7 Mythen rund um das Serum

Sie sind die modernen Must-Haves der Anti-Aging-Pflege: Seren. Kaum eine Frau ab 30 verzichtet auf die wirkstoffreichen Spezialprodukte. Denn glaubt man den Versprechen der Hersteller, vollbringen die leichten Texturen wahre Wunder. Aber was ist dran an diesem Hype? Was zeichnet ein Serum aus und wie wendet man es richtig an?
Titelbild Magazin: 7 Mythen rund um das Serum Bild: pexels

Tagescreme, Nachtcreme, Augencreme. Dieses Trio wird seit einigen Jahren wirksam ergänzt – ohne ein Serum, ist die Pflege nicht komplett. Oder doch? Diese Frage lässt sich nicht pauschal beantworten. Denn wie bei jeder kosmetischen Rezeptur, gibt es auch hier deutliche Unterschiede.

Mythos 1: Seren enthalten mehr Wirkstoffe als eine Creme

Wie viele oder wenige Zutaten ein Serum enthält, ist nirgendwo festgelegt. Tatsächlich enthalten sie Wirkstoffe aber in höheren Konzentrationen als eine klassische Gesichtspflege. Dies hat vor allem einen technischen Hintergrund: Wasserliebende Inhaltsstoffe wie Vitamin C entfalten ihre Wirkung am besten in einer leichten und ölfreien Textur. Was diese Stoffgruppe angeht, haben Seren also ganz klar die Nase vorn.

Mythos 2: Seren wirken nicht oberflächlich, sondern in der Tiefe

Fakt ist: Unsere Haut nimmt Wasser auf wie ein Schwamm. Die Rezeptur eines Serums enthält meist einen hohen Wasseranteil. Folglich kommen Inhaltsstoffe wie Hyaluronsäure, die besonders tief wirken sollen, durch ein Serum leichter ans Ziel.

Es gibt jedoch auch ölhaltige Seren, die vorwiegend dazu eingesetzt werden, um den Teint oberflächlich schnell zu verbessern und das Hautgefühl zu optimieren. Hier finden vor allem fettlösliche Ceramide, Vitamin E, Arganöl oder Phytosterole Einsatz.

Mythos 3: Ein gutes Serum ersetzt die Gesichtscreme

Eher nein: Auch wenn sie wahre Wirkstoffbomben sind, gelten Seren nicht als Einzelkämpfer. Deshalb sollte immer eine Pflege addiert werden, welche die Wirkstoffkombination ergänzt. Lediglich bei Mischhaut oder öliger Haut kann ein Serum im Sommer als Pflege für den Tag ausreichen.

Mythos 4: Seren eignen sich für jeden Hauttyp

Generell ja: Da Seren die Basis-Gesichtspflege ergänzen, können sie mit den gewohnten Tages- und Nachtcremes für den jeweiligen Hauttyp kombiniert werden. Wenn Ihr Euch nicht sicher seid, welchen Hauttyp Ihr habt, könnt Ihr es ganz einfach mit unserem Selbsttest herausfinden.

Vorsicht ist jedoch bei empfindlicher Haut geboten: Wegen ihrer Wirkstoffkonzentration haben Seren ein höheres Irritationspotenzial. Außerdem sollten Sensibelchen eine Rezeptur ohne alkoholische Basis verwenden.

Mythos 5: Seren gehören auf die Pole Position

Defintiv! Nach der Reinigung ist die Haut besonders aufnahmefähig für Wirkstoffe. Deshalb sollte der erste Pflegeschritt immer das Serum sein. Anschließend wird wie gewohnt die Tages- bzw. Nachtpflege aufgetragen.

Mythos 6: Ein Serum wirkt gegen jedes Hautproblem

Das gilt nur bedingt: Es gibt heute die verschiedensten Arten von Seren: als Repair-Pflege, zur Feuchtigkeitsanreicherung, Straffungsergänzung und sogar gegen Pickel. Jede Rezeptur ist aber auf eine spezielle Lösung ausgelegt. Das flinke Fläschchen, das alles kann, ist und bleibt Utopie.

Mythos 7: Schon eine Anwendung reicht aus

Schön wär’s… Wie lange die Extra-Pflege benutzt werden sollte, hängt von der Rezeptur, den persönlichen Pflegebedürfnissen, aber auch vom aktuellen Hautzustand ab: Ob Wochenend-Kur, Monats-Anwendung oder tägliche Anwendung mit Wirkstoff-Kick – für jeden Anspruch gibt es das passende Serum.

Hier findet Ihr Euren persönlichen Liebling:

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