Mein Handschmeichler

Ich gestehe: Zu Hause habe ich ein wahres Kleinlager an verschiedensten Kosmetika, vor allem an Pflegecremes: Eine leicht getönte Creme für die Wangen, ein Extra-Produkt für meine meist unreine T-Zone (und das, obwohl ich schon bald 35 werde), ein Serum gegen ungeliebte, aber leider schon fortgeschrittene Krähenfüße. Dann noch das Gel für die morgens geschwollenen Augen, nicht zu vergessen natürlich verschiedene Bodyöle und Körperlotionen bis hin zu einer extrawärmenden Fußcreme mit duftendem Rosmarin… Eigentlich mehr als genug – aber was predigen Zeitschriften und Beauty-Redakteure (ich übrigens eingeschlossen) ständig?
Foto: Pixabay

Man sollte bei all der Pflege seine Hände nicht so stiefmütterlich behandeln. Weil gerade der Herbst und der Winter eine „ganz schön aufreibende Jahreszeit“ für unsere zarten Allrounder ist und sie daher – wegen ihres 24-Stunden-Jobs, der dem eines ausgebeuteten Praktikanten gleicht – eine extra Portion Pflege bitter nötig haben. Und nun ratet mal, was ich nicht zu Hause habe? Richtig und ja, peinlich, peinlich – eine Handcreme!

Vielleicht liegt es ja am Alter, früher kannte ich das Problem zumindest nicht. Kaum hat in diesem Jahr die Heizungssaison begonnen, erleben meine Hände zum ersten Mal in ihrem Leben eine juckende Dürreperiode. Rau und rissig sind sie, in den Handinnenflächen gespannt, so dass es manchmal richtig schmerzhaft ist. Und dann auch noch das: Kürzlich meinten meine Kinder beim geliebten Rückenkraulen am Abend doch tatsächlich, das wäre „zur Zeit nicht so angenehm, da meine Hände so rau wie die eines männlichen Bauarbeiters wären…“

Das saß! Wie passen bitte „geschmeidig“, „elegant“ oder „sexy“ mit einem „MÄNNLICHEN Bauarbeiter“ zusammen? Beim kläglichen Versuch, meine Hände mit einer meiner Bodylotionen einzucremen, um die Situation auf die Schnelle zu retten, musste ich feststellen, dass eine extra Handcreme tatsächlich Sinn machen könnte. Die Bodylotion wollte einfach nicht einziehen und hinterließ auf den Handinnenflächen einen schmierigen Film, der natürlich nicht einzog. Leicht genervt, da ich überall in der Wohnung Spuren hinterließ, habe ich mir die Hände schlussendlich am Handtuch abgewischt. Na gut, dann eben eine richtige Handcreme…

Der Tag X
Das Tolle an meinem Job ist, dass ich für solche Situation gewappnet bin, da ich eigentlich alle Tricks rund ums Thema Schönheit kenne und auch prompt weiß, wo ich die besten Helferlein bekomme. Ein Anruf also, bei meiner geliebten Marke Oceanwell, Problem geschildert, und schon bekomme ich die brandneue Hand & Nail Cream zum Ausprobieren.

Schnell wie der Blitz sind die im hohen Norden, das muss man sagen! Schon einen Tag darauf hielt ich die brandneue Hand & Nail Cream in meinen Händen. Und schick sieht sie aus! Ihr ganzer Stolz, schreibt Biologin und Oceanwell Managing Director Inez Linke im beigelegten Grußkärtchen. Na dann bin ich ja mal gespannt und freu mich wie eine Schneekönigin auf diesen Praxistest!

Siehst Du gut aus!
Die länglich runde Verpackung ist – ganz Oceanwell-like – in puristischem weiß gehalten und wird nur durch Logo und Namen geziert. „Macht Hände streichelzart“ steht noch darunter – na hoffentlich stimmt das auch, anscheinend habe ich es ja bitter nötig! Auf eine Umverpackung hat Oceanwell – der Umwelt zuliebe – verzichtet. Erster Pluspunkt! Der Deckel lässt sich mit ein wenig Druck leicht öffnen. Ich persönlich mag das, denn wer will die Creme schon überall in seiner Handtasche haben, weil der Deckel dort macht, was er will? Ein klassischer Pumpspender bringt eine herrlich nach Limetten duftende weiße Creme zum Vorschein. Ich verteilte also vornehmlich auf den Handinnen- und Handaußenflächen sowie auf und zwischen den Fingern reichlich Creme.

