Was ist dran am Schönheitsschlaf?

Dornröschen hat es uns vorgemacht: Nach einem hundertjährigen Schlaf erwacht sie jugendlich frisch und so strahlend, dass sich ihr Prinz sofort unsterblich verliebt. Soweit Theorie und Märchen. Aber versprüht die nächtliche Ruhe nicht wirklich ein Fünkchen Beauty-Magie?
Magazin: Was ist dran am Schönheitsschlaf? Bild: pixabay

Erholsamer Schlaf bringt tatsächlich sichtbare Effekte für unsere Haut hervor: Mimikfältchen wirken feiner, der Teint hat besonderen Glow. Die Ursache hierfür ist quasi „Kopfsache“, denn unsere Hirnanhangdrüse und die von ihr ausgeschütteten Wachstumshormone, stoßen in der Nacht komplexe Regenerationsprozesse an. Kollagen und Elastin werden gebildet und die Hautzellen teilen sich im Turbo-Tempo. Bis zu zehn Mal schneller als am Tag geht das Ganze vonstatten. Außerdem werden die wirksamen Pflegestoffe aus unserer Kosmetik nachts besonders gut aufgenommen.

Schlafen hält jung

Wie wichtig die Aktivitäten der Nachtschicht für unsere Haut sind, macht eine Studie des University Hospitals Case Medical Centers in Cleveland deutlich: Zu wenig Schlaf beschleunigt Alterungsprozesse so enorm, dass ausreichend ruhende Testpersonen bis zu 12 Jahre (!) jünger wirkten, als gleichaltrige Frauen mit regelmäßig zu kurzen Nächten. Eigentlich wissen wir das längst. Und trotzdem gönnen wir uns zu wenig Schlaf, um den erhöhten Stresspegel des Alltags kompensieren zu können. Die Reparaturleistung der Haut lässt damit nach.

Die dunkle Seite der Nacht

Als ob das noch nicht genug wäre, belasten wir unseren Körper mit einem weiteren Störfaktor: Künstlichem Licht. Rund um die Uhr Helligkeit, bringt Blutdruck und Körpertemperatur aus dem Gleichgewicht, fördert Schlafstörungen und sogar die Bildung schädlicher freier Radikale. Also weg mit Schlummerlicht, Fernseher und Smartphone – die haben im Schlafzimmer nichts verloren!

Betthupferl für Haut und Seele

Die besseren Begleiter ins Bett sind die passenden Nachtpflegeprodukte und natürliche ätherische Öle mit Schlummerfunktion: Lavendel, Ylang Ylang, Vanille oder Melisse beruhigen und entspannen die Atmosphäre als Raumduft, Kissenspray oder abendliches Verwöhnbad.

Vor dem abendlichen Cremen, ist Reinigen Pflicht: Talg, Schmutz und Make-up-Reste verstopfen unsere Poren und hindern die Haut bei der Regeneration. Irritationen, Unreinheiten, Rötungen und Fältchen sind vorprogrammiert. Über Nacht kann Augen-Make-up sogar Entzündungen und abgebrochene Wimpern zur Folge haben. Also nichts wie runter damit!

Alles zu seiner Zeit

Wann es abends in die Federn geht, ist übrigens Ermessenssache – nicht jeder Mensch hat das gleiche Schlafbedürfnis. Viel wichtiger als sieben bis 8 Stunden Ruhe ist eine gesunde Routine, die wir nach Möglichkeit auch am Wochenende beibehalten sollten: Haben wir diese gefunden, spielt es keine Rolle, wann wir einschlafen.

Geschwollene, rote Augen, blasse Haut, dunkle Schatten und ein verknitterter Teint gehören damit der Vergangenheit an. Dass (richtig) Schlafen wirklich schöner macht, liegt damit doch auf der Hand!?

Zum Weiterlesen empfehlen wir:

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.