Zum Anbeißen: Sommerhit Kokosnuss

Weiße Strände, Palmen, Sonne: ein Südseetraum. Die Kokosnuss passt perfekt zu dieser Urlaubsphantasie. Doch die Steinfrucht steht nicht nur für Summer-Feeling pur, sie spielt auch in Küche und Kosmetik eine wichtige Rolle. Wir verraten, was drin und dran ist – und wie Sie das exotische Multitalent für Haut und Haare nutzen können.
Kokosnuss, Foto: PIXABAY

Auch wenn die Kokosnuss gerade voll im Trend liegt: Ihr hoher Vitamin-, Fett- und Eiweißgehalt sorgt schon seit Generationen dafür, dass die Bewohner tropischer Inseln trotz wenig Nahrung meist gesund und wohlgenährt sind. Die Kokosnuss zählt nämlich wie die Banane zu den Lebensmitteln, die einen Menschen wochenlang ohne Mangelerscheinungen ernähren können.

Neben Eiweiß, Fruchtzucker und wertvollen Ölsäuren enthält sie auch Mineralstoffe wie Magnesium und Calcium sowie die Spurenelemente Eisen und Zink, B-Vitamine und Vitamin E. Außerdem ist Kokosfett reich an Laurinsäure, die im Körper zu Monolaurin umgewandelt wird. Dieser Stoff soll einigen Studien zufolge das Herzkreislaufsystem schützen und erhöhte Cholesterinwerte senken. Forscher des Athlone Institute of Technology in Irland haben zudem herausgefunden, dass Kokosfett vor Karies schützen kann.

James Bond lässt grüßen: Geschüttelt und gerührt

Wer Kokosöl kauft und sich damit wirklich etwas Gutes tun will, sollte unbedingt „jungfräuliches“, so genanntes „Virgin Coconut Oil“ wählen – am besten aus biologischem Anbau. Denn das wird nicht, wie manch billiges Produkt in Supermarktregalen, aus schon getrocknetem Kokosnussfleisch gewonnen und nachgehärtet, sondern aus frischen Kokosraspeln, die schonend kaltgepresst werden. Nur so bleiben die wertvollen Inhaltsstoffe erhalten. Frische Kokosnüsse sollten Sie vor dem Kauf kurz schütteln: Gluckernde Geräusche sind gut, denn dann enthält die Frucht noch viel Wasser. In den Tropen gilt die leicht süßliche, nahezu klare Flüssigkeit der Nuss übrigens als wichtiger Trinkwasserersatz. Dort wird sie in der Regel grün und unreif geerntet. In ihrem Inneren befindet sich nämlich etwa ein Liter Kokoswasser. Mit zunehmender Reife verringert sich diese Menge, das Fruchtfleisch wird „muffig“ und schmeckt nicht mehr. Ungeöffnet hält eine Nuss etwa zwei bis vier Monate.

Wenn Sie das Fruchtfleisch im Kühlschrank in Klarsichthülle wickeln, bleibt es ungefähr drei Tage frisch. Genau richtig für einen lauen Sommerabend ist dieser köstliche Cocktail, der an eine alkoholfreie Pina Colada erinnert: Für zwei Drinks einfach 200 ml Kokosmilch mit 125 ml Ananassaft und 250 g Joghurt verrühren, mit Zucker oder Ahornsirup abschmecken, fertig.

Kokosnuss-Kosmetik: Das schmeckt auch der Haut

Wer schon mal Kokosfett gesehen hat, kennt das Phänomen. Während fast alle anderen Öle bei Zimmertemperatur flüssig sind, ist dieses Nussprodukt cremig-fest. Das liegt daran, dass es aus sehr kurzen Fettsäureketten besteht. Erst, wenn wir die Pflanzenbutter auf unserer Haut verteilen, schmilzt sie, dringt tief ein und bildet gleichzeitig auf der Haut eine Art Schonbezug, der sie unsichtbarer schützt, ohne zu fetten. Diese Eigenschaft macht Kokosöl zu einer beliebten Pflegegrundlage für Handcremes und Lippenbalsam. Da sich aus dem Nussfett milde Tenside herstellen lassen, wird es in der Naturkosmetik auch als Schaumbildner in Shampoos, Seifen und Duschbädern eingesetzt. Nun steht wahrscheinlich der nächste Karriereschritt bevor. Weil Kokosöl ein ähnliches Fettsäurespektrum wie das ökologisch umstrittene Palmöl aufweist, basteln die Beautywissenschaftler zur Zeit verstärkt an neuen Rezepturen. In diesen soll es als umweltfreundlicher Ersatzstoff zum Zuge kommen.

Do-it-yourself-Beauty

Kokosfett ist nicht nur als Zutat in fertiger Kosmetik ein echter Schönmacher, sondern lässt sich auch super für Rezepte zum Selbermachen nutzen. Wer strohige Spitzen hat, kann vor dem Haarewaschen etwas Kokosöl hinein kneten. Danach gründlich shampoonieren, falls nötig auch zwei Mal. Oder Sie machen es wie das Supermodel Karolina Kurkova: Sie entfernt ihr Augen-Make-up, indem sie das Nussfett in der Hand anwärmt, auf ein Wattepad gibt und dann sanft über die geschlossenen Augen streicht. Rezept für ein tropisches Body-Peeling: Eine halbe Tasse Kokosöl mit grobem Meersalz mischen und – ganz nach Gusto – zwei Tropfen Ihres ätherischen Lieblingsöls dazugeben. Unter der Dusche mit kreisenden Bewegungen auf dem Körper verteilen und anschließend lauwarm abspülen. Die Haut wird streichelzart und Sie duften appetitlich frisch.

Naturkosmetik mit Kokoswirkstoffen

Kokosöl Haarspitzenpflege von Logona
Bio Kokosnussöl von Farfalla
Natural Aktiv Duschgel von Speick
Erfrischendes Duschgel von Oceanwell
Körperöl Kokos & Olive von Eliah Sahil
Coconut Foot Cream von Burt’s Bees

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