Das fühlt sich ja unglaublich toll an auf der Haut, wie ein etwas festerer Wassertropfen! So, als bestünde die Creme zur Hälfte aus „geschmeidigem“ Wasser und zur anderen Hälfte aus einer Lotion mit leichter Textur. Sie zieht noch während dem Cremen ein und hinterlässt ein seidenweiches Gefühl auf der Haut – ganz ohne zu schmieren. Und das Tollste: Ich konnte direkt nach dem Auftragen an meinem Rechner schreiben, ohne überall sichtbare nervige Fettspuren zu hinterlassen. Es ist also tatsächlich kein Verkaufstrick der Kosmetikindustrie, spezielle Hand- und Nagelcremes zu produzieren. Diese hier jedenfalls kann wirklich viel mehr als eine normale Bodylotion, wenn es um Hände geht.

Auf die inneren Werte kommt es an
Natürlich wusste ich schon vorher, dass kaum eine Körperstelle so verschiedene Hautarten vereint, wie die Hände. Außen sind sie zart und dünn, innen rau, resistenter aber auch dicker. Und dann kommen auch noch die Nägel dazu, mit ihrer superempfindlichen Nagelhaut. Um diesen speziellen Pflegebedürfnissen gerecht werden zu können und unsere Hände mit wertvollen Pflegestoffen zu versorgen, braucht eine gute Handcreme einen hohen Fett- und Feuchtigkeitsgehalt. Aber was steckt eigentlich genau in dem hübschen kleinen weißen Oceanwell Spender? Wie sieht das Pflegekonzept der neuen Hand & Nail Cream genau aus? Der Hersteller sagt, dass sie speziell auf eine ausgewogene Feuchtigkeitsversorgung bei besonders beanspruchten und trockenen Hautstellen ausgerichtet ist. Sie basiert auf einer Wirkstoffkombination aus natürlichem Meerwasser und dem konzentrierten Extrakt der mineralstoffreichen Laminaria-Alge, die speziell für Oceanwell in der Kieler Förde nachhaltig angebaut wird. Natürliche Pflegestoffe, wie Aloe Vera, Jojobaöl und Sheabutter, runden die Rezeptur ab.

INCI: AQUA, CAPRYLIC/CAPRIC TRIGLYCERIDE, MARIS AQUA, SIMMONDSIA CHINENSIS OIL, SACCHAROMYCES/LAMINARIA SACCHARINA FERMENT, HAMAMELIS VIRGINIANA DISTILLATE, GLYCERYL STEARATE CITRATE, CETYL ALCOHOL, BUTYROSPERMUM PARKII BUTTER, GLYCERYL STEARATE, ALOE BARBADENSIS GEL, BENZYL ALCOHOL, GLYCERIN, BENZOIC ACID, SORBIC ACID, PARFUM

Fazit
Meiner Meinung nach sollte der Zusatz  „Achtung: Suchtpotential!“ auf der Verpackung angebracht werden. Denn seit ich diese Handcreme habe, bin ich nur noch am Cremen und Schnuppern. Und das, obwohl ich bisher (vermeintlich) ganz wunderbar ohne Handcreme auskam. Ich bekomme einfach nicht genug von dem seidigen Gefühl auf der Haut, dem Duft und dem untrüglichen Eindruck, dass meine spröden und sehr sensiblen Hände noch nie so gepflegt und weich waren wie heute. Das finden übrigens auch meine Kinder: Rückenkraulen ist wieder ins abendliche Verwöhnprogramm aufgenommen. Und damit ist sonnenklar: Sobald mein neuer „Handschmeichler“ leer ist, sorge ich auf jeden Fall für Nachschub!

 

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