Pflanzenporträt: Rose

Ihre märchenhafte Anmut ist nicht erst seit Schneeweißchen und Rosenrot in aller Munde. Die Rose fasziniert uns seit Jahrtausenden. Kein Wunder, dass es über die „Königin der Blumen“ viel zu erzählen gibt. Es war einmal…

Ihre Geschichte beginnt früh: Die Rose spielt in vielen Kulturen eine bedeutende Rolle. Ihr Ursprung liegt in den Rosengärten Persiens, in denen besonders die Rosa gallica und die Rosa damascena gezogen wurden. Dort hatte höchstwahrscheinlich auch die Rosenölgewinnung ihre Anfänge. Im 5. Jahrhundert soll es Rosengärten in Babylonien und Thrakien gegeben haben, in Ägypten stammen erste Zeugnisse aus der Zeit Ramses II. In Griechenland war es Homer, der in der Ilias erstmalig von der Rose spricht und beschreibt, wie Aphrodite den Leichnam Hektors mit Rosenöl salbt. Viele griechische Dichter nach ihm verherrlichten die Rose, so war die antike Lyrikerin Sappho die erste, die die Rose „Königin der Blumen“ nannte – ein Name, den das edle Gewächs bis heute trägt.

Ein langer Weg

Auch schon im alten Rom herrschte ein wahrer Rosenkult: Als Heilpflanze, zur Herstellung von Parfüm, Rosenwasser und Rosenessig, wurde die Rose hier großflächig angebaut. Anders in Europa: Hier fand die Rose erst im Mittelalter als Heilpflanze ihren Weg in die Klostergärten. Dabei handelte es sich um die Rosa gallica „officinalis“. Die orientalischen Gartenrosen gelangten schließlich durch die Kreuzzüge nach West- und Nordeuropa, wo sie in der Renaissance und nach der Reformation als Kulturrosen etabliert wurden. Der Anbau zur Rosenölgewinnung in Bulgarien geht auf die Zeit um 1700 zurück. Heute werden Ölrosen darüber hinaus in der Türkei, Marokko, Indien, Persien und Russland kultiviert.

Keine Rose ohne Dornen?

Botanisch betrachtet sind Rosen die namensgebende Pflanzengattung der Rosengewächse (Rosaceae). Je nach Auffassung gehören dazu zwischen 100 und 250 Arten. Zu ihren typischen Merkmalen zählen unter anderem ihre Dornen, die die blühende Schönheit zu einer echten Diva machen. Zugegeben: Es gibt einige Vertreter mit sehr wenigen bis gar keinen Dornen. Doch wenn man es ganz genau nimmt, ist diese Bezeichnung falsch: Denn Rosen haben keine Dornen, sondern Stacheln. Der Unterschied: Dornen entspringen aus dem Holzteil – Stacheln dagegen sitzen dem Holzteil auf. Genau genommen müsste eines der berühmtesten Grimm’s Märchen also  „Stachelröschen“ heißen. Aber das ist eine andere Geschichte…

Purer Luxus

Seit dem Altertum gelten Rosen als Symbol von Liebe, Freude – und Jugendfrische. Aus gutem Grund: Das aus den Blüten der Rose gewonnene, kostbare Öl besitzt eine komplexe Struktur und liefert über 400 Inhaltsstoffe, die auch unserer Schönheit zuträglich sind. Zur Gewinnung werden die Blüten vorwiegend in den frühen Morgenstunden von Hand gepflückt, da sich der Ölgehalt mit steigenden Temperaturen im Tagesverlauf verringert. Für einen einzigen Tropfen der edlen Essenz benötigt man etwa 30 Blüten – das macht reines Rosenöl zum teuersten Öl der Welt.

Multitalent Rose

Wegen seines betörenden Duftes wird Rosenöl bis heute in der Parfumindustrie eingesetzt. In der Aromatherapie verwendet man es aufgrund seiner entspannenden Wirkung zu therapeutischen Zwecken: Die süß-blumige, leicht würzige Note versprüht Harmonie und soll negative Gedanken vertreiben. Das Öl gilt zudem als entzündungshemmend, krampflösend und fiebersenkend. Zugleich wirkt es tonisierend, aufbauend und regt die Zellerneuerung an. Damit ist es prädestiniert für den Einsatz in Pflegeprodukten aller Art, speziell im Anti Aging Bereich. Zudem wird das bei der Gewinnung von Rosenöl anfallende Rosenwasser auch als Gesichtswasser eingesetzt.

Kaum zu glauben, aber wahr: Trotz all ihrer wunderbaren Vorzüge und ihres kostbaren Öls ist die Verwendung als Zierpflanze heute das Haupteinsatzgebiet der Rose. Grund genug, die Königin der Blumen als Beauty-Zutat deluxe zu zelebrieren.

Ihr wollt noch mehr erfahren? Hier geht es zum Pflanzenporträt Wildrose.

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