Sanfte Allrounder: Sheabutter und Aloe vera

Lieblingsrohstoffe, für die wir schwärmen? Da gibt es so einige. Im Teil 2 unserer Serie geht es um zwei Pflegehelden für Sensibelchen: Sheabutter und Aloe vera. Warum wir bei den beiden gerne schwach werden…/ Jenny & Janine

Vielseitig und mild sind sie beide. Ihre Konsistenzen hingegen könnten unterschiedlicher kaum sein. Und auch sonst haben die Nuss und die Wüstenlilie ganz eigene Argumente zu bieten.

Sheabutter – Jennys Liebling

Egal um welches Produkt es sich handelt: Entdecke ich Sheabutter (Butyrospermum Parkii Butter) in der INCI, hat es schon einen Stein bei mir im Brett. Die reichhaltige Zutat hat einen ganz besonderen Schmelz: Der Temperaturbereich, in dem ihre Konsistenz von fest zu flüssig wechselt, liegt in etwa bei unserer Körpertemperatur. Als Solitär im Tiegel kann in der kalten Jahreshälfte schon mal ein Löffel nötig sein, um die Pflanzenbutter heraus zu bekommen. Das tut dem Pflegegenuss jedoch keinen Abbruch. Wer es dennoch gern etwas fein-cremiger hätte, findet die Zutat in unzähligen Rezepturen kombiniert mit feinen Ölen.

Was Sheabutter kann? Schützen, pflegen, regenerieren, Feuchtigkeit einschließen und die Haut regelrecht umhüllen… Vor allem zwei Bestandteile sorgen meines Erachtens dafür, dass sich Sheabutter so unfassbar gut anfühlt: Zum einen Phytosterine, winzige Fettbausteine, die  Löcher zwischen unseren Hornzellen kitten und Feuchtigkeitsverlust verhindern. Zum anderen: Linolsäure. Sie wirkt als regelrechte Schutzschicht an der Hautoberfläche und sorgt für das Shea-typische Finish. Hinzu kommen zahlreiche Vitamine und Fettsäuren, die nährend, entzündungshemmend und als Radikalfänger wirken.

Rein verwendet, ist unraffinierte Sheabutter ein Inbegriff für Clean Beauty: Nur ein einzelner Rohstoff, natürlich, mild und mit spürbaren Ergebnissen. Selbst absolute Haut-Mimosen und Neurodermitiker vertragen die Zutat in der Regel völlig ohne Probleme. Sie ist mein persönlicher Geheimtipp für (sehr) trockene Hautpartien, die Lipide benötigen, zum Beispiel Schienbeine, Knie, Ellbogen… Sheabutter kann zudem als sanft-schützende Gesichtspflege zum Einsatz kommen, sowohl über Nacht, als auch als Kälteschutzschild bei Winterspaziergängen. Gegen trockene Nagelbetten, Fingerknöchel oder raue Füße wirkt die „Beure Karité“ mit dünnen Baumwollhandschuhen oder -Socken darüber zudem prima als Maske. Völlig unverzichtbar ist Sheabutter für mich aber als Lippenpflege: Die nussige Butter mit dem feinen Schmelz verleiht jeder Formulierung eine tolle Konsistenz und legt sich nachhaltig auf die zarte Lippenhaut, ohne dass man bald wieder nachcremen muss. Auch pflegebedürftige Haarspitzen und -Längen profitieren von der reichhaltigen Zutat.

Warum Sheabutter in Bioqualität noch besser ist und was Ihr sonst noch über den nussigen Wirkstoff wissen solltet, lest Ihr hier.

