Allroundtalent: Kurkuma

Auf den ersten Blick sieht das Kurkuma-Rhizom aus wie die kleine Schwester der Ingwer-Knolle. Diese Verbindung liegt tatsächlich nah, denn Kurkuma (lat. Curcuma longa), oder auch Gelbwurz, gehört zur Familie der Ingwer-Gewächse. Und daher ähnelt sich auch die Heilkraft: Die asiatische Pflanze wirkt antioxidativ, entzündungshemmend, antibakteriell und wundheilend. Selbst die Krebsforschung hat Kurkuma mittlerweile für sich entdeckt.
Titelbild Magazin: Allroundtalent: Kurkuma Bild: pixabay

Die meisten von uns kennen Kurkuma als Gewürz in Pulverform, das vor allem bei der Verfeinerung indischer und asiatischer Gerichte zum Einsatz kommt. Die Wurzel von Kurkuma ist hellgelb und gibt dem bekannten Curry seine charakteristische orange-gelbe Farbe. Die Pflanze hat ihre Heimat vor allem in Südost-Asien, Indien und Vietnam und wird bis zu einem Meter hoch. Kurkuma hat einen leicht bitteren, adstringierenden Geschmack und soll den Stoffwechsel anregen. Sein wichtigster Bestandteil ist Kurkumin, das antibakteriell und entzündungshemmend wirkt. Zahlreiche Studien haben bewiesen, dass Kurkuma ähnlich gegen Entzündungen im Körper wirken kann wie zum Beispiel Antibiotika – allerdings ohne die lästigen Nebenwirkungen. Kein Wunder also, dass Kurkuma sowohl in der ayurvedischen als auch in der traditionellen chinesischen Medizin ein sehr beliebtes Heilmittel ist.

Heldin ayurvedischer Medizin

Seit Jahrtausenden schwören indische Ayurveda-Ärzte auf die Heilkraft von Kurkuma oder Gelbwurz. Und die Liste der Erkrankungen, bei denen Kurkuma erfolgreich eingesetzt werden kann, ist tatsächlich sehr lang. Sie reicht von Gelenk- und Arthritis-Schmerzen, über Hautprobleme (zum Beispiel Akne) und Verdauungsstörungen bis hin zu Atemwegserkrankungen und Alzheimer. Die genaue Wirkweise von Kurkuma wurde in den letzten Jahren in zahlreichen Studien untersucht. Forscher und Mediziner sind sich mittlerweile einig, dass die asiatische Pflanze eine hohe entzündungshemmende sowie antibakterielle Wirkung hat – und sogar Tumorzellen beim Wachstum hindern kann. Derzeit wird zudem in der Krebsforschung untersucht, inwieweit die Pflanze vor Darmkrebs schützen kann. Kurkuma wird sowohl äußerlich in Form von Salben und Pasten, als auch innerlich angewandt.

Schönheit von innen

Aufgrund seiner antioxidativen Wirkung und der Fähigkeit freie Radikale aufzufangen, wirkt Kurkuma verjüngend und hat einen positiven Effekt auf unser Gewebe und unser Hautbild im allgemeinen. Auch deutsche Food und Yoga Blogger haben Kurkuma mittlerweile entdeckt und empfehlen die Einnahme von Kurkuma-Milch, auch „Goldene Milch“ genannt. Diese ist ganz leicht selbst herzustellen: Einfach eine Tasse Milch mit einem halben Teelöffel gemahlenen Kurkuma aufkochen. Weitere Rezepte für eine leckere Goldene Milch oder einen kühlenden Kurkuma-Shake im Sommer findet Ihr auf den Blogs „Veggies“ oder „Kaerlighed“. In der Naturkosmetik wird Kurkuma bisher kaum oder nur in geringer Menge eingesetzt. Wir sind gespannt, ob sich das in nächster Zeit ändert… Als (vorbeugendes) Heilmittel ist Kurkuma jedoch auf jeden Fall höchst empfehlenswert.

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