Wiesn-Frisuren für jede Haarlänge

Kurz, kinnlang oder Löwenmähne: Zum Münchner Oktoberfest wollen die Haare adrett geflochten werden. Als Münchner Agentur haben wir traditionell die eigenen Haare aller Längen „aufgebrezelt“ und frisiert.
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Kein alter Zopf: Schöne Frisuren für’s Dirndl

„Meine sind zu kurz“, jammert Patricia. „Meine zu viel“, entgegnet Janine. Ich werfe einen schrägen Blick rüber, schnappe mir Bürste und Haarnadeln und verdonnere beide dazu, zehn Minuten stillzusitzen. Janine bekommt einen Reverse-Zopf verpasst, der sich um den gesamten Kopf schlingt. Patricias raspelkurze Haare werden mit Hilfe eines Haarbandes um den Vorderkopf gesteckt. Sieht beides total hübsch aus – und ist zum Dirndl die passende Haartracht.

How to: Lange Haare? Reverse-Zopfkrone!
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Wer einen normalen Zopf flechten kann, kriegt diese tolle Frisur locker hin. Etwa zwei Drittel der Haare auf eine Seite bürsten und am Haaransatz beginnen: Wie beim normalen Zopf fängt man mit drei Haarsträhnen an, die aber beim Flechten nicht über-, sondern untereinander gelegt werden. Bei jedem Unterlegen wird etwas Haar hinzugenommen. Das Flechtwerk im Bogen um den Hinterkopf herum anlegen bis man gegenüber der Startseite angekommen ist. Ab hier das enge Anflechten am Kopf zum freien Zopf hin verändern; alle Strähnen sollten bis zu diesem Punkt eingeflochten sein. Den frei geflochtenen Zopf dann am Kopf feststecken. Sind die Haare lang genug, trifft das Ende auf den Startpunkt. Ist alles schön festgesteckt, kann man den Zopf noch sanft auffächern, sprich die Zopfschlaufen jeder Flechtbiegung leicht auseinanderziehen, um die Optik voluminöser zu machen. Haarspray drüber – fertig!

Mittlere Haarlänge? Französischer Zopf oder Fischgrätenzopf!
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Diese beiden Frisuren klappen, sobald die Längen am Hinterkopf zusammengenommen werden können und noch etwas von der Länge zum Flechten übrig bleibt. Trick für mittellange Haare, die noch nicht ganz bis zum Hinterkopf reichen: Einfach einen Mittelscheitel ziehen und rechts und links einen französischen Zopf flechten, so wie auf dem Bild von mir selbst oben zu sehen.

Französischer Zopf:
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Am hinteren Oberkopf beginnen und drei Strähnen mittig abteilen. Rechte Strähne über die mittlere, dann die linke Strähne über die neu geschaffene mittlere Strähne legen. Jetzt die rechte Strähne (die zu Beginn die mittlere war) plus eine dünne, neue Strähne von rechts über die mittlere Strähne legen. Dasselbe von links. Das macht man so lange im Wechsel, bis alle Strähnen in den Zopf geflochten sind. Dann den Zopf bis zu den Spitzen klassisch weiterflechten – fertig! Mit Haarspray fixieren; sehr kurze Strähnen evtl. mit einer Haarnadel fixieren. Tipp: Wer wie ich knapp kinnlange Haare hat, ist mit zwei Zöpfen besser beraten: Dazu einfach einen Mittelscheite ziehen und dann links und rechts wie beschrieben runterflechten. Viele Haarnadeln verwenden!

Fischgrätenzopf:
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Im unteren Drittel des Hinterkopfes zwei Strähnen abteilen. Von der rechten Seite außen eine dünne Strähne nach innen legen. Von links eine dünne Strähne über die dünne Strähne von rechts legen. Immer so weiter bis in die Spitzen flechten. Zopfschlaufen etwas auflockern und nach außen ziehen, mit Haarspray fixieren, fertig.

Kurze Haare: Haarband-Frisur!
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Wer kurze Haare hat, darf ein Hilfsmittel verwenden, um eine hübsche, traditionelle Frisur zu kreieren. Ein glitzerndes Haarband beispielsweise sieht toll aus. Dieses am Oberkopf etwa zwei Zentimeter hinter dem Haaransatz auflegen und um den Hinterkopf schlingen, sofort feststecken. Über einer Augenbraue beginnend eine einzelne Strähne abteilen und von oben nach vorn um das Haarband wickeln, eventuell feststecken. Strähne für Strähne das Band umwickeln, etwa bis hinter die Ohren, dann mit Haarspray fixieren.

Fazit:

In meiner Jugend hatte ich sehr lange Haare und fand Zöpfe doof: Genau deswegen wurde ich in alle möglichen Frisuren verflochten und weiß, dass manchmal nicht die Genauigkeit, sondern das gekonnte Vertuschen kleiner Flechtfehler viel zielführender ist und jedes Flechtwerk schneller zum Abschluss bringt. Nichts ist schlimmer, als zu lange an den Haaren gezogen bekommen! Während der Pubertät kam mein Zopf ab: Mit mittlerer Länge konnte ich bis auf die Kronenfrisuren auch noch alle Zöpfe tragen, aber es ging schneller. Praktisch also – und frischer, moderner. Mit meinen kurzen und sehr kurzen Haaren, die ich seit ein paar Jahren trage, ist das komplett anders – aber ich habe dank einer wunderbaren Haarstylistin lernen dürfen, dass es auch bei kürzeren Frisuren nicht langweilig sein muss. Die Anmutung von traditionellen Looks kriegt man auch damit problemlos hin – wenn man nicht seine übliche Frisur als Kontrapunkt sehen will. Für mich gehören Zopffrisuren zum Dirndl einfach dazu.

Eure Nina Nina

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