Mineralöl in Kosmetik

Mineralöl ist ein typischer Rohstoff zur Verwendung in konventioneller Kosmetik. Er fungiert als Fettbestandteil in Cremes und Lotionen, aber auch als Ausgangsstoff für andere INCIs. Erdölbestandteile können nämlich durchaus in Rezepturen stecken, die augenscheinlich auf die Zutat verzichten.
Mineralöl in Kosmetik

Zehntausende Tonnen Mineralölprodukte werden jährlich rund um den Globus für die Beautybranche hergestellt. Der Grund hierfür liegt vor allem im Preis: Verglichen mit pflanzlichen Ölen sind sie billige Rohstoffe, die leicht zu verarbeiten und vielseitig einsetzbar sind. Darüber hinaus ist Mineralöl lange haltbar und von gleichbleibender Qualität – eben ganz anders als Öle aus natürlichen Quellen.

Wirkstoffreich: Pflanzenöle

Pflanzliche Öle reagieren mit Umweltfaktoren wie Licht, Luft und Hitze. Hier ist Feingefühl gefragt, von der Gewinnung über die Lagerung bis zur Verwendung. Ob sich dieser Aufwand wirklich lohnt? Ja, definitiv! Fette Pflanzenöle integrieren sich besonders gut in die Hautbarriere , sind verträglich und umweltfreundlich. Als Basiszutat verwendet, bringen sie bereits ein eigenes Wirkstoffspektrum in jedes Produkt. In Kombination mit Feuchthaltefaktoren entfalten sie ihre Talente am besten.

Pflegekraft Mineralöl?

Demgegenüber könnte man Mineralöl beinahe als talentfrei bezeichnen. Wie unsere Kraftstoffe wird auch die Kosmetikzutat aus Erdöl gewonnen. Kaum vorstellbar, dass derselbe Stoff, der Seevögeln nach Havarien das Gefieder verklebt, unsere Haut pflegen soll. Und das tut er auch nicht. Mineralöl bringt keinerlei Mehrwerte mit, auch wenn es den Teint oberflächlich glatt und weich erscheinen lässt. Das Öl legt sich als Film auf die Haut, zieht aber nicht ein und hindert unser größtes Organ am Atmen. Die Folgen reichen von Trockenheit, Irritationen und Unreinheiten bis hin zu Faltenbildung. Das Schlimmste aber: Die Haut verliert die Fähigkeit, sich selbst zu regulieren. Es entsteht eine regelrechte Abhängigkeit von der ölhaltigen „Pflege“. In unserem Du kommst hier nicht rein: Paraffine erfahrt Ihr noch mehr über den zweifelhaften Rohstoff und auch, wie Ihr ihn in der INCI erkennt. Zumindest als direkte Zutat…

Versteckte Risiken

Mineralöl ist ein komplexes Gemisch, welches zum Beispiel auch aromatische Kohlenwasserstoffe (MOAH) enthält. Laut der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit (Efsa) können darin wiederum erbgutverändernde und krebserregende Komponenten enthalten sein – also lieber einen Bogen darum machen!

Hier kommen wir allerdings zum wohl größten Problem bei der ganzen Sache: Ihr könnt Euch nämlich nicht darauf verlassen, dass ein Produkt mineralölfrei ist, nur weil Ihr keine passende Bezeichnung in der Zutatenliste entdeckt, oder ein „Free from“-Hinweis auf dem Etikett aufgedruckt ist: Zahlreiche Tenside, chemische UV-Filter und Konservierer sind auf Erdölbasis hergestellt. Für wirkliche Sicherheit bleibt Euch nur der Griff zu zertifizierter Naturkosmetik, die die Verwendung von Mineralöl grundsätzlich untersagt.

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Es hat mehrere Preise abgeräumt, soll dank Anti-Blue Light Effekt vor Digital Aging schützen und ein Blick in die INCI verrät, dass hier mit vielen wertvollen pflanzlichen Ölen, Rotalge und Studentenblume auch sonst einfach ganz viel Gutes für die Haut drinsteckt: das Annemarie Börlind 3 in 1 Gesichtsöl.

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