Rubbel Dich schön!

Elektrische Gesichtsbürsten sind derzeit der Clou. Sie sollen die Haut porentief reinigen, den Teint zum Strahlen bringen und obendrein Fältchen bekämpfen. Aber schaffen sie das tatsächlich, und für wen sind sie geeignet? Wann der technische Hilfsdienst Sinn macht – und in welchen Fällen Peelings die deutlich bessere Wahl sind.

Brumm, brumm, summ: Dieses Geräusch erklingt neuerdings in immer mehr deutschen Badezimmern. Rasierapparat, Föhn und elektrische Zahnbürste haben nämlich Gesellschaft bekommen: Hightech-Gesichtsbürsten, die spätestens seit der letzten Staffel von „Germany’s Next Topmodel“, in der die Bewerberinnen mehrfach beim Abschminken damit gezeigt wurden, einen hohen Bekanntheitsgrad erlangt haben. Angeblich handelt es sich bei diesen Geräten um wahre Wunderwerkzeuge, denn sie sollen gleich mehrere Hautprobleme auf einmal lösen. Pickel, Falten, fahler Teint und vergrößerte Poren verschwinden in einem Aufwasch, heißt es. Klingt traumhaft – gerade für Frauen, die durch Kinder, Karriere oder beidem zusammen wenig Zeit haben. Aber funktioniert das auch? Oder kann das gute, alte Peeling genauso viel?

Die haben den Dreh raus: Was Gesichtsbürsten alles können
Fakt ist: An Gründlichkeit sind elektrische Gesichtsbürsten kaum zu toppen. Sie reinigen mit durchschnittlich 300 Schwingungen pro Sekunde porentief, wobei ihre Borsten so sanft sind, dass sie der Haut keinerlei Mikroverletzungen zufügen sollen. Die Hersteller verweisen dafür gern auf einen kleinen Test, den jeder ganz leicht nachmachen kann: Dafür einfach eine feine Nylonstrumpfhose zwischen den Fingern spannen und mit dem eingeschalteten Gerät darüberfahren. Das Gewebe bekommt keine Laufmasche, was bei älteren Bürstenmodellen, die mit der Hand benutzt werden, durchaus passieren kann. In Kombination mit einer Reinigungsmilch oder einem Waschgel entfernen die technischen Helfer zuverlässig lose Hautschüppchen, erleichtern bei öligem Teint das Abfließen von überschüssigem Talg, bringen die Durchblutung auf Trab und regen die Produktion neuer Zellen an. Kleine Falten wirken gemildert, Poren verfeinert und Pickel verhindert. Perfekt! Doch dieser Effekt kann auch ins Gegenteil umschlagen.    

Weniger ist mehr – sonst gibt’s leicht Reibereien

Viele Hersteller empfehlen, Gesichtsbürsten täglich einzusetzen – und zwar morgens und abends. Diese Vorgehensweise ist jedoch nicht zu empfehlen, denn dadurch würden bei jeder Reinigung mehr Hautschüppchen verloren gehen, als üblich. Eine stabile Hornschicht ist aber immens wichtig, damit die Haut sich ausreichend gegen Sonne, Wind und dicke Stadtluft zur Wehr setzen kann. Außerdem verhindert sie, dass zu viel Feuchtigkeit verloren geht, die für die Zellen lebenswichtig ist. Das gilt besonders für sensiblen und spröden Teint, bei dem die Hornschicht ohnehin dünner ist als bei den meisten Menschen, zumal die Schüppchen durch einen Mangel an Ceramiden auch leichter aufspringen. Statt eines frischen Teints bekommt man durch häufige Benutzung einer Gesichtsbürste in diesem Fall nur eins: Irritierte Haut, die mit Rötungen reagiert und sich rau wie ein Reibeisen anfühlt. Auch bei unreinem Teint sind Sie nicht automatisch auf der sicheren Seite. Dieser Hauttyp hat zwar in der Regel eine dickere Hornschicht, aber durch die rotierenden Borsten können sich Pickelchen öffnen, so dass sich Entzündungskeime übers ganze Gesicht verteilen und in der Bürste hängen bleiben. Deshalb sollten Sie bei trockener, empfindlicher Haut oder bei Akne auf den technischen Hilfsdienst lieber verzichten. Für alle anderen sind die Bürsten eine gute Sache – wenn man sie in Maßen einsetzt. Als Faustregel gilt: Ein- bis zweimal pro Woche. Dann halten sich Hautschutz und Nutzen die Waage.

Handarbeit statt Hightech: Bio-Peelings sind sanfter
Wer keine Gesichtsbürste benutzen will, kann natürlich auch weiterhin zu einem Peeling greifen. Konventionelle Rubbelreiniger enthalten allerdings oft Mikroplastik, das der Umwelt und unserer Gesundheit schadet. Am besten greifen Sie zu zertifizierter Naturkosmetik. Darin erledigen vor allem Kieselerde, gemahlene Trauben- und Olivenkerne, Bambuspulver, Reiswachskügelchen und Ostseesand den Putzjob, während Sheabutter, Jojoba-, Sonnenblumen- oder Distelöl die Prozedur hautverträglicher machen. Sie sorgen für einen „guten Rutsch“ und päppeln die strapazierte Haut nebenbei mit hautverwandtem Fett auf. Fruchtsäuren und Pflanzenenzyme erweichen lose Hornschüppchen, so dass sie sich entfernen lassen, ohne beim Rubbeln kleine Löcher in die Haut zu reißen. Hamamelis und grüner Tee beruhigen, Aloe vera und Algen spenden Feuchtigkeit. Durch diese Wirkstoff-Kombinationen sind Bio-Peelings so sanft, dass sie sogar von sensibler, trockener und unreiner Haut vertragen werden – vorausgesetzt, Sie nehmen ein hauttypgerechtes Produkt und wenden es nicht öfter als ein- bis zweimal wöchentlich an. Dann stehen die Chancen gut, dass Ihr Peeling zu dem wird, was es sein sollte: Ein glatter Erfolg!

Die besten Naturkosmetik-Peelings

Balance Creme-Peeling von Heliotrop mit Kieselerde, Sheabutter und Hamamelis
Soft Peeling Bio-Acai von Sante mit gemahlenen Traubenkernen und Jojobaöl
Midsummer Rose Herbal Peeling Cream von Frantsila mit Kieselerde, Papaya-Enzymen und Sonnenblumenöl
Creme-Peeling Bio-Aloe von Logona mit Kieselerde, Aloe vera und grünem Tee
Daily Refresh Sanftes Peeling von Farfalla mit Reiswachskugeln und Bambuspulver
Gesichtspeeling mit Fruchtenzymen von Joik mit Bambus- und Olivenkernpulver, Enzymen und Distelöl
Glättendes Gesichts-Peeling von Oceanwell mit Ostseesand, Algen und Sheabutter
Facial Scrub with Bamboo and Papaya Seed Oil von Kivvi mit Bambuspulver und Papayasamenöl
Vitalizing Exfoliant von Living Nature mit Manuka-Honig, Fruchtsäuren und grünem Tee
Regeneration Enzympeeling Puder von Kneipp mit Pflanzenenzymen und Taublatt
Creme-Maske Soft-Peeling von Luvos mit Heilerde und Pfirsichkernöl
Gommage Argile von Cattier mit weißer Heilerde und Aloe vera

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