Branchennews: Zahlen und Fakten zum Naturkosmetikmarkt 2019

Zahlen und Fakten belegen, was wir auch in der Gesellschaft spüren: Nachhaltigkeit, Natürlichkeit und Gesundheit sind anhaltende Trends. In der Folge hat auch der Naturkosmetikmarkt 2019 wieder ein großes Umsatzplus erzielt – und es ist noch lange kein Ende in Sicht.
Naturkosmetikmarkt

Nachhaltigkeit ist Trend. Das bewies zuletzt auch die Vivaness 2020, die ganz im Zeichen von Zero Waste und umweltfreundlichen Verpackungslösungen stand. Die Menschen leben bewusster, gesünder, sehnen sich nach einem Leben im Einklang mit der Natur. Das zeigt sich auch am Kaufverhalten: Wie auch schon in den Jahren zuvor war der Naturkosmetikmarkt 2019 geprägt von Wachstum und anhaltender Nachfrage. naturkosmetik konzepte hat dazu erneut spannende Statistiken rund um die Branche erhoben und auf der VIVANESS 2020 vorgestellt.

Zahlen und Fakten zum Naturkosmetikmarkt 2019

Rund 800.000 Käufer*innen griffen in 2019 erstmalig zu Naturkosmetik. Immer mehr Menschen kaufen natürliche Pflegeprodukte und Make-up – und das auch immer häufiger. Das Resultat? Ein Top-Ergebnis: Allein in Deutschland konnte der Naturkosmetikmarkt 2019 ein schwindelerregendes Umsatzplus von 9 Prozent im Vergleich zum Vorjahr verzeichnen. Damit ist Deutschland federführend in Europa, auch wenn andere Länder in rasantem Tempo nachziehen. Der konventionelle Markt muss hierzulande mittlerweile 18,5 Prozent an Natural Beauty Marken abtreten. Die echte Naturkosmetik macht dabei knapp 10 Prozent aus, die anderen 8,5 beansprucht die naturnahe Kosmetik für sich. Das Marktvolumen für Naturkosmetik liegt damit in Deutschland bei 1,38 Mrd. €.

Transparenz so wichtig wie nie

Müllvermeidung und reizfreie Inhaltsstoffe sind für viele Konsument*innen nach wie vor ein wichtiges Thema im Hinblick auf ihre Kosmetik. Ein weiterer Big Player gesellt sich zu diesen beiden Kernthemen: die Transparenz. In Zeiten von Internet und globaler Vernetzung sind die Käufer*innen immer besser informiert. Sie hinterfragen mehr und mehr, wofür Marken und Unternehmen stehen und überlegen genau, wen sie mit ihrem Einkauf unterstützen wollen. Dieser Trend zeichnet sich vor allem bei jüngeren Konsument*innen ab – sie suchen gezielt nach Marken, die exakt ihrer Wertewelt entsprechen.

Start-ups auf dem Vormarsch

Der Markt teilt sich in immer feingliedrigere Segmente auf und lockt mit Umsatzwachstum nicht nur Kosmetikriesen wie L’Oreal an sondern auch viele Start-ups. Junge Unternehmen können flexibel und kreativ auf die unterschiedlichen Bedürfnisse der Konsument*innen eingehen, bringen frischen Wind und fordern Naturkosmetik-Pioniere heraus, sich nicht auf ihren Lorbeeren auszuruhen.

Verwirrung pur: Der Siegel-Dschungel

BDIH, COSMOS, NATRUE und Co. – es gibt mittlerweile viele Siegel, die echte Naturkosmetik nach verschiedenen Kriterien und Qualitätsmerkmalen zertifizieren. Was einst für Klarheit und Transparenz sorgen sollte, ist für viele Konsument*innen zum verwirrenden Siegel-Dschungel geworden. Green Washing? Nach wie vor ein riesiges Thema. Die Zeit ist reif für ein einheitliche Regelung, was unter Naturkosmetik zu verstehen ist und was nicht. Ansonsten stehen schwammigen Trends um Begrifflichkeiten wie „Clean Beauty“ oder „vegane Kosmetik“ auch weiterhin alle Türen offen, dem Menschen Natürlichkeit zu verkaufen, wo in Wirklichkeit Chemie und bedenkliche Inhaltstoffe im Tiegel stecken.

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