Perlenpuder: Mehr als schöner Schein?

Perlen gelten als zeitlos und elegant. Ihr sanfter Schimmer reflektiert das Licht und schenkt vielen Schmuckstücken besonderen Glanz. Als fein vermahlener Puder finden sie auch in Kosmetik Einsatz und sorgen in Cremes und anderen Beauty-Produkten für ein edles Upgrade. Ob aber mehr dahinter steckt, als nur schöner Schein, verrät erst der Blick unter die Oberfläche.
Perlenpuder, Foto: PIXABAY

Perlenpuder hat vor allem in Ländern wie Asien eine lange Tradition: Er wird hier sowohl zur Hautpflege, als auch in der Traditionellen Chinesischen Medizin angewendet. Gewonnen wird er aus Süß- oder Salzwasserperlen, die keine Juwelierqualität aufweisen. Dazu werden die Perlen zunächst abgekocht und schließlich mithilfe von Edelstahlplatten oder kleinen Porzellankugeln gemahlen.

Pure Schönheit und versteckte Talente

Perlenpuder wird nachgesagt, dass er das Erscheinungsbild der Haut wesentlich verbessert. Vor allem in den königlichen Familien des Alten Chinas fand er schon seit langem Anwendung, bevor er es schaffte in die moderne Kosmetik Einzug zu halten. Was die alten Meister vermuteten, hat nun auch die Wissenschaft bestätigt: Studien zufolge hilft Perlenpuder der Haut bei der Regeneration, lindert Reizungen und fördert die Heilung von Verletzungen. Er soll außerdem Unebenheiten ausgleichen, den Hautton aufhellen sowie Fältchen und kleine Linien reduzieren. Ein wahres Multitalent also.

Begründet ist seine Wirkung in der Zusammensetzung: Die enthaltenen Peptide und Aminosäuren sind quasi Grundbausteine für eine reine, gesunde Haut. Sein Vitamin B Komplex hilft die Energie und Vitalität der Hautzellen zu erhalten und Polysaccharide erhöhen ihr Wasserbindevermögen. Dieser Cocktail aus Spurenelementen, unter anderem aus Zink, Magnesium und Calcium, unterstützt die Zellen ebenso wie die enthaltenen Antioxidantien.

Perlenpuder: Mehr als nur Glow

Bei so vielen inneren Werten verwundert es nicht, dass Perlenpuder stumpfe Haut zunehmend frischer, ebenmäßiger und strahlender erscheinen lässt – und das nicht allein durch seinen Schimmer. Bei dieser Zutat geht es also um mehr, als nur Glanz oder den edlen Namen in der INCI-Liste…

Mineralisch – und doch nicht vegan

Einziger Nachteil: Wer besonderen Wert auf vegane Rezepturen legt, muss auf Perlenpuder leider verzichten. Er ist trotz seines Hauptbestandteils Kalziumkarbonat nicht als mineralischer Rohstoff deklariert, da es sich bei Perlen um Ausscheidungen von Muscheln handelt. Wie bei Honig handelt es sich hierbei also um einen von Tieren produzierten Rohstoff.

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