Welche Haarfarbe passt zu mir?

Wenn die bunten Blätter von den Bäumen schwinden, wird die Natur ziemlich farblos. In dicke Nebelschwaden gehüllt, zeigt sie sich ganz schön trüb, trist und grau. Die perfekte Zeit für mehr Mut zur (Haar)Farbe! Mit sanften, pflanzlichen Colorationen ist nicht nur das Wintergrau passé: Die Mähne bekommt auch eine Extra-Portion Glanz und Pflege.
Magazin: Weg mit dem Wintergrau Bild: pixabay

Aber welche Farbe ist die richtige? Worauf sollte man bei der Auswahl achten und wie funktioniert eine Pflanzenhaarfarbe eigentlich?

Nicht zu dramatisch

Besonders Färbe-Neulinge sollten ihre Neugier etwas zügeln und beim ersten Versuch keine extremen Veränderungen anstreben: Die Haarfarbe ist ein wichtiges Attribut unserer Ausstrahlung und kann unser Aussehen quasi komplett verändern! Eine erste Orientierung bieten dafür die Empfehlungen auf der Verpackungsrückseite. Hier erkennt man auf den ersten Blick, ob eine Nuance für die eigene Haarfarbe geeignet ist. Darüber hinaus sollte man sich immer auch die Frage stellen: Zu welchem Pflegeaufwand bin ich bereit? Auch Pflanzenhaarfarben sind permanente Colorationen, die nach einigen Wochen einen Ansatz sichtbar werden lassen. Obwohl der Kontrast meist geringer ausfällt als bei chemischen Farben, muss der Ansatz regelmäßig nachbehandelt werden. Je näher Ausgangshaarfarbe und Wunsch-Nuance also beieinander liegen, umso weniger pflegeintensiv ist die neue Farbe.

Pflegeleicht und glänzend: Brünett

Brauntöne werden oft als langweilig abgetan. Dabei bietet keine andere Farbe so viele natürliche Nuancen. Ob sanftes Nougat, Haselnuss oder Schokobraun: Sie alle reflektieren das Licht optimal und verleihen dem Haar einen traumhaften Glanz. Brauntöne behalten außerdem ihre Brillanz besonders lang – und das selbst bei Pflegemuffeln. Die perfekte Wahl: Hell- und Mittelbraun für blasse bis mittlere Hauttypen, Espresso-Töne stehen dunklen Hauttypen am besten.

Feurig und intensiv: Rottöne

Ganz anders verhält es sich bei Rottönen: Kupfer, Feuerrot und Henna sind nicht nur im Wintergrau schwer zu übersehen. Sie haben von allen Farben die größte Leuchtkraft – verlieren aber leider auch schnell ihre Intensität. Rot-Pigmente zeigen allerdings nur dann ihr Strahlen, wenn die äußere Schuppenschicht des Haares glatt und gepflegt ist. Daher wirken die feurigen Nuancen schnell verwaschen. Insgesamt haften die Pigmente aber besonders lange. Der Griff zur roten Farbe sollte also wohlüberlegt sein. Welche Nuance? Kupfertöne stehen hellen Hauttypen hervorragend, dunkles Rubinrot und Mahagoni sind für dunklere Typen ideal.

Zwei Extreme: Blond und Schwarz

Wer nicht von Natur aus bereits sehr helles oder dunkles Haar hat, sollte besser die Finger von (Platin)Blond und Schwarz lassen. Beide Extreme wirken schnell zu hart für den Teint. Wer zu Pflanzenhaarfarben greift, kann in Sachen Blond ohnehin nur den vorhandenen Naturton unterstreichen, indem er ihm zum Beispiel einen sanften Weizen-Schimmer verleiht. Denn: Pflanzenhaarfarben können nicht aufhellen! Sie legen sich nur wie eine Lasur um jedes einzelne Haar und entziehen ihm nicht seine natürlichen Pigmente, wie das bei chemischen Colorationen der Fall ist. Schwarz färben hingegen können sie durchaus – sollten aber nur zur Intensivierung eines dunklen Grundtons verwendet werden. Und dann passt Tiefschwarz zum Schneewittchen-Antlitz ebenso wie zum Cappuccino-Teint.

Pulver oder Creme?

Neben der eigentlichen Farbe steht man in Sachen Coloration vor der Entscheidung, welche Art der Anwendung man bevorzugt: Pflanzenhaarfarben gibt es heute nicht nur in der klassischen Form als Pulver sondern auch als fertige Cremeformulierung. Während man die Pulver zum Beispiel mit schwarzem Tee anrühren und so in ihrer Wirkung noch intensivieren kann, stehen die Color Cremes ohne Vorbereitung sofort zur Anwendung bereit. Zwei Dinge haben die beiden gemeinsam: Ihre Mischbarkeit und die relativ lange Einwirkzeit. Kreative können Pflanzenhaarfarben einer Gattung nämlich untereinander mixen und dadurch ihre ganz individuelle Lieblingsnuance kreieren. Die Einwirkzeit liegt bei Pulvern und Color Cremes zwischen 15 Minuten und 2 (!) Stunden. Dickes, dunkles Haar benötigt immer länger als feines, helles Haar, um die Farbe richtig anzunehmen. Eine Übersicht zu den empfohlenen Zeiten findet man in der Regel auf dem Beipackzettel der gewählten Nuance.

Was steckt drin?

Egal für welche man sich entscheidet: Alle reinen Pflanzenhaarfarben setzen sich ausschließlich aus natürlichen Färbemitteln, wie verschiedenen Kräutern und Früchten kombiniert mit pflanzlichen Pflegestoffen zusammen. Auf synthetische Farb-, Duft- und Konservierungsstoffe wird in den Rezepturen ebenso verzichtet wie auf Peroxide, Ammoniak und andere chemische Substanzen, die in konventionellen Haarfarben üblich sind. Dank ihrer sanften Rezeptur sind sie sogar für Schwangere und Colorations-Fans unter 16 Jahren geeignet. Viele der Rezepturen sind vegan, enthalten Rohstoffe aus Bio-Qualität und tragen die Gütesiegel von BDIH, ECOCERT oder NATRUE. Und auf die sollte man ganz besonders achten: Denn auch chemische Colorationen werben mit natürlichen Ölen und Pflanzenmotiven, die uns in der trüben Jahreshälfte schnell mal in die Irre führen könnten. Und dabei wollen wir doch jetzt ganz natürlich strahlen?!

Unsere Favoriten gegen das Wintergrau:

Brünett:

Kupfer und Rot:

Blond:

Schwarz:

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