So schön pflegt der Herbst!

Mild und golden oder eher rau und stürmisch? Egal was der Oktober in Sachen Witterung für uns bereithält: Herbstliche Boten wie Trauben, Hagebutten, Sanddorn, Schlehen und Quitten sorgen dafür, dass unsere Haut bei jedem Wetter optimal geschützt und gepflegt ist. Also her mit der warmen Jacke und raus in die Natur!
So schön pflegt der Herbst, Foto: PIXABAY

Tanzende Drachen am Himmel und die Wiesen bedeckt von buntem Laub: Der Herbst ist da – und mit ihm eine echte Durststrecke für unsere Haut. Bereits ab etwa 10 Grad drosseln die Talgdrüsen ihre Fettproduktion. Dadurch wird der Teint trockener, verliert an Feuchtigkeit und ist Sturmböen und Wolkenbrüchen beinahe schutzlos ausgesetzt. Da hilft nur pflegen, pflegen, pflegen… Clevere Beauties stellen ihren Teint mit Herbstfrüchten deshalb einfach unter Natur-Schutz:

Weintrauben: kostbare Auslese

Traubenkernöl gehört zu den wertvollsten Ölen: Für gerade mal einen Liter benötigt man 250 Kilogramm rohen Trester. Kein Wunder, dass es vorwiegend in der Sterneküche zum Einsatz kommt. Aber auch in der Anti-Aging Pflege wird hochwertiges, kaltgepresstes Traubenkernöl heute sehr geschätzt. Sein Geheimnis: Polyphenole. Die bioaktiven Substanzen sind der Star unter den natürlichen Antioxidantien. Reichlich ungesättigte Fettsäuren erneuern zudem die Zellen. Ein weiterer Beauty-Pluspunkt: Kaum ein Öl zieht so schnell ein wie Traubenkernöl. Es ist deshalb für Gesicht und Körper gleichermaßen gefragt – als edler Tropfen für die Schönheit.

Weintrauben sind übrigens auch pur vom Feinsten für die Haut, denn die darin enthaltenen Fruchtsäuren sind optimal für ein sanftes, aber effektives Peeling: Dazu eine Handvoll Trauben zerdrücken, auf Dekolleté, Oberschenkel, Bauch oder Po auftragen und zehn Minuten einwirken lassen. Warm abspülen – fertig. Die Haut fühlt sich herrlich weich und glatt an.

Hagebutten: herbstliche Alleskönner

Leuchtend rote Hagebutten sind nicht nur tolle Zutaten für einen wärmenden Tee. Aus ihren Samen wird auch das beliebte Wildrosenöl gewonnen, das die Haut mit jeder Menge Vitamin A zum Strahlen bringt. Wie ein sanftes Peeling löst es lockere Hornschüppchen und regt die Produktion neuer Zellen an. Gleichzeitig päppelt das Öl spröde Haut mit extra viel ungesättigten Fettsäuren auf und kräftigt mit Vitamin C das stützende Netz aus Kollagen- und Elastinfasern.

Aber das ist noch längst nicht alles: Durch seinen Gehalt an Vitamin-A-Säure bleicht Hagebuttenextrakt lästige Pigmentflecken. In Shampoos und Spülungen eingesetzt, versiegelt Wildrosenöl kleine „Löcher“ im Haarschaft, sodass Farbpigmente nicht so leicht ausgewaschen werden können.

Quitten: köstliche Pflegetalente

Lange Zeit war sie  fast in Vergessenheit geratenen: die Quitte. Als köstliches Gelee versüßt die gelbe Frucht ab und an unser Frühstück. Dabei trägt sie in ihrem Inneren ganz andere, verborgene Talente:  In der Kosmetik werden vor allem ihre Samen verwendet, aus denen sich ein entzündungshemmender, reizlindernder Auszug herstellen lässt. Die darin enthaltenen Schleimstoffe spenden der Haut Feuchtigkeit, ohne sie durch zu viel Fett zu überfüttern. Außerdem kommt das Wachs der Quittenschale, das die Früchte über Monate frisch hält, in Pflegeprodukten und in dekorativer Kosmetik zum Einsatz, weil es einen unsichtbaren Schutzfilm bildet.

Sanddorn: beerenstarker Radikalfänger

Farblich noch auffälliger als die hellgelben Quitten kommt der Sanddorn daher, der uns mit leuchtend orangeroten Beeren aus struppigen Sträuchern anlacht. Diese Herbstfrucht hat es wirklich in sich: Wegen seines hohen Vitamin C-Gehalts wird Sanddorn auch gern als „Zitrone des Nordens“ bezeichnet. In der Naturkosmetik ist das Fruchtfleisch besonders beliebt, weil es zusätzlich viel Vitamin E und Provitamin A enthält: Eine Kombination, die den Beerenextrakt zu einem super Radikalfänger und Anti-Aging Wirkstoff macht. Ideal für Menschen mit sensiblem Teint ist das Öl der Sanddornkerne, das wegen seines intensiven Orangetons auch als natürlicher Farbstoff eingesetzt werden kann. Es enthält einen raffinierten Mix aus Linol-, Linolen- und der seltenen Palmitoleinsäure, die auch in der Haut vorkommen und dort wie Mörtel in einer Mauer die Hornschüppchen zusammenhalten.

Schlehe: stärkender Wärmespender

Auch der Schwarzdorn wird als Zutat für Naturkosmetik verwendet. Besser bekannt sind die kleinen schwarzen Beeren allerdings unter dem Namen Schlehe. Genau wie die Quitte und die Hagebutte gehört diese Pflanze zur Familie der Rosengewächse. Im Unterschied zu den beiden anderen kommen neben den Auszügen der vitamin-C-haltigen Schlehenfrüchte auch die Öle der Blüten zum Einsatz, denen hautstraffende Eigenschaften zugeschrieben werden. Sie sind reich an Flavonoiden, stärken die Gefäße und sorgen für ein wohlig-warmes Gefühl nach dem Einmassieren – perfekt nach einem ausgiebigen Herbstspaziergang!

Naturkosmetik mit Herbstfrüchten

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