Beauty international: Schönheitsgeheimnisse aus aller Welt

Porzellanteint, Glanzmähne, Strahleaugen… Wie kriegen die das nur hin in Japan, Italien, Skandinavien? Ganz einfach: Mit natürlichen Pflegetricks, die seit Generationen wirken. Wir stellen die besten vor, die man auch im heimischen Badezimmer ausprobieren kann.

In der internationalen Umfrage eines Kosmetikkonzerns antworteten viele der Teilnehmerinnen auf die Frage, in welchem Land die schönsten Frauen leben: im eigenen. Ein erfreuliches Ergebnis, weil es von gesundem Selbstwertgefühl zeugt. Denn wie sagte Italiens Glamour-Diva Sophia Loren mal so weise: “Nichts macht eine Frau schöner, als der Glaube daran, dass sie schön ist.” Trotzdem spricht nichts dagegen, sich das ein oder andere Beauty-Geheimnis  von fremden Nationen abzuschauen. Denn nicht alles liegt in den Genen.

Japan
Dass grüner Tee ein hocheffizienter Radikalfänger und Anti-Aging-Helfer ist, wissen wir seit einiger Zeit – die Japanerinnen nutzen sein Geheimnis schon lang für ihren berühmten Teint. Auch das japanische “Grundnahrungsmittel” Reis tut der Haut Gutes, indem es Feuchtigkeit spendet und die für die Elastizität so wichtige Kollagen-Produktion anregt. Zwei interessante, weil weniger bekannte Beautygeheimnisse aus Japan: Kamelienöl und Meeresalge. Letztere gibt‘s auch bei uns im Asia-Markt. Einfach essen (Sushi!) oder mit Wasser zu einer Paste anrühren, die zum Beispiel als Haarkur durch ihren Reichtum an Mineralien die Mähne kräftigt. Das Öl der Kamelie nutzten die Geishas schon vor Jahrhunderten für ihr Haar. Können wir auch: Anwärmen, einmassieren, unterm Handtuch 20 Minuten einwirken lassen und waschen. Eiweiße und Ölsäure glätten die Oberfläche und sorgen für Glanz. Und auch die Haut kann von der verfeinernden Wirkung des schnell einziehenden Kamelienöls profitieren.

Frankreich
Diese Französinnen! Immer très chic und perfekt gepflegt. Zum Beispiel mit einer Weintrauben-Hautkur, die im Weinland natürlich nahe liegt. Die feuchtigkeitsspendenden Trauben, die wirksame Antioxidantien und revitalisierende Fruchtsäure enthalten, werden kleingehackt und als Maske aufs Gesicht aufgetragen. Gute Alternative: Traubenkernöl.  Ein weiteres, sehr zu empfehlendes Beautygeheimnis aus Frankreich: Genuss! Das gilt für hochwertige, gesunde Ernährung ebenso wie fürs Pflegeritual, das wir hierzulande viel zu oft als lästige Pflicht, statt als Verwöhn-Programm empfinden.

Italien
Feines Olivenöl  ist eines unserer liebsten Importgüter – und ein vielseitiges Pflegetalent. Anwendung? Denkbar simpel: Italiener/innen tragen das (kaltgepresste) grüne Gold da auf, wo eine Extraportion gesunder Glanz und Pflege benötigt wird. Das funktioniert pur auf den Lippen ebenso wie an den Händen (Öl anwärmen, auftragen, Handschuhe drüber und über Nacht einwirken lassen). Auch die Haare freuen sich über eine Mini-Kur an Haarwurzeln oder Spitzen: 15-30 Minuten vor dem Waschen einmassieren, gründlich ausspülen. Gemixt mit grobem Meersalz ergibt das wirkstoffreiche Olivenöl außerdem ein prima Peeling. Und nicht vergessen: Auch die innerliche Anwendung trägt zu Gesundheit und gesundem Aussehen bei.

Hawaii
Tropische Früchte schmecken nicht nur fantastisch, wenn man sie reif vom Baum genießen kann – sie sind auch effektive Hautverschönerer. Im 50. Bundesstaat der USA werden Mango, Papaya & Co. pur und püriert als Maske eingesetzt. Die besonderen Enzyme der Ananas beispielsweise befreien die Haut von abgestorbenen Hautzellen und sorgen so für einen frischen Teint. Papain, ein Enzym der Papaya, soll bei Unreinheiten helfen und hautverjüngend wirken. Ebenfalls gern verwendet als Beauty-Allrounder für Haut und Haar aus Hawaii: Kokosöl.

Schweden
Ein Teint wie frisch vom Fjord, strahlende helle Augen: Hätten wir auch gerne – besonders wenn lange Arbeitstage oder Partynächte unsere Augen müde aussehen lassen. Warum also nicht mal den skandinavischen Frischetrick ausprobieren? Einfach eisgekühltes Mineralwasser gegen die Augenpartie spritzen. Beautytipp Nummer zwei: Hagebutte. Die vitaminreiche Frucht wird in Schweden gern gegessen (z.B. als süße Dessertsuppe), stärkt das Immunsystem und lässt die Haut strahlen. Und der häufige Genuss von Beeren (Antioxidantien) und Fisch (Omega-3-Fettsäuren) tut sein Übriges.

Ägypten
In Sachen Beauty ist dies das Land, wo Milch und Honig fließt. Milch kommt schon seit Kleopatras Zeiten in die Wanne (1 Liter zu einem Vollbad), und leicht erwärmter Honig wird genutzt, um trockene, raue Hautstellen weich zu pflegen. Auch verlockend und seit Jahrhunderten bei schönheitsbewussten Ägypter/innen bewährt: Mandelmilch. Für die schnelle Variante einfach fertig oder selbst gemahlene Mandeln mit lauwarmer Milch zu einer Paste vermischen. Die kann dann als sanftes Peeling oder Haarkur verwendet werden.

Russland
Hier wird am Morgen der Kaffee nicht nur als Getränk genossen – auch der nach dem Aufbrühen übrige Satz findet Verwendung: als belebendes Peeling für den Body im Bad. Das macht die Haut weich und soll außerdem eine straffende Wirkung erzielen.

Marokko
Eins der kostbarsten Öle stammt aus Marokko: das Arganöl. In seiner Heimat wird die positive Wirkung  von ungesättigten  Fettsäuren und weiteren wertvollen Inhaltstoffe seit Jahrhunderten geschätzt und genutzt. Bei uns hat man das Öl aus den Kernen der Arganfrüchte in den letzten Jahren zunehmend für Gourmetküche und Kosmetik entdeckt. Wer’s daheim hat, sollte seinen „glänzenden“ Effekt auf die Haare und den zartpflegenden auf die Haut ausprobieren. Eine weitere spannende Beauty-Tradition: Rhassoul – die mineralreiche Tonerde aus dem Atlasgebirge. Ihre feinen Partikel ziehen Schmutz, Hautschuppen und überschüssiges Fett an, was Rhassoul zu einer idealen, weil natürlichen und pflegenden Reinigungssubstanz für Haut und Haar macht. Auch bei uns ist sie als Rhassoul (auch Ghassoul oder “Wascherde”) erhältlich.

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