Reine Männersache

Wann ist der Mann ein Mann? Wenn er mehr will als nur Deo und After Shave. Heutzutage verbringt das starke Geschlecht 17 Minuten pro Tag mit der Pflege seines Körpers und weitere 13 Minuten mit der fürs Gesicht – wohlgemerkt ohne Duschen oder Rasur. Klar wollen Männer dafür auch eigene Herrenprodukte. Doch was ist daran eigentlich anders?

Mit der Kosmetik ist es bei Männern wie mit anderen Alltagsproblemen auch: Sie erwarten Lösungen. Produkte, die erst nach regelmäßiger Anwendung allmählich ihre Wirkung entfalten, kommen daher überhaupt nicht in Frage. Das Ergebnis sollte möglichst sofort sichtbar oder zu spüren sein, die Anwendung praktisch, unkompliziert und zielgerichtet. Was sie erwarten, ist Qualität – ein Merkmal, das das starke Geschlecht mit effektiven Inhaltsstoffen gleichsetzt. Außerdem ist es Männern wichtig, dass auch der Preis stimmt. Sie interpretieren Kosmetik weit weniger als Luxus- oder Wohlfühlartikel, als Frauen dies tun. Stattdessen stehen multifunktionelle Produkte mit viel Inhalt deutlich höher auf der Hitliste als edle Mini-Flakons mit Spezialprodukten. Schön und gut, aber worin unterscheiden sich eigentlich die Inhaltsstoffe? Oder ist etwa nur der Duft würziger?

Für echte Kerle ohne Knitterfältchen

Logisch, Cremes, die mit Lavendel oder Rose parfümiert sind, haben bei Männern keine Chance. Stattdessen stehen herbe Noten wie Zeder, Sandelholz oder Tabak hoch im Kurs. Aber auch die Pflegegrundlage ist bei Herrenprodukten anders, da sie den typischen Aufbau von Männerhaut berücksichtigen: Bindegewebe und Muskulatur sind deutlich fester als bei Frauen, Fettdepots kommen dagegen seltener vor. Der äußere Lipidfilm ist aber ausgeprägter – und damit auch das Wasserbindungsvermögen der Haut. Dadurch wirkt Männerhaut meist glatter, zugleich aber auch großporiger. Falten treten deutlich später auf als bei Frauen, sind dafür aber tiefer und oftmals sehr charakteristisch. Anti-Aging- und Körperpflegeprodukte für Herren spenden deshalb viel Feuchtigkeit und enthalten weniger Öl. Die Wirkstoffe selbst sind dagegen oft dieselben wie bei Frauen, z. B. Coenzym Q10, Koffein, Aloe vera oder weißer Tee.

After Shaves: Für das gute Gefühl danach

Auch beim starken Geschlecht können Hautprobleme auftreten. Typische Symptome sind zum Beispiel winzige Verletzungen, die während der Nassrasur entstehen. Davor schützen fettfreie Gele oder leichte Emulsionen, die schon vor der Nassrasur aufgetragen werden. Gut sind auch Rasierschäume oder –seifen, die entzündungshemmende Stoffe wie Aloe Vera, Calendula, Hamamelis oder Kamille enthalten. Ihre glättende Wirkung lässt den Rasierer besser flutschen und kann helfen, Hautirritationen vorzubeugen. Auch für überzeugte Elektro-Rasierer mit sensibler Haut gibt es inzwischen Vorbereitungspflege, die mit pflanzlichen Wachsen das Aufreiben der Haut verhindert. Nach der Rasur sind spezielle After Shaves, je nach Hauttyp mit oder ohne Alkohol, zu empfehlen. Sie entspannen, desinfizieren die Haut und schließen die Poren.

In dubio pro Deo

Oft als Mythos verrufen, aber nachweislich richtig: Männer schwitzen stärker als Frauen. Die Dichte der Schweißdrüsen in der Haut ist schlichtweg größer. Bio-Deos kommen ohne Aluminiumsalze aus, die die Haut reizen und möglicherweise Krebs auslösen können. Neben keimhemmenden und antitranspiranten Wirkstoffen wie Triethyl Citrate, das aus Kirschen und Johannisbeeren gewonnen wird, oder porenverengendem Salbei-Extrakt braucht ein Männerdeo aber auch Pflegebestandteile. Denn die Herren der Schöpfung sind oft sensibler, als sie zugeben möchten…

Bio-Pflege für Ihn

2 Gedanken zu „Reine Männersache“

    1. Hallo Lucas,

      bisher haben wir dazu noch nichts veröffentlicht. Aber wir nehmen das sehr gerne für die Zukunft mit auf! 🙂 Vielen Dank für diese Anregung.

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