalz

Alverde 5in1 Zahncreme Nanaminze – für ein frisches Mundgefühl

Eco Cosmetics Zahncreme mit Schwarzkümmel

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.