Tausendsassa Zink

Müde, schlapp und antriebslos – so fühlen sich viele von uns zu Jahresbeginn. Alles Symptome, die auf Zinkmangel hinweisen können. Der essenzielle Mineralstoff ist an vielen Prozessen der körpereigenen Abwehr beteiligt. Und auch so manches Beautyproblem kann vom Zinkmangel kommen.
Titelbild: Magazin Tausendsassa Zink Bild: pixabay

Fahle oder unreine Haut, brüchige Nägel, Haarausfall oder schlecht heilende, kleine Hautverletzungen sind typische Anzeichen für einen Zinkmangel, auch bei ständigen Erkältungen, Müdigkeit und Abgeschlagenheit kann ein Mangel des essenziellen Spurenelements die Ursache sein.

Multitasking im menschlichen Körper

Denn Zink ist eines der wichtigsten und lebensnotwendigen Spurenelemente im menschlichen Organismus. Es ist Teil des körpereigenen Abwehrsystems zum Schutz vor freien Radikalen und beeinflusst schon in geringer Dosierung die Aktivität von rund 300 Enzymen, die am Kohlenhydrat-, Eiweiß- und Fettstoffwechsel beteiligt sind. Gleichzeitig spielt Zink eine entscheidende Rolle im Vitamin A- und im Lipid-Stoffwechsel. Darüber hinaus ist Zink ein Baustein von Hormonen und Antikörpern (den so genannten Killerzellen) und ist an der Bildung von weißen Blutkörperchen beteiligt. Und obendrauf ist das Spurenelement auch ein Beauty-Helfer, denn es kurbelt die Neubildung der Hautzellen an, beschleunigt die Wundheilung und ist Garant für schöne Haut. Erwachsene benötigen etwa 10- 15mg Zink pro Tag, um den notwendigen Level im Körper zu erhalten. Allerdings kann Zink vom menschlichen Körper nicht selbst produzieren werden.

Wertvolle Zinklieferanten

Es ist also wichtig, bei der Ernährung auf zinkhaltige Lebensmittel zu achten – und das ist gar nicht so schwer: Tierische Produkte wie Käse, Fleisch, Eier oder Garnelen sind allesamt sehr zinkhaltig. Bei den pflanzlichen Produkten sind es Getreide (z.B. Haferflocken) und Nüsse, die Ihr auf Euren Speiseplan setzen solltet. Am meisten Zink findet man übrigens in Austern, Leber, Weizenkleie und Sonnenblumenkernen. Vegetarier und Veganer sollten besonders auf Vollkornprodukte achten, da sich der Zinkgehalt beim Getreide hauptsächlich in den Randschichten befindet.

Eine gesunde, ausgewogene Ernährung versorgt uns also ausreichend mit dem so wichtigen Spurenelement, eine zusätzliche Nahrungsergänzung mit extra Zinkprodukten ist deshalb eigentlich nicht nötig. Nur wenn Zink nicht ausreichend aus der Nahrung aufgenommen werden kann oder erhöhter Bedarf besteht, empfiehlt sich die Einnahme eines orthomolekularen Naturheilmittels, das den Mikronährstoff enthält.

Erhöhter Bedarf

Denn es gibt Situationen, in denen der Organismus zeitweise mehr Zink benötigt, beispielsweise in der Schwangerschaft. Auch Kinder in der Wachstumsphase und Diabetiker haben einen höheren Zinkbedarf. Nach intensivem Alkoholgenuß und nach dem Sport, wenn man stark geschwitzt hat, verlangt unser Körper ebenfalls nach mehr Zink.

Richtig aufgenommen?

Wer die oben beschriebenen Zink-Mangelerscheinungen bei sich beobachtet, wer also zum Beispiel besonders anfällig für Erkältungen ist, sich oft müde und erschöpft fühlt oder lange an kleinen Hautrissen oder –entzündungen herumlaboriert, dem können bereits ein paar zinkhaltige Nahrungsmittel mehr auf dem Speisezettel helfen. Doch Zinkmangel entsteht nicht nur durch falsche Ernährung, so kann auch der regelmäßige umfangreiche Genuß phosphatreicher Limonaden die Zinkaufnahme im Körper behindern. Außerdem ist ein gesunder Darm ist wichtig, weil das Spurenelement über den Dünndarm aufgenommen wird.

Schneller Ersthelfer bei Erkältungen

Bei einem akuten grippalen Infekt beschleunigt die zusätzliche Einnahme von Zink den Heilungsprozess. Die Einnahme von 20-30 mg, über den Tag verteilt, bereits bei den ersten Anzeichen einer Erkältung, mildern die Symptome und verkürzen die Erkrankung. Etwas länger benötigt die Regeneration der Haut, erst nach einer rund 8-wöchigen Zinkkur zeigen sich sichtbare Besserungen.

Auf ausreichend zinkhaltige Nahrungsmittel zu achten, kann also eine sehr effektive Sofortmaßnahme sein, wenn Euch das Tief zum Jahresstart gerade fest in der Zange hat. Ein Zuviel an Zink nur über die Nahrungsmittel zu sich zu nehmen, ist kaum möglich. Eine Überdosierung ist nur zu befürchten, wenn Ihr die zehnfache Menge, also mindestens 100 mg pro Tag, einnehmt.

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