Eure Jenny

Aloe vera – Janines Favorit

Die echte Aloe vera (Aloe barbadensis Miller) gilt in der (Natur-)Kosmetik für viele als DER Feuchtigkeitsspender schlechthin. Das mag stimmen, doch die erstaunliche Pflanze aus der Familie der Sukkulenten hat noch viele weitere großartige Benefits für die Haut, über die viel zu wenig gesprochen wird! Für mich ist sie daher eine willkommene Zutat in meinen Pflegeprodukten. Und: Ich habe auch immer ein reines Aloe vera Gel zu Hause, das nicht nur schön macht, sondern durchaus auch zur Hausapotheke gehört…

Aloe tut der Haut gut – und zwar nachweislich. Verantwortlich ist die antioxidative Wirkung, welche der vorzeitigen Hautalterung entgegenwirkt. Zusätzlich wir die Collagenproduktion der Haut angeregt. Anti-Aging ist aber nur die Spitze des Eisbergs, was die vielen Talente der Aloe angeht. Vor allem schätze ich sie dafür, wie zuverlässig sie die Feuchtigkeit der Haut bewahrt und Entzündungen hemmt. Außerdem kühlt Aloe vera und mindert Juckreiz. Das alles macht sie zu einem vielseitig einsetzbaren Allrounder – der selbst bei sensibler, trockener oder gereizter Haut im Normalfall sehr gut vertragen wird. Auch bei Akne, Dermatitis, Sonnenbrand oder Schuppenflechte ist Aloe in der Regel gut einsetzbar. Worauf Ihr achtet solltet, ist eine genügend hohe Konzentration im Pflegeprodukt Eurer Wahl, ansonsten verpufft der Effekt der Aloe vera. Mindestens 10-15 % der Formulierung sollte der Anteil der Aloe ausmachen.

Ich habe in meiner Hausapotheke auch immer ein reines Aloe vera Gel. Es kommt ganz unterschiedlich zum Einsatz. Zum Beispiel trage ich es punktuell auf Unreinheiten auf, da die entzündungshemmende Wirkung hier helfen kann (übrigens generell bei Akne!). Auch nach jedem Waxing kommt das Gel zum Einsatz, da (ebenso wie bei der Rasur) Mikro-Verletzungen entstehen und sich entzünden können. Das Gel beugt dem vor – und hat zudem eine angenehm kühlende und beruhigende Wirkung auf die gestresste Haut. Die erfrischende und wohltuende Wirkung schätze ich auch nach dem Sonnenbad oder bei einem Sonnenbrand, wenn die strapazierte Haut nach Feuchtigkeit durstet und im schlimmsten Fall heiß ist und schmerzt. Hier ist Aloe vera Gel ein ideales Helferlein, weshalb es häufig auch in vielen After Sun Lotions eingesetzt wird. Auch hier gilt: Achtet darauf, dass die Pflanze möglichst weit oben in der INCI steht, um wirklich von ihren Eigenschaften zu profitieren.

Ihr seht: Nicht umsonst gehört Aloe vera zu den absoluten Klassikern in der Beautywelt! Spannend ist dabei auch, dass einige Brands Kosmetik mit Aloe vera Saft statt Wasser formulieren. Hintergrund ist, dass Wasser (im Normalfall) keinen Benefit für die Haut hat, sondern nur als Trägersubstanz dient. Aloe vera Saft ist flüssig und kann diesen Zweck somit ebenfalls erfüllen, bringt aber gleichzeitig auch tolle hautpflegende Eigenschaften mit. Diese hochwertigen Formulierungen findet Ihr zum Beispiel bei PHARMOS NATUR, WHAMISA und SANTAVERDE (unbezahlte Werbung). Noch mehr rund ums Thema „Aloe statt Wasser“ verraten wir Euch in diesem Beitrag.

Lust auf weitere spannende Facts rund um – nicht nur meinen – Schönheitshelden Aloe vera? Dann lest in unser Pflanzenporträt Aloe vera  rein! 🙂

Welche Beautyzutat ist Euer sanfter Pflegeheld?

Eure Janine

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

I accept that my given data and my IP address is sent to a server in the USA only for the purpose of spam prevention through the Akismet program.More information on Akismet and GDPR.