Sonnenbrand: Erste Hilfe aus der Natur

Natürlich wollen und sollen wir die Sommersonne genießen. Doch häufig wird die Intensität der warmen Strahlen unterschätzt. Die Folge: Sonnenbrand. Wir verraten, welche natürlichen Helfer Linderung verschaffen und wie wir die Haut bei der Regeneration unterstützen können.
Titelbild Magazin: Sonnenbrand: Erste Hilfe aus der Natur Bild: pixabay

Was genau ist eigentlich ein „Sonnenbrand“? Erfährt unsere Haut eine zu starke Belastung durch UV-Strahlen, reagiert sie entzündlich. Bei leichten Sonnenbränden kommt es lediglich zu geröteter Haut, was durch eine Erweiterung der Blutgefäße entsteht.

Mäßige bis schwere Sonnenbrände dagegen können auch starke Druckempfindlichkeit, Schmerzen und Blasenbildung auf der Haut verursachen, zumeist schält sie sich nach wenigen Tagen. Mögliche Begleiterscheinungen sind Fieber und Kreislaufstörungen. Langfristig birgt jeder Sonnenbrand Hautkrebsrisiken – Sonnenbrände und übertriebenes Sonnenbaden sollten daher unter allen Umständen vermieden werden und natürlich ist adäquater Sonnenschutz Pflicht!

Alles Quark? Wie Milchprodukte helfen

Ist es trotz aller Schutzmaßnahmen mal passiert, sollte die Haut bestmöglich bei der Regeneration unterstützt werden. Hier gilt: Unbedingt auf fette Cremes und Salben auf Fettbasis verzichten, denn sie können die Atmung der Haut beeinträchtigen und zu einem Hitzestau führen! Stattdessen heißt es kühlen, kühlen, kühlen! Sehr empfehlenswert sind beispielsweise Molkereiprodukte aus dem Kühlschrank: Als Erste-Hilfe-Maßnahme die betroffenen geröteten Stellen mit Joghurt oder Speisequark bedecken und 30 bis 40 Minuten einwirken lassen. Danach mit lauwarmem Wasser abspülen. Das Spannungsgefühl der Haut lässt sofort nach und der kühlende Effekt ist besonders angenehm.

Wenn Ihr schon mal in der Küche seid: Trinkt gleichzeitig viel Wasser oder Saftschorle, um dem Körper genügend Flüssigkeit zuzuführen – denn ein Sonnenbrand wird als leichte Verbrennung gewertet und ist auch für den Organismus nicht zu unterschätzen!

Unser Favorit unter den Brandhelfern

Pures Aloe Vera Gel! Der Rohstoff aus der Aloe Vera „barbadensis miller“ wirkt angenehm kühlend und beschleunigt den Heilungsprozess. Sein Geheimnis liegt in den Selbstheilungskräften des Wüstengewächses: Wird ein Aloe Vera-Blatt verletzt, schließt sich die „Wunde“ innerhalb weniger Minuten. Äußerlich auf der Haut angewandt, hilft das Gel der Blätter nicht nur bei sonnenstrapazierter Haut, sondern auch bei Hautausschlägen, Brand- und Schnittwunden.

Beruhigen: Johanniskraut & Lavendel

Auch unter den pflanzlichen Ölen gibt es nützliche Vertreter für die After-Sun-Notapotheke: Aus ca. 50 ml Johanniskrautöl und 20 Tropfen reinem ätherischen Lavendelöl lässt sich eine beruhigende, entzündungshemmende Mischung herstellen, die bei leichten Verbrennungen dünn auf die Haut aufgetragen wird. Ein weiterer Geheimtipp: kaltgepresstes Kokosöl. Es duftet nicht nur herrlich exotisch, sondern macht die Haut auch weich und geschmeidig, spendet wertvolle Feuchtigkeit und hat einen angenehm kühlenden Effekt. Etwas Honig auf die verbrannten Stellen aufgetragen, nährt die Haut außerdem mit wichtigen Enzymen. Einige Tage nach dem Sonnenbrand kann man die Intensivpflege auf Avocadoöl umstellen: Es hat eine enorme Tiefenwirkung und ist bekannt für seine reichhaltigen Inhaltsstoffe, die geschädigte Haut regenerieren und die Zellneubildung anregen.

Wichtig: Auch wenn die Rötung bereits abgeklungen ist, bleibt die Haut nach einem Sonnenbrand empfindlich – also auf keinen Fall wieder in die Sonne gehen! Wir empfehlen: Cremen, cremen und nochmals cremen. Denn mit einer leichten, natürlichen Bräune lässt sich der Sommer einfach viel besser genießen als mit schmerzend roter Haut und „Pellkartoffel-Effekt“.

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