Wasser – Flüssige Vielfalt

Wasser gilt als das Elixier des Lebens und ist ein wichtiger Bestandteil unserer Haut. Kein Wunder, dass es auch in unserer Kosmetik eine Hauptrolle spielt und als Basis und Konsistenzgeber beinahe unverzichtbar ist. Aber Wasser ist nicht gleich Wasser. Viele Naturkosmetikhersteller verwenden deshalb ganz eigene Spezialitäten in ihren Rezepturen. Bereit für eine Spritztour?
Wasser - Flüssige Vielfalt, Foto: PIXABAY

Den Bestandteil „Wasser“ findet man in den meisten INCIS an vorderster Stelle. Sein hoher Anteil in den Rezepturen und das Zusammenwirken mit wichtigen Feuchtigkeitsspendern wie Hyaluronsäure verleihen auch seiner Qualität Gewicht. Normales Leitungswasser enthält meist Salze oder Kalk, die bei der Herstellung und -verwendung unserer Kosmetik störend sein können. Besser ist H2O mit besonderen Eigenschaften – und davon gibt es vielfältige Formen:

Wasser mit Me(e/h)rwert

Bei oceanwell enthalten alle Produkte (außer den beiden Ölen) natürliches Meerwasser aus der Ostsee. Laut Inez Linke, Meeresbiologin und Geschäftsführerin von oceanwell, ist dies vor allem in der Zusammensetzung der Mineralien begründet:

„Die heilsame Wirkung von Meerwasser auf die Haut ist seit dem Altertum bekannt. Die positive Wirkung wird durch seine Mineralienzusammensetzung erklärt. Die Komposition der Mineralien im Meerwasser ähnelt nämlich sehr stark der Zusammensetzung der menschlichen Zellflüssigkeit, daher können die Elemente von den Zellen sehr gut aufgenommen werden.
Als Wirkungsmechanismus wird eine Verbesserung der Funktion der Hautbarriere und des Feuchtigkeitshaushaltes insbesondere durch die im Meerwasser gelösten Natrium-, Kalium- und Chlorid-Ionen diskutiert. Im Mittelpunkt der wirksamen Inhaltsstoffe stehen Magnesium, die Spurenelemente Strontium und Selen sowie Sulfat. Magnesium wirkt entzündungshemmend, während Strontiumsalze Hautirritationen wie Brennen und Jucken lindern können. Selen und Sulfat stärken die Widerstandsfähigkeit der Haut gegen oxidativen Stress.“

Heilsame Quellen

alverde Naturkosmetik setzt unter anderem auf Heilquellenwasser:

„Unsere dm-Marken bieten zahlreiche Artikel, für die Wasser aus besonderen Quellen verwendet wird. Beispielsweise enthalten die Produkte der neuen Pflegeserie ‚alverde Naturkosmetik MED‘ Heilquellenwasser. Das für diese Produktreihe verwendete Wasser wird aus der Augusta-Quelle im Südwesten Deutschlands geschöpft, die bereits vor Jahrhunderten entdeckt wurde. Die dermatologisch wirksamen Eigenschaften des Wassers werden seither zu Heilzwecken genutzt. Dieses Heilquellenwasser hat einen besonders hohen Mineralstoffgehalt von mindestens 1.000 mg pro Liter und kann die Haut daher besonders gut mit Mineralien versorgen“, so Erich Harsch, Vorsitzender der dm-Geschäftsführung.

Pure Frische: Bergkristallwasser

Auch bei farfalla misst man gutem Wasser eine große Bedeutung zu:

„Das Alpenland mit seinen hohen Bergen ist reich an Mineralquellen. Das in unserer Gesichtspflege verwendete Bergkristallwasser stammt aus dem Südkanton Wallis und wird aus einer über 2000 Höhenmeter gelegenen Quelle geschöpft. Da wir alle Produkte in der Schweiz in unseren eigenen Produktionsräumlichkeiten herstellen ist es für uns wichtig, auch reines Schweizer Alpenwasser für unsere Produkte zu verwenden“, so Julia Fiagbedzi aus dem Marketingteam von farfalla.

Sanft und lebendig: Granderwasser

Auch bei STYX Naturcosmetic wird nicht einfach der Hahn aufgedreht:

„Unser Granderwasser wird in einer hauseigenen Wasseraufbereitungsanalage mit bestimmten elektrischen (energetischen) Impulsen „belebt“. Belebtes Wasser ist länger haltbar und hält Lebensmittel und Kosmetika länger frisch. Somit werden geringere Mengen an Konservierungsmitteln für die Kosmetikproduktion benötigt. Zudem ist das Wasser sehr sanft zu Haut und Haar. Wir nutzen naturbelassenes Granderwasser mit Trinkwasserqualität. Hier haben wir aufgrund der Lage unseres Unternehmens das Glück, auf regionales, sauberes Wasser in Quellwasserqualität zurückzugreifen“, so Lisa Minihold, Junior Marketing Manager bei STYX.

Straffung und Feuchtigkeit: Thermalwasser

SPEICK Naturkosmetik setzt bei seiner Thermal Sensitiv Serie auf Thermalwasser aus Schlangenbad im Taunus. Dort wird es direkt aus der Quelle entnommen. „Das Schlangenbader Thermalwasser zeichnet sich durch seinen im Vergleich zu anderen Thermalwässern bemerkenswert hohen Kieselsäureanteil (40mg / Liter) aus. Seine dermatologische Wirkung beruht auf diesem hohen Kieselsäureanteil sowie seinem hohen Lösungsvermögen und seiner hautberuhigenden und aufbauenden Wirkung. Kieselsäure sorgt im Bindegewebe für jugendliche Festigkeit und Elastizität und ist für verschiedene Stoffwechselfunktionen unverzichtbar. Unser Wirkstoffkomplex in den Speick Thermal-Produkten wird dank des Schlangenbader Thermalwassers optimal transportiert und die Feuchtigkeitsbildung des hauteigenen Hydro-Lipid-Mantels ideal unterstützt“, so Anke Boy, Marketing- und Produktmanagerin bei SPEICK Naturkosmetik.
Die Liste der besonderen Wässer ließe sich noch fortführen: Je nach Herkunft, Quelle oder Behandlung ergeben sich ganz individuelle Eigenschaften, die auch unsere Haut berühren. In vielen Fällen ist die Zutat Wasser in Kosmetik jedenfalls weit mehr als nur eine Basis, der man Wirk- und Pflegestoffe beimischt, sondern vielmehr ein lebendiger Bestandteil einer komplexen Kreation für Gesundheit und Schönheit.